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Stasi konkret: Überwachung und Repression in der DDR [Taschenbuch]

Ilko-Sascha Kowalczuk
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

12. Februar 2013
Eine lückenlose Überwachung von Post und Telefon, ein Spitzel in jeder Kneipe, die Verstrahlung von Oppositionellen – es gibt nur wenig, was man der Stasi nicht zutraut. Doch was konnten Mielkes Männer wirklich? Dass sie alles wussten, mithörten und kontrollierten, vermuteten viele Menschen in der DDR. Die Stasi selbst schürte diesen Mythos, um den Anpassungsdruck zu erhöhen. Nach 1989/90 ist das MfS zudem regelrecht dämonisiert worden. Ließ sich die Verantwortung für die SED-Diktatur auf diese Weise doch bequem auf einer einzigen ihrer Säulen abladen. Ilko-Sascha Kowalczuk erzählt in diesem Buch die Geschichte der Stasi, zeigt, wer ihre Gründer waren und hinterfragt manche der scheinbaren Gewissheiten, die sich mit ihrem Bild verbinden. So liefert er etwa gute Argumente dafür, dass die Zahl der IM nur halb so hoch gelegen haben dürfte, wie gemeinhin angenommen, und dass die Intensität der Postkontrolle und der Einfluss im Westen überschätzt werden. Viel zu lange hat sich die Forschung an den Plänen, Begrifflichkeiten und Kategorien des MfS orientiert. Es wird Zeit für eine Geschichte von unten, die fragt, was die Stasi konkret tat. Die DDR wird nicht Stasi-, sondern vollkommen zutreffend SED-Diktatur genannt.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 428 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (12. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406638384
  • ISBN-13: 978-3406638381
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 228.042 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ilko-Sascha Kowalczuk, geb. 1967, Dr. phil., Historiker, war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit“ und arbeitet seit mehreren Jahren als Projektleiter in der Forschungsabteilung der Stasi-Unterlagen-Behörde. Bei C.H.Beck liegen von ihm vor: „Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR“ (2009), „Die 101 wichtigsten Fragen DDR“ (2009).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke STASI-Fakten und -Fragen 19. April 2013
Von Neuschäfer TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Ilko-Sascha Kowalczuk kommt kompakt, kompetent und konkret gleich zur Sache, wenn es um die Sachlichkeit einer Auseinandersetzung um die STASI in der sogenannten DDR geht. Auf über 400 Seiten bietet der Projektleiter in der STASI-Unterlagen-Behörde seine Einsichten und Einblicke zum DDR-Alltag an und geht auch auf Anfragen und Anklagen ein.
Dabei relativiert er manches und wird manchem damit bestimmt auch zudienste sein. Doch die Herausforderung ist ja gerade die Annäherung an die Realität.

Der Autor warnt vor einer Überschätzung der STASI und wartet auf mit dem Gedanken, dass es eine lückenlose Überwachung von Post und Telefon, ein Spitzel in jeder Kneipe, die Verstrahlung von Oppositionellen usw. zwar auch, aber vielleicht auch etwas anders nuanciert gegeben hat.
Auch die STASI liess sich hinters Licht führen und war noch lange ncht über alles und jeden informiert. Dennoch war klar, dass sie nahezu alles wusste, mithörte und kontrollierte. Doch nicht weniges war nach Meinung des Historikers durchaus überspitzt bezüglich der Spitzel dargestellt. Hinsichtlich der Schweigespiral-Vorstellung kann man davon ausgehen, dass die STASI selbst den Mythos der Allmacht und Allpräsenz schürte, um den Anpassungsdruck zu erhöhen.

Dieses Buch bringt durchaus narrativ die Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit zum Tragen und geht dem nach, wer seine Gründer waren. Dazu hinterfragt er manches scheinbar gesichertes Wissen und Gewissheiten.
So kann die Zahl der IM vielleicht beträchtlich geringer gewesen sein als vielerorts angenommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nützliches Buch 7. März 2014
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Sehr wichtiges Buch zu einem wichtigen Thema. Habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und mir direkt ein weiteres Buch des Verfassers gekauft. Bei dieser Gelegenheit: Die Podcasts der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sind wirklich gut.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen so la la 25. April 2014
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Den Anspruch auf unparteiische bzw. sachliche Darstellung ohne Emotionen erfüllt das Buch nicht. Schade, es wäre Zeit, das Thema mal umfassend und ohne sticheln aufzuarbeiten. Rein inhaltlich sicherlich ordentlich recherchiertes Buch.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen enttäuschend 21. Oktober 2013
Von Stefanius
Format:Kindle Edition|Verifizierter Kauf
Da ich sehr neugierig auf eine wissenschaftliche Analyse des DDR Geheimdienstapperates war, habe ich dieses Buch erworben.
Leider wurde ich bis auf einige wenige Informationen enttäuscht.
Der Autor weißt im Verlauf des Buches immer wieder auf den wissenschaftlichen Charakter des Buches hin, missachtet allerdings maßgebliche Vorrausetzungen für eine wissenschaftliche Analyse. Man spürt dass der Autor sich dem Thema mit einer fertigen Meinung nähert und somit kein Wertungsfreies, Fakten-basiertes Bild entwickelt.

Das ist sicher schwierig, aber leider führen Interpretationen des Autors zu fehlerhaften Aussagen, welche sich leicht durch Recherche hätten wiederlegen lassen können. Darüber hinaus erfolgt auch hier eine äußerst einseitige Betrachtung dieses Apparates. Selbst bei Guido Knopp konnte ich gestern erfahren, dass es auch gute Gründe für einen Geheimdienst in der DDR gab unter der Voraussetzung des kalten Krieges. Entsprechende Analysen werden vom Autor nicht durchgeführt. Dafür erfährt der Leser das der einstiege Spionagechef Wolf sein Buch "Die Troika" unter Zuhilfenahme des MfS Apparates schrieb. Empört nutze ich "Google" um weite-res zu erfahren, musste aber feststellen, dass die Fakten wesentlich weniger brisant sind, als die suggestive Sprache des Autors vermuten lässt.

Bezüglich der perfiden Zersetzungs und Unterdrückungsmethoden gegen die Opposition, gibt es keine wirklich neuen Informationen.

Ich würde das Buch nicht wieder kaufen.
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6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Meinungsstarkes populärwissenschaftliches Buch 29. April 2013
Von D-4718161
Format:Taschenbuch
Ilko-Sascha Kowalczuk selbsterklärtes „Ziel beim Schreiben bestand darin, das MfS als Teil der Diktatur im SED-Staat und in der DDR-Gesellschaft zu verorten“.

Forsch erklärt der Historiker in seiner Einleitung, „der zeitgenössische und weit verbreitete Quellenbegriff ‚Kalter Krieg‘ kommt in diesem Buch ebenso wenig vor wie andere von einigen Historikern favorisierte Termini wie etwa ‚Systemkonkurrenz‘“. Mit dieser geschickten Herauslösung der MfS-Geschichte aus dem historischen Zusammenhang gelingt es dem Autor, ein Bild von der „Geheimpolizei“ zu zeichnen, das sie regelmäßig als irrationale und durchgeknallte Truppe vorführt, die massenhaft und wahllos unschuldige Menschen "abholt", "foltert", "verurteilt" und "einsperrt".

Kowalczuk beschreibt das Wirken der „Geheimpolizei“ und den Umgang mit den Menschen, die mit ihr zu tun hatten sehr wertend und ergreift in einer Art Partei, wie es eher in einer Kampfschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung oder eines KgU-Altkämpfers zu erwarten gewesen wäre. Ein Historiker sollte etwas mehr Distanz zum Forschungsobjekt halten.

Dass dies möglich ist, hat der Historiker Bernd Stöver in seinem Buch Die Befreiung vom Kommunismus. Amerikanische 'Liberation Policy' im Kalten Krieg 1947-1991 2002 in beeindruckender Weise bewiesen.
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