Mittlerweile ist der Regierungsbunker soweit zurückgebaut worden, dass nur noch 200 Meter als Museum begehbar sind. Daher ist ein Film wie "State of Emergency" wohl unfreiwillig ein wichtiges Bildzeugnis der Geschichte des Kalten Krieges geworden. Leider, weil die Location dazu missbraucht wird, einen überaus mittelmäßigen Thriller zu inszenieren, bei dem angefangen mit dem Ton (offenbar wurde der mit dem Kameramikro der ohnehin eher schlechten Videokamera abgenommen) bis hin zur Laiendarstellung mehr die Mängel als die Qualitäten auffallen.
Wenn man es schafft über Story und Ausführung hinwegzusehen (hilfreich wäre etwa, den Ton abzustellen), dann bekommt man hochinteressante Innenansichten des Bunkers zu Gesicht. Wenn man den Ton allerdings anlässt, sollte man die Ohren spitzen, denn die DVD ist extrem schlecht abgemischt. Der Soundtrack ist oft so laut, dass man die Dialoge nicht versteht.
Für den Preis kann man das Experiment wagen - oder ihn am besten ausleihen.