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Stasiland [Taschenbuch]

Anna Funder , Harald Riemann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

17. August 2006
Eine Australierin geht auf Entdeckungsreise und erzählt packende Geschichten aus einem fernen Land. Ohne Nostalgie wird die verblichene Welt der DDR ins Visier genommen. Anna Funder stellt Fragen: den Tätern von gestern – Stasiagenten, Kollaborateuren – und ihren Opfern, die sich dem System der Überwachung und Bespitzelung verweigerten. Einzelschicksale in Nahaufnahmen. Literarische Reportagen über ein totalitäres System, die unter die Haut gehen.

„Anna Funder legt den Finger in die Wunde. Sie zeigt Narben, die noch nicht verheilt sind.“
›Saarbrücker Zeitung‹

„Die australische Antwort auf Jana Hensel und Claudia Rusch.“ ›Deutschland Archiv‹

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Stasiland + Alles, was ich bin: Roman
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 4 (17. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596167469
  • ISBN-13: 978-3596167463
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 227.782 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Was haben Australien und Ost-Berlin miteinander gemein? Ganz einfach: Wie in Australien haben die Menschen in Ost-Berlin irgendwie immer das Gefühl, "am Rande von etwas viel Wichtigerem" zu leben. So hat es Anna Funder einmal sehr treffend auf den Punkt gebracht. Und wer einmal im Osten der deutschen Hauptstadt einen Zug durch die Gemeinde unternommen und den Leuten in den Bierstuben zugehört hat, der weiß, dass nur wenige Kilometer vom neuen bundesdeutschen Regierungsviertel entfernt viele Menschen immer noch glauben, das eigentliche, das richtige Leben fände ganz woanders statt. Wie es aussieht? Keine Ahnung, jedenfalls anders als das eigene.

Leuten aufmerksam zuhören zu können und sich aus dem, was sie zu hören bekommt, ein sehr genaues Bild zu machen, gehört zu den vielen Stärken der australischen Juristin, Filmemacherin, Autorin und ehemaligen Studentin an der FU Berlin, die für die 2002 zuerst auf Englisch erschienene Stasiland-Reportage zu Recht bereits eine ganze Reihe namhafter Preise eingeheimst hat. Manche ihrer Gesprächspartner hat Funder per Zeitungsinserat in der Märkischen Allgemeinen gefunden: "Suche: ehemalige Stasi-Offiziere und Inoffizielle Mitarbeiter zwecks Interview." Daraus, was sie in diesen Interviews, in Gesprächen mit Freunden und einfach durchs Zu- und Hinschauen beim Leben in Berlin erfahren hat, hat sie ein unbedingt lesenswertes Buch gestrickt.

Was für ein Art Buch das nun ist (einfach ein Sachbuch oder besser vielleicht ein nonfiktionaler Roman?), ist dabei völlig nebensächlich. Jedenfalls aber ist es ein ungeheuer intelligent komponiertes Dokument der Zeitgeschichte, das zudem hervorragend geschrieben ist. Schön, dass es einen Verlag gefunden hat, der die Übertragung ins Deutsche auch einem guten Übersetzer (Harald Riemann) überantwortet hat. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Pressestimmen

Berührende Episoden - gründliche Recherche - durchkomponiert wie ein Roman. (Die Welt)

Ein Meisterwerk des inverstigativen Journalismus - fast ein Roman. (The Sunday Times) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Australierin wider das Vergessen von Unrecht 8. Februar 2006
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In nüchternem und kollagenhaften, oft interviewhaften Stil schreibt die Autorin, deren Werk nicht nur ihr Debut ist, sondern zugleich von Universitäten, staatlichen Stiftungen, dem Goethe-Institut und namenhaften Unternehmen aus aller Welt gefördert wurde, was einer Ausländerin im gewendeten (Ost)Deutschland, in dem sie längere Zeit lebte, auffällt.
Ohne Vorurteil beschreibt sie an Hand ihrer während ihres Deutschlandaufenthaltes geführten Gespräche verschiedene Lebensläufe, die von der Stasi beeinflusst wurden - vom zur Mitarbeit Gezwungenen, zum Opportunisten, von der überlebenden Frau eines von der Stasi Ermordeten bis zu K.-E. v. Schnitzler, den sie ebenso bei ihren Recherchen besucht hat wie das Stasi-Foltergefängnis in Berlin-Hohenschönhausen oder die Mitarbeiter des BUSt in Zirndorf, die in den kommenden 375 Jahren (!) die von der Stasi zerstörten Unterlagen rekonstruieren sollen.
Wohl gerade wegen der Sachlichkeit, mit der diese Vitae dargestellt werden, ist die erkennabre Brutalität, Verblendung und vor allem ethischen Primitivität der Stasi so erschütternd. Ebenso erschütternd ist die in Funders Schlusskapiteln erkennbare Resignation darüber, dass wir Deutschen uns immer weniger für die Opfer der DDR-Diktatur zu interessieren scheinen und stattdessen die ehemaligen Täter die Gelelgenheit bekommen, sich selbst als Opfer darzustellen oder aber gar wieder in Stellungen zu kommen, aus denen Sie die Opfer des Stalinismus unter anderen Vorzeichen mit gleichen Methoden drangsalieren und weiterverfolgen.
Der Blick von außen ist einerseits unverfänglich, vor allem aber erhellend, so auch hier.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und unglaublich 28. Dezember 2004
Von S. Hazler
Format:Taschenbuch
Für mich eines der besten Bücher, die je über die DDR veröffentlicht wurden.
Anna Funder hat brilliant recherchiert, interessante Leute getroffen (berühmt-berüchtigt, aber auch ganz "normale" Menschen), ihre Geschichten niedergeschrieben und in knapper Form zum Teil mit eigenen Gedanken bewertet. Für mich haben sich viele interessante Fakten aufgetan, viele sorgsam recherchierte Kleinigkeiten, die den Wert des Buches ausmachen. Es liest sich -jedenfalls für mich- nicht sehr schnell, da die meisten Fakten und persönliche Schicksale doch harte Kost sind. Die Autorin schafft es, dass das Buch nicht ausschließlcih anklagend ist, sondern vielmehr beleuchtet sie beide Seiten (Stasi und Opfer) und schafft somit auch etwas "Verständnis" für die "ausführende" Partei. Sehr empfehlenswert!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Buch hat mir meine Ex-Freundin (selbst aus Ostdeutschland und "Republik-Flüchtling") im englischen Original geschenkt. Aus ihren Worten entnehme ich, dass sie ihre eigene Geschichte an vielen Stellen wieder erlebt hat. Offensichtlich hatte die Arbeit der Stasi also System - ein System, das in diesem Buch sehr gut beschrieben ist.
Umgekehrt habe ich bei der Lektüre viele Zitate on Arbeitskollegen und Bekannten aus Neufünfland wieder entdeckt - von Menschen, die ihre eigene Arbeit als IM rechtfertigten, von Menschen, die den Stasi-Terror im Nachhinein relativierten und von Menschen, die heute, mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, ihre Würde verloren zu haben glauben.
Und ich komme zu der Einschätzung: Dieses Buch ist hilfreich für Menschen aus Ost und West und von sonstwoher, die das System der totalen Staatsüberwachung a la DDR nachvollziehen wollen. Für Menschen, die nur ihre Vorurteile bestätigt wissen wollen, ist es eher nicht.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was kann eine junge Australierin davon verstehen? 3. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Ich habe die englische Version dieses Buches gelesen.
Ich habe mich vorher gefragt, "was kann eine junge Australierin, die zuerst Mitte der 90er Jahren im Osten war, dazu addieren?" Die Schicksale, die beshrieben werden, sind alltaeglich. Die neutrale Betrachtung einer jungen nicht beteiligten Auslaenderin, total unbefangen, ist der Grund fuer den Erfolg.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegen das Vergessen 29. August 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Für mich ist dieses Buch eines der besten und mutigsten Bücher über die DDR-Vergangenheit.
Anna Funder beschreibt in einer Einzigartigkeit von den perfiden Methoden des Überwachungsstaates. Die authentischen Beschreibungen, belegt durch persönliche Schicksale, Quellen und Zitate machen dieses Buch zu einem Bestseller, der über die übliche Schwarz-Weiss-Malerei hinaus geht.
Bezeichnend für mich bleibt die Tatsache, dass Anna Funder
jahrelang keinen Verleger in Deutschland fand und das Buch zuerst in Australien erschien und dort für Aufsehen sorgte.
Ein Meisterwerk, besonders empfehlenswert!
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27 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergangenheitsbewaeltigung 18. Februar 2004
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das Buch sollte Pflichtlektuere werden. Ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der DDR Diktatur. Offensichtlich bedurfte es einer Australierin die unbefangen an diese Epoche der deutschen Geschichte herangehen konnte.
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5.0 von 5 Sternen Stasiland 23. August 2014
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Auch wenn das Buch von einer "Nicht-Deutschen" geschrieben wurde, es ist dennoch wichtig, aus dieser Zeit zu schreiben. Alles in allem kann man diese DDR innerlich und äußerlich nur als erbärmlich und jämmerlich bezeichnen und die Akteure, die dort mitgewirkt haben, ebenso. Nach der sogennanten "Wende" fand man ein Land vor, das man nur als marode bezeichnen kann, innerlich wie äußerlich. Die "friedliche Revolution" fand auch erst dann statt, als nichts mehr zu machen war und das Land eh dem Untergang geweiht war. Revolution hätte Jahre vorher stattfinden sollen; die wirklichen Helden haben ihr Leben beim Versuch der "Republikflucht" riskiert und nicht kurz vor dem "Einsturz der Mauer" an den "Montagsdemonstrationen". Es wird von den ewig Gestrigen gesagt, dass nicht alles schlecht in der DDR war, was aber war denn GUT?
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Super
Ein gut lesbares, sehr gut recherchiertes Buch, das interessant ist und viel authentische Schicksale aufzeigt. Nach dem zweiten Buch von Anna Funder wieder ein total gutes Buch!
Vor 29 Tagen von G. Lesen veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Polemik und spannende Unwahrheiten über das Leben in der DDR
Fesselnd geschrieben, aber beim Lesen des Buches wurde ich immer wütender über so viel haltlose Unwahrheiten über das Leben in der DDR, dass die Frage nicht... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von [BG] Vincent L. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Fakten und Emotionen humorig unterhaltsam zusammengefasst
Ich bin auf Anna Funders Buch "Stasiland" gestoßen, weil ich mich für die alltäglichen Schweinereien gegen unbequeme oder auch nur nicht 100% linientreue... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von K. U. Funke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klasse
Solche Bücher mag ich: sparsam lesen, damit der Genuss länger andauert. Und nicht verleihen, man kriegt es nämlich nicht wieder zurück!
Vor 17 Monaten von leseratz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen der fremde Blick bereichert
Das Buch der australischen Autorin Anna Funder gehört in eine Reihe mit Timothy Garton Ashs "Die Akte Romeo" und "Lügendetektor" (Vernehmungen im besiegten Deutschland... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Literaturclub veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen super interessantes und gut geschriebenes Buch mit wahrem Hintergrund
spannende Geschichten, die einem die ehemalige DDR aus verschiedensten Sichtweisen näher bringen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Sabine Heeren veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Für mich war die Lektüre nur enttäuschend. Ein lobenswertes Vorhaben als Außenstehende über eine untergegangene "Diktatur" zu schreiben, das Ergebnis ist... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Mai 2008 von Marina Ide
5.0 von 5 Sternen Ein beeindruckender Augenöffner
Ich habe mir dieses Buch passenderweise in der Gedenkstätte Hohenschönhausen gekaufen und förmlich verschlungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Januar 2008 von Susanne Goga-klinkenberg
5.0 von 5 Sternen Großartig
Die Australierin Anna Funder kommt nach Berlin wenige Jahre nach der Wende und sucht Spuren der SED-Diktatur, insbesondere wie sich diese Diktatur im alltäglichen Leben der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Dezember 2007 von Mathias von Gersdorff
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