Da ich nach dem Hören der neuen JEW-Platte "Futures" nach anfänglicher Begeisterung doch sehr schnell genug von ihr hatte, bestätigte sich für mich wieder, dass "Static Prevails" das interessanteste Album der Jungs aus Mesa bleibt. Es besitzt einfach einen höheren Langzeitwert als seine Nachfolger, nicht etwa weil es im Vergleich zu eben jenen abwechslungsreicher wäre. Es ist das ungeschliffene, ja fast rohe (im Vergleich zu Futures) Wesen der Songs, das diesen einen unglaublichen Charme verleiht und den Hörer immer wieder aufs neue mitreisst.
Wer nur leichtes Entertainment gewohnt ist, der muss hier zunächst Geduld aufbringen, z.B. bei "Anderson Mesa": Ein schönes Präludium, aber scheinbar in die Endlosschleife gelegt. Doch dann nach 2 Minuten eine Veränderung, schließlich Gitarreneinsatz, Ausbruch. Ähnlich geht es bei "World Is Static" zu.
Von Jimmy Eat World Liedern sagt man ja gerne, dass jedes für sich eine eigene Welt sei. Bei "Static Prevails" ist das ganz besonders so. Und das Jim Adkins und Tom Linton auch mal schräg singen gehört hier dazu und muss so sein.
Wer sich an dieses Album wagt, der wird mit Liedern wie "Claire", "Digits" und dem "Rockstar" belohnt. Dass JEW zudem sehr gute Balladen schreiben können, stellen sie schon auf diesem Tonträger mit "Episode IV" unter Beweis.
Kaufempfehlung!