Man nehme Musik wie bei Helloween / Gamma Ray, ein Konzept wie bei Ayreon, eine Schmink-Idee wie bei Kiss und jede Menge Pathos wie bei Manowar - fertig ist der "State Of Triumph". Wenn es doch so einfach wäre, eine herausragende Metal Scheibe zu machen ...
Irgendwie alles schon mal dagewesen, nur bei den Originalen jeweils besser. Nicht, dass ich an Metalium handwerklich etwas auszusetzen hätte - spielen können sie und Sänger Henning Basse gehört sicherlich zu den besseren seiner Zunft, keine Frage. Auch an der Produktion gibt es nichts zu mäkeln. Also sollte ich doch zufrieden sein und hier nicht rummäkeln? Nee, so einfach ist. Ich will nämlich von jeder Band so etwas Gewisses hören, dass ich hinterher sagen kann: das ist unverkennbar Band xy - nur genau dieses Eigenständige, dieser Wiedererkennungswert geht dieser Scheibe völlig ab (wenn man von Schenkelklopfer-Sprüchen wie "I'm the hero" *brüll* mal absieht). Sorry.
Was das letzte Stück "Music" auf diesem Konzeptalbum soll, bleibt mir ein Rätsel. Das Wort Kitsch wollte ich eigentlich nicht in den Mund nehmen, aber da mit "Prophecy" noch ein weiterer Song in diese Kategorie fällt, tue ich's doch. Und lasse mich auch nicht zu mehr als drei Sternen hinreißen, auch wenn das vielleicht angesichts einiger guter Stücke auf der CD ein wenig zu streng ist. Nochmal sorry.
Das Debüt-Album hat mir um Längen besser gefallen.