Da kommen fünf Jungs aus einem Londoner Vorort (Staines) und wollen mit Ihrem Debüt-Album "Stars of CCTv" dem bereits kräftig in Fahrt geratenen Neo-Brit-Pop-Zug noch einen neuen Wagen anhängen. Nebenbei erklären Hard-Fi auch noch Eminems Verkaufszahlen als ihr erklärtes Ziel. Nicht wenig für den Anfang. Kann das Album denn all diese vollmundigen Ankündigungen erfüllen? Zum Teil auf jeden Fall. Die zweite Single "Hard To Beat" ist - ich kanns nicht anders sagen - eine treibende Hymne. Und die anderen 10 Tracks der CD erfüllen auch alles was wir schon an den anderen Bands des aktuellen britischen Pop-ICE's lieben: treibende Beats, krachende Gitarren, ekstatische Vocals und einprägsame Melodien. Dem großen Erfolg sollte also nichts im Wege stehen. Hard-Fi machen nichts wirklich innovatives, sie hängen der Rock-Lokomotive keinen neuen Wagen an, aber wie sie Ihre 80-Jahre-Helden mit aktuellen Einflüssen vermischen macht einfach Spaß. Die Songs sind einprägsam und kriegen vor dem abdriften ins Seichte immer die richtige Kurve. Und wenn man es am Ende doch allzu kritisch betrachten möchte, die Songs einem zuviel aus der Rock- und Pop-Geschichte zitieren, bleibt trotzdem "Hard To Beat" - und das ist und bleibt eine verdammte Hymne!