Endlich: Ein neuer Roman von Michael Molsner!
Und zudem: Ein unglaublich guter - neuerlich!!
Zum Autor: Michael Molsner, Jahrgang 1939, zählt zu den Urvätern/Begründern der anspruchsvollen, deutschsprachigen Kriminalliteratur (Friedrich-Glauser-Ehrenpreis für Verdienste um die deutsche Kriminalliteratur / 1998).
In seinen Krimis, die auf eigene Recherchen zurückgehen, erzählt er von Menschen, die sich verrannt haben, und von ihren Versuchen, sich neue Möglichkeiten zu schaffen. Und davon, was es an Schmerzen und Geld kostet. Und vor allem, was es letztendlich bringt.
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Zum Inhalt: Den guten alten Freund wiederzusehen ist dann keine Freude, wenn es in Huntsville, Texas, USA, geschieht - mit Handfesseln und in einem Käfig eingepfercht.
Werner Reisser wurde für den Mord an einer minderjährigen Prostituierten zum Tode verurteilt. Er hat inzwischen den Glauben daran verloren, daß seine Unschuld beweisbar ist, klammert sich aber an einen letzten Strohhalm: ein Gnadengesuch, unterstützt vom Journalisten Mike Ratys. Und Gnade finden soll nicht Reisser, sondern sein Herz. Denn es ist nicht sein eigenes. In Reissers Brust schlägt ein Transplantat, das Herz eines unschuldigen, rechtschaffenen deutschen Staatsbürgers.
Aber Ratys bezweifelt, daß dieser Weg seinem Freund aus der Death Row heraushelfen wird. Und war der besagte deutsche Bürger, der zwei Jahre zuvor nach einem Unfall zum Herzspender wurde, überhaupt so rechtschaffen? Ratys' Recherchen führen zu Verbindungen, mit denen niemand gerechnet hat, und auf die Spur nicht eines, sondern mehrerer Morde ...
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Textauszug: "Meine Gedanken rasten. Ich mußte meine Kampagne auf dieser Verstrickung aufbauen. Durfte ich von einem Fluch sprechen, der über der Familie hing? Einem Fluch, der die Familie heimsuchte: Der Vater tötet eine Dirne in Ährenfurth. Der Sohn Werner wiederholt das Verbrechen in Rio Diablo. Der Sohn Adolf Otto macht in Nörtingen Station, wo gar zwei Prostituierte umgebracht worden sind ... Der unbescholtene Bundeswehr-Pensionär konnte unangenehm werden, wenn er seinen guten Namen in einem solchen Zusammenhang erblickte.
Ich wandte mich dem Grab zu. Auf dem Stein, einem ungefügen Findling, war neben den Lebensdaten Haralds ein Vers von Goethe angegeben. Früher kannte ihn jedes deutsche Schulkind.
Edel sei der Mensch,
Hilfreich und gut!
Denn das allein
Unterscheidet ihn
Von allen Wesen,
Die wir kennen.
Darunter lag Harald. Ohne sein Herz allerdings, es schlug in der Death Row des Zentralgefängnisses von Huntsville, Texas."
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Ein ergreifendes Buch - Uneingeschränkt empfehlenswert !!
Von daher: => Kaufen & Lesen !!!
Es grüßt - Reinhard Busse