Als ich das erste Mal von Stealth hörte, dachte ich an eine neuzeitliche Mischung aus Top Gun und Wargames, und 2001. Und im Grunde genommen trifft es das auch, allerdings mit genau den Schwächen, die gerade Top Gun auszeichneten, im negativen Sinne. Im Film geht es um 3 Spitzenpiloten, die bislang als Team sehr erfolgreich aufgetreten sind. Aus dem Trio soll nun ein Quartett werden. EDI, eine künstliche Intelligenz, soll in der Praxis beweisen, dass Piloten zukünftig ersetzt werden können. Natürlich wird das von den 3 Cracks nicht mit Begeisterung aufgenommen und das führt zu allerlei waghalsigen Flugmanövern da jeder dem fliegenden Hirn zeigen will, wo der Hammer hängt. Geradezu wie gerufen kommt da eine Information des CIA, dass in einer asiatischen Hauptstadt die Führer des internationalen Terrors eine heimliche Konferenz einberufen haben.
Welch ein Zufall und schon die erste Bewährungsprobe für Kollege Computer.
Es ist selbst für Nichtbewohner des Planeten Hollywoods klar, wie das ganze am Ende ausgehen wird. Dennoch will ich hier niemandem die Überraschung verderben. Stealth glänzt vor allem mit CGI Effekten und wahnwitzigen Flugszenen. Die Musik ist Klasse und der schnelle Schnitt sowie die flapsigen Dialoge zielen eindeutig auf die MTV Generation. Wer sich daran nicht stört und die Logik für 100 Minuten hinten an stellt, dürfte bei Stealth auf seine Kosten kommen. Wer jedoch so etwas wie Handlung erwartet und mehr als nur eindimensionale Charaktere wird auf seinem persönlichen Radar keine Signale empfangen können. Die besten Filme der letzten Zeit haben es immer geschafft, geniale Effekte mit einem starken Drehbuch zu kombinieren. Leider spielt Stealth nicht in dieser Liga mit, aber das war auch nicht zu erwarten.