Das Buch wurde mir geschenkt. Gekauft hätte ich es nach einem kurzen Blick ins Innere sicherlich nicht.
Ich habe selten einen solch oberflächlichen Blödsinn gelesen. Al Sprachwissenschaftlerin frage ich mich, wie man auf die Idee kommen kann, das amerikanische Sprachverhalten auf das deutsche Sprachverhalten der Frauen zu übertragen. Wusste denn zumindest die Übersetzerin Frau Liebl nicht, dass im deutschen ganz andere Regeln für die aktive/passive Sprache oder für die Wiederholung von Worten gelten? Die Ratschläge, die hier gegeben werden, sind zum Teil schlichtweg falsch: sie führen nicht zu einer besseren oder - wie das Buch sie nennt - "Sprache der Stärke", sondern lediglich zu einem anderen, weniger guten Stil.
Die Beispiele der erfolgreichen Frauen ("Heldinnen") sind aus dem amerikanischen Raum gegriffen und somit für mich und die meisten anderen Leserinnen nicht interessant. Wer weiß denn hier schon, wer Margret Chase Smith oder Julia Penelope ist?
Viele Ratschläge in diesem Buch sind zum Teil derart banal, dass sie schon beleidigtend wirken. Natürlich ist es wichtig, zu wissen was ein Fremdwort bedeutet, bevor man/frau es verwendet...
Wer sich noch nie mit Sprache und Rhetorik beschäftigt hat, der ist mit diesem Buch vielleicht gut bedient. Es ist einfach zu lesen und macht der einen oder anderen Leserin vielleicht Schwachstellen in ihrer Sprache bewusst.
Wer jedoch bewusst liest und schreibt verschwendet mit diesem Buch seine Zeit. Nichts als Pauschalisierungen von Allgemeinwissen.