Rezensent Christof Trutsch hat vollkommen recht, und dem ist wenig hinzuzufügen. Leider versäumt der Hersteller, einen zweipoligen Ausschalter zu spendieren. Der primäre Zweck dieses Gerätes, Abschaltung der eingesteckten Verbrauchers (um bspw. Standby-Stromkosten zu vermeiden), wird auf diese Weise erreicht.
Aber es erfolgt nur dann die Trennung der Phase, wenn der Stecker "richtig herum" eingesteckt wurde. Die Chance, so einzustecken, dass statt dessen der Nullleiter unterbrochen wird, steht 50 zu 50. Es sei denn, man hat die Möglichkeit, das mit einem Phasenprüfer zu prüfen, und den Steckdosenschalter im negativen Fall um 180 Grad zu drehen.
Die Konsequenz ist erst mal wenig dramatisch. Bevor man daran angeschlossene Geräte öffnen würde, sollte man sowieso den Netzstecker ziehen.
Und die Abschaltung an sich funktioniert auch ohne die Phasenprüfer-Aktion oder Steckerdrehen.
Schade ist trotzdem , dass es dieser Hersteller verpasst hat, ein rundherum gutes Produkt abzuliefern. Ein hochwertiger zweipoliger Schalter, der zudem noch mit 16 A spezifiziert wäre, würde dauerhaftes funktionieren auch bei Volllast von 2000 - 3000 W gewährleisten, und zusätzlich einen gewissen Blitzschutz bieten bei Netztrennung. Allerdings wäre ein so ausgestattetes Teil mit Sicherheit teurer, sowie auch größer.
So bleibt ein tatsächlich sehr günstiger Schalter, den man insbesondere bei schwächeren Verbrauchern im Bereich unter 1000 W gut einsetzen kann zum kommoden Abschalten, ohne immer den Stecker aus der Leiste zerren zu müssen. Wenn man das Teil nicht hoch belastet und bei Reparaturarbeiten an nachgeschalteten Geräten nicht vergisst, dass man mit dem Abschalten nicht zwingend auch die Phase getrennt hat, spricht nichts gegen diesen Adapter.
Und der erfreulich kleine Preis hilft, die Investitionskosten durch bspw. Einsparungen von Standby-Verlusten schnell zu amortisieren.