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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Born to Run...und wenn ja, wohin..??, 1. August 2008
"In the day we sweat it out in the streets of a runaway american dream ",sang einst Bruce Springsteen und begann damit sein charismatischstes Album "Born to Run" und seine steile Karriere. Und vielleicht haben Craig Finn und seine Mannen das irgendwie noch im Kopf gehabt als sie sich an den "Stay Positive" Opener "Constructive Summer" machten? Irgendwie klingt es wie ein Trip zurück in die Zukunft, als wenn die E Street Band Langeweile hatte und sich mit Randy Newman als Co Sänger ins Studio machten um mal .."richtig Spaß zu haben"..
Klar werden die Puristen sagen, Craig Finn klingt ein bisschen wie der Boss,
aber ich höre auch durchaus Randy Newmann heraus und die stimmliche Wahrheit liegt dann doch wohl irgendwo in der Mitte.
Wenn man sich mit den Texten beschäftigt geht es um die Up`s and down`s im Leben..eben dieses " wir amüsieren uns zu Tode.." Feeling. "Sequesterd in Memphis" und "One for the Cutters" reflektieren die Straßenkämpfe, Messerstechereien, gesellschaftliche Randfiguren, zwischen Tragik und Freude, sowas verkraftet man nicht so ohne weiteres. Und man wundert sich, wie eine Band meisterlich solche schwermütigen Themen so fröhlich musikalisch verpacken und durchaus ansprechend und mitreissend abrocken können. Durchaus ein schaurig, geniales Album das aufhorchen lässt, mann sollte sich die alten Platten von Hold Steady auch mal gönnen und da schon die genialen Spuren herrlich verstaubter American Rock Music zu erkennen.
Where we really want to go and well walk in the sun
But till then tramps like us baby we were born to run
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
,How would you like to be the boss for a while?', 27. Juni 2008
,um Randy Newman zu zitieren, und möglicherweise sagt das Springsteen wirklich bald zu Craig Finn, nachdem er sich die neue Hold Steady angehört hat. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht überschwenglich und übertrieben, aber: nach Springsteens ,Born To Run' und Ryan Adams's ,Gold' ist das die wahrscheinlich dringlichste - und aus der Zeit heraus auch - wichtigste Platte aus und über Amerika.
Wie hier typisch amerikanische Geschichten gänzlich unamerikanisch präsentiert werden, Alltagsdramen geschildert werden die unterschwellig immer wieder die Abwesenheit Gottes thematisieren, das ist schon ganz große Erzählkunst (Und vielleicht wollen ,The Hold Steady' damit ja nur ausdrücken, daß es für die Menschen dieses Landes Zeit wird ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen?)
Musikalisch hat das natürlich auch viel von Springsteen und Ryan Adams, wird aber auch um einige andere Stile angereichert (Punk bzw. PostPunk gibt's hier z. Bsp in ,Constructive Summer' oder ,Navy Sheets') und entwickelt dadurch auch einen eigenen Stil. Herrliche Piano- (einmal sogar Cembalo!) Melodien lockern die oft von schweren Gitarren getragenen dynamischen Songs auf.
Der Höhepunkt der Platte - denn die hat eine beachtenswerte Dramatik auf Albumlänge - ist die Verzweiflungsballade ,Lord I'm Discouraged' in der ausnahmsweise auf diesem Album Gott einmal auch direkt angesprochen und - bezweifelt wird. Obwohl ich beileibe kein typischer Beilagen-Esser bin, muß ich sagen, daß ausgerechnet diese Ballade der beeindruckenste und eindringlichste Song des Albums ist - und soviel Americana wie hier, gab's bei Springsteen nie. Er erinnert etwas an das großartige ,Iris' der Goo Goo Dolls und baut über ein herrliches Gittarensolo eine Spannung auf die textlich mit Resignation aufgelöst wird.
Gelungen der ,Joke about America der mit seinen textlichen und musikalischen Referenzen allerdings ,Joke about Led Zeppelin heißen müßte.
Das wirklich tolle an dieser Scheibe aber ist: man muß die Texte nicht studieren um zu merken wie großartig sie ist. Wenn man es allerdings tut, dann wird sie noch toller.
Wir freuen uns über jede neue Springsteen Platte, aber sollt er eines Tages nicht mehr wollen - er kann nun jederzeit beruhigt in Rente gehen, denn es gibt ja Craig Finn und The Hold Steady.
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3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Unhörbar, 19. September 2008
Eigentlich ist der eine Stern noch zu viel. Die Lobpreisungen eines Musikmagazins noch im Kopf, habe ich die CD ungehört bestellt. Die Vorfreude war groß. Und dann kam sie - und sie ist unhörbar. Ein dumpfes Gedröhne und Geschepper, das jeglichen Spaß raubt. Höhen? Fehlanzeige. Bass? Ach wo. Wer wirft so etwas auf den Markt? War der Mischer taub? Ist das für Handy-Klingeltöne gedacht? Ist das zu Tode komprimiertes MP3? Es klingt, als ob die Jungs in einer Garage gespielt hätten, das Mono-Mikrofon aber bei Nachbars im Keller stand. Das ist kein Rock'n'Roll, das ist Schrott. Schade um die möglicherweise gute Musik. Nach nur zwei Minuten flog die Scheibe aus dem CD-Spieler.
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