Mit Amebix Shirt posen; Am Bass ausflippen; Derben Sound auflegen; Tätowierte Frau ans Micro lassen; Zwei wild groovende Drummer aufstellen; Anklagend singen; Unglaublich rocken
Aus der Crust Band "Damad" entstanden ballert die Combo uns nun das vierte Album entgegen. Und dieses ist revolutionär. Kylesa können mittlerweile den Crust nahtlos mit Post-Hardcore, 60ger, Psychedelic Rock und Sludge verbinden, klingen dabei frech, erfrischend und gleichzeitig mächtig sowie aufrüttelnd. Beim Sound hat sich seit dem letzten Album viel getan. Die Percussion zweier Drummer ist nämlich erstmals richtig inszeniert. Dies sorgt für eine fesselnde Rhythmik. Für den anklagenden Ohrwurm-Gesang sorgt Phillip Cope. Laura versüßt mit spirituellen einlagen oder brüllt mit Magenwut - wenn auch bei älteren Werken mit mehr Nachdruck als Effekten. Leider bleibt Bassist Javier diesmal ruhig. Für Neueinsteiger ist dies vielleicht eine Steigerung der Zugänglichkeit aber Bandkennern dürften seine Growls vermissen.
Ich möchte nicht wissen, wie oft ich dieses Album schon gehört habe und immer noch lässt es mich nicht los. Kylesa sind hierzulande oft on Tour, aber dennoch verdammt unbekannt trotz diesem bahnbrechenden Werk...