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Stasiland [Taschenbuch]

Anna Funder
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 342 Seiten
  • Verlag: Europäische Verlagsanstalt; Auflage: 1 (9. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3434505768
  • ISBN-13: 978-3434505761
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 576.174 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Anna Funder
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Was haben Australien und Ost-Berlin miteinander gemein? Ganz einfach: Wie in Australien haben die Menschen in Ost-Berlin irgendwie immer das Gefühl, "am Rande von etwas viel Wichtigerem" zu leben. So hat es Anna Funder einmal sehr treffend auf den Punkt gebracht. Und wer einmal im Osten der deutschen Hauptstadt einen Zug durch die Gemeinde unternommen und den Leuten in den Bierstuben zugehört hat, der weiß, dass nur wenige Kilometer vom neuen bundesdeutschen Regierungsviertel entfernt viele Menschen immer noch glauben, das eigentliche, das richtige Leben fände ganz woanders statt. Wie es aussieht? Keine Ahnung, jedenfalls anders als das eigene.

Leuten aufmerksam zuhören zu können und sich aus dem, was sie zu hören bekommt, ein sehr genaues Bild zu machen, gehört zu den vielen Stärken der australischen Juristin, Filmemacherin, Autorin und ehemaligen Studentin an der FU Berlin, die für die 2002 zuerst auf Englisch erschienene Stasiland-Reportage zu Recht bereits eine ganze Reihe namhafter Preise eingeheimst hat. Manche ihrer Gesprächspartner hat Funder per Zeitungsinserat in der Märkischen Allgemeinen gefunden: "Suche: ehemalige Stasi-Offiziere und Inoffizielle Mitarbeiter zwecks Interview." Daraus, was sie in diesen Interviews, in Gesprächen mit Freunden und einfach durchs Zu- und Hinschauen beim Leben in Berlin erfahren hat, hat sie ein unbedingt lesenswertes Buch gestrickt.

Was für ein Art Buch das nun ist (einfach ein Sachbuch oder besser vielleicht ein nonfiktionaler Roman?), ist dabei völlig nebensächlich. Jedenfalls aber ist es ein ungeheuer intelligent komponiertes Dokument der Zeitgeschichte, das zudem hervorragend geschrieben ist. Schön, dass es einen Verlag gefunden hat, der die Übertragung ins Deutsche auch einem guten Übersetzer (Harald Riemann) überantwortet hat. --Andreas Vierecke

Pressestimmen

Berührende Episoden - gründliche Recherche - durchkomponiert wie ein Roman. (Die Welt)

Ein Meisterwerk des inverstigativen Journalismus - fast ein Roman. (The Sunday Times)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In nüchternem und kollagenhaften, oft interviewhaften Stil schreibt die Autorin, deren Werk nicht nur ihr Debut ist, sondern zugleich von Universitäten, staatlichen Stiftungen, dem Goethe-Institut und namenhaften Unternehmen aus aller Welt gefördert wurde, was einer Ausländerin im gewendeten (Ost)Deutschland, in dem sie längere Zeit lebte, auffällt.
Ohne Vorurteil beschreibt sie an Hand ihrer während ihres Deutschlandaufenthaltes geführten Gespräche verschiedene Lebensläufe, die von der Stasi beeinflusst wurden - vom zur Mitarbeit Gezwungenen, zum Opportunisten, von der überlebenden Frau eines von der Stasi Ermordeten bis zu K.-E. v. Schnitzler, den sie ebenso bei ihren Recherchen besucht hat wie das Stasi-Foltergefängnis in Berlin-Hohenschönhausen oder die Mitarbeiter des BUSt in Zirndorf, die in den kommenden 375 Jahren (!) die von der Stasi zerstörten Unterlagen rekonstruieren sollen.
Wohl gerade wegen der Sachlichkeit, mit der diese Vitae dargestellt werden, ist die erkennabre Brutalität, Verblendung und vor allem ethischen Primitivität der Stasi so erschütternd. Ebenso erschütternd ist die in Funders Schlusskapiteln erkennbare Resignation darüber, dass wir Deutschen uns immer weniger für die Opfer der DDR-Diktatur zu interessieren scheinen und stattdessen die ehemaligen Täter die Gelelgenheit bekommen, sich selbst als Opfer darzustellen oder aber gar wieder in Stellungen zu kommen, aus denen Sie die Opfer des Stalinismus unter anderen Vorzeichen mit gleichen Methoden drangsalieren und weiterverfolgen.
Der Blick von außen ist einerseits unverfänglich, vor allem aber erhellend, so auch hier. Und das obwohl es der Autorin entgangen ist, dass die SED-PDS bis heute nicht zu ihrer historischen Verantwortung steht und die Kosten für das von ihr begangene Unrecht auf alle Deutschen sozialisiert hat.

In Zeiten einer den Blick auf die Realitäten gezielt verstellenden Ostalgie ist das Buch empfehlenswert für jeden Geschichtskurs und auch im Deutschunterricht neben "Die rote Schleife an Stalins Bart" gut brauchbar.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fesselnd und unglaublich 28. Dezember 2004
Von S. Hazler
Format:Taschenbuch
Für mich eines der besten Bücher, die je über die DDR veröffentlicht wurden.
Anna Funder hat brilliant recherchiert, interessante Leute getroffen (berühmt-berüchtigt, aber auch ganz "normale" Menschen), ihre Geschichten niedergeschrieben und in knapper Form zum Teil mit eigenen Gedanken bewertet. Für mich haben sich viele interessante Fakten aufgetan, viele sorgsam recherchierte Kleinigkeiten, die den Wert des Buches ausmachen. Es liest sich -jedenfalls für mich- nicht sehr schnell, da die meisten Fakten und persönliche Schicksale doch harte Kost sind. Die Autorin schafft es, dass das Buch nicht ausschließlcih anklagend ist, sondern vielmehr beleuchtet sie beide Seiten (Stasi und Opfer) und schafft somit auch etwas "Verständnis" für die "ausführende" Partei. Sehr empfehlenswert!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gegen das Vergessen 29. August 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Für mich ist dieses Buch eines der besten und mutigsten Bücher über die DDR-Vergangenheit.
Anna Funder beschreibt in einer Einzigartigkeit von den perfiden Methoden des Überwachungsstaates. Die authentischen Beschreibungen, belegt durch persönliche Schicksale, Quellen und Zitate machen dieses Buch zu einem Bestseller, der über die übliche Schwarz-Weiss-Malerei hinaus geht.

Bezeichnend für mich bleibt die Tatsache, dass Anna Funder
jahrelang keinen Verleger in Deutschland fand und das Buch zuerst in Australien erschien und dort für Aufsehen sorgte.

Ein Meisterwerk, besonders empfehlenswert!

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Die neuesten Kundenrezensionen
Enttäuschend
Für mich war die Lektüre nur enttäuschend. Ein lobenswertes Vorhaben als Außenstehende über eine untergegangene "Diktatur" zu schreiben, das Ergebnis ist... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Mai 2008 von Marina Ide
Ein beeindruckender Augenöffner
Ich habe mir dieses Buch passenderweise in der Gedenkstätte Hohenschönhausen gekaufen und förmlich verschlungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Januar 2008 von Susanne Goga-klinkenberg
Großartig
Die Australierin Anna Funder kommt nach Berlin wenige Jahre nach der Wende und sucht Spuren der SED-Diktatur, insbesondere wie sich diese Diktatur im alltäglichen Leben der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Dezember 2007 von Mathias von Gersdorff
Kein Buch für Ostalgiker und kein Buch für Besser-Wessis
Dieses Buch hat mir meine Ex-Freundin (selbst aus Ostdeutschland und "Republik-Flüchtling") im englischen Original geschenkt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. August 2005 von F. Pueckler
Geschwätzig und wenig aufschlussreich
Die Australierin Anna Funder hat, mehrere Jahre nach der Wende, einige Zeit in Berlin verbracht und Menschen interviewt, die aktiv oder passiv mit der Stasi zu tun hatten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juni 2005 von Christopher Camp
Was kann eine junge Australierin davon verstehen?
Ich habe die englische Version dieses Buches gelesen.

Ich habe mich vorher gefragt, "was kann eine junge Australierin, die zuerst Mitte der 90er Jahren im Osten war, dazu... Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 3. Oktober 2004 von G. R. Townsend
welche ddr-diktatur ?
hallo lieber rezent über mir... welche "Diktatur" muß aufgearbeitet werden ??? ... mir wird immer ganz aufmüpfig, wenn ich des nur höre... Lesen Sie weiter...
Am 4. Juli 2004 veröffentlicht
Vergangenheitsbewaeltigung
Das Buch sollte Pflichtlektuere werden. Ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der DDR Diktatur. Offensichtlich bedurfte es einer Australierin die unbefangen an diese Epoche der... Lesen Sie weiter...
Am 18. Februar 2004 veröffentlicht
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