'We say goodbye in the falling rain / And I break down as you walk away / Stay! Stay! / 'Cause all my life I've felt this way / But I could never find the words to say / Stay! Stay!'.
Es ist, als seien Hurts von dem Film "The Remains of the Day" ("Was vom Tage übrigblieb") von James Ivory inspiriert gewesen, als sie diesen Song schrieben. Anthony Hopkins und Emma Thompson als Butler Stevens und Wirtschafterin Miss Kenton, die auf dem herrschaftlichen englischen Landsitz Darlington Hall jahrelang zusammen arbeiten, sich ihre entstandene Zuneigung aber nicht eingestehen können und selbst bei einem Wiedersehen viele Jahre später an ihrer Unfähigkeit scheitern, die gegenseitig empfundene Liebe zum Ausdruck zu bringen. Ihre endgültige Abschiedsszene im Regen gehört zum Bewegendsten, was jemals auf der Kinoleinwand zu sehen war. Und ähnlich bewegend ist dieser Song.
HAPPINESS, das fabelhafte Debütalbum von Hurts, enthält eigentlich nur Klassenummern, aber für mich sticht diese eine dann doch noch heraus: ein Popmelodram über ungseagte Worte und unerfüllte Liebe. Wenn Theo Hutchcraft zum dritten und letzten Mal den Refrain singt und dabei 'as you waaaaaaalk awaaay' so perfekt ausdehnt und dann 'words' so dramatisch in die Höhe zieht und schließlich 'to say' so himmlisch variiert, dann ist das für mich ganz, ganz große Popkunst.
Kurzum: Ich hoffe, dass "Stay" der erste Nummer-1-Hit für Hurts wird, und obendrein würde ich ihnen einen Grammy für die beste Single des Jahres verleihen.
'Ehrlich?'. 'Ja, ganz ehrlich und mit voller Überzeugung!'. 'Ist ja gut, hast ja eigentlich völlig Recht, mein Alter!'. 'Dankeschön'.