Auf diesem Album finden sich sensationell gut gemachte Stücke aus den Genres Latin, Jazz, Funk und Soul, und wer nur eine dieser Musikrichtungen mag, sollte hier unbedingt mal reinhören, er/sie könnte sonst ein einzigartiges Album verpassen. (Gut, Jazz ist nicht gleich Jazz, aber nur mal so als Richtung ...)
Die Masters at Work standen ja sonst vor allem für House vom Feinsten, aber was sie hier gemacht haben, geht weit darüber hinaus. Ein genialer Mix aus den verschiedenen Stilrichtungen, mit Gastmusikern, die zur Creme de la Creme gehören (Roy Ayers, George Benson, um nur einzelne zu nennen). Das ganze intelligent arrangiert und raffiniert gemixt, ohne jemals kopflastig zu wirken.
Ich habe das Album vor über 10 Jahren gekauft und höre es immer noch regelmäßig und mit Begeisterung. Und ich kann es auch bei verschiedenen Anlässen laufen lassen, und durch den abwechslungsreichen Mix kann ich das auch mal nebenher laufen lassen, z.B. wenn ich Besuch habe - und auch, wenn der eigentlich nicht übermäßig auf Jazz, Funk, Latin oder Soul steht, kommt diese Musik fast immer gut an.
Es ist schwer, Anspieltipps zu geben, weil alles hier empfehlenswert ist, aber natürlich hab auch ich meine "Ober-Favoriten":
- Shoshana: feuriger Latin-Jazz, einfache und spannende Hookline, darauf bekommen die Mitspieler Raum für knackige Improvisationen, die aber nie ausufern (aber auch nicht zu kurz sind)
- Runaway: Club-Klassiker, bei dem ich mich an die geilsten Abende meiner längst vergangenen Discozeit zurückversetzt fühle. Dabei gab's diese Aufnahme damals noch gar nicht. ;-)
- I am the black gold of the sun: Wieder basierend auf einem einfachen, aber nicht alltäglichen Pianothema singen verschiedene Frauen (der Begriff Chor paßt hier irgendwie nicht - wer sich den Song anhört, weiß was ich meine) auf eine geheimnisvolle, mystische Weise immer wieder den gleichen Text "I am the black gold of the sun". Faszinierend, daß der Song dabei trotzdem in die Beine geht.
- Roy's Scat: Wie der Titel schon sagt, ist hier Roy Ayers mit von der Partie. Auch er braucht keinen "richtigen" Text - ihm reicht ein "shoobeedoobeedadow" für einen coolen Scat. Echt wahr.
- You can do it: Man hat von George Benson nach den 80ern ja nicht mehr viel gehört und erst recht nichts erwartet. Aber hier zeigt er nochmal, was er draufhat. Und mit so viel Groove hat man ihn auch früher nicht so oft gehört.
Aber auch die anderen Songs sind klasse. Ich kann nur empfehlen: Reinhören oder noch besser gleich kaufen. Diese CD tut jeder Sammlung gut.