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Stargirl
 
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Stargirl [Gebundene Ausgabe]

Jerry Spinelli
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 206 Seiten
  • Verlag: Dressler; Auflage: 3., Aufl. (Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3791519603
  • ISBN-13: 978-3791519609
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 149.281 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Toleranzfelder und Spielräume
«Normalität» in neuen Jugendbüchern
In der Pubertät suchen Jugendliche ihren Platz in der Gesellschaft. Sie ordnen sich ein in das Feld der «Normalität», während sie gleichzeitig dessen Grenzen testen. In einer liberalen Gesellschaft sind solche Grenzen flexibel. Neuere Jugendbücher loten diese aus und reflektieren so das Verhältnis von «normal» und «abweichend». «Wo ‹Normalität› beredet wird, da ändert sich sozusagen das Wetter.» Dies schreibt der Literaturwissenschafter und Diskurstheoretiker Jürgen Link in seinem Buch «Versuch über den Normalismus – Wie Normalität produziert wird». Metaphorisch spielt dieser Satz darauf an, dass «Normalität» in unserer Zeit und Kultur keine feste Grösse ist, dass sie vielmehr verhandelt werden und sich verändern kann. Sie bildet also eine gesellschaftlich operative, eine graduelle Kategorie, die sich grafisch in einer Gauss-Kurve mit breiter Mittelzone und zwei schmal auslaufenden Extremen abbildet. «Normal» ist nicht etwa, was einer vorgeschriebenen Norm entspricht, sondern was innerhalb eines Toleranzfeldes als nicht ernsthaft störend empfunden wird. Dynamisierte Normalfelder Gerade Jugendliche reizen solche Normalitätszonen gerne aus. Neuere Jugendbücher versuchen diese Experimentierlust nicht etwa zu bremsen und den Heranwachsenden reine Idealbilder aufzudrängen oder sie normativ in Schranken zu weisen. Erzählend dynamisieren sie vielmehr die bestehenden Normalfelder. Einige dieser Romane stützen das System, indem sie geglückte flexible oder gescheiterte rigide Normalisierungsversuche zeigen und durch vorsätzlich andere Perspektiven Toleranzgrenzen verschieben. Andere wiederum stellen die Normalisierung überhaupt in Frage und kehren die Verhältnisse auch einmal um. So gebärdet sich der Protagonist und Ich-Erzähler in Friedrich Anis Buch «Wie Licht schmeckt» für den Leser immer seltsamer, während die blinde Sonja sich in seinem Bericht selbstverständlich, sicher und «normal» in der Welt bewegt. Mit ihr stösst Lukas buchstäblich zusammen, als er sich zu seinem vierzehnten Geburtstag drei Tage freinimmt vom Elternhaus. Er ist fasziniert und zugleich verunsichert von der 17-Jährigen, die durch einen Unfall ihr Augenlicht verloren hat. Mit deutlichen Reverenzen an Beckett handelt Anis Roman raffiniert und betont gedämpft von einer verkehrten Welt, in der der Held förmlich aus der Rolle fällt, es ihm die Sinne verwirrt und der Kontrast «normal» und «abweichend» seine übliche Geltung verliert, ohne dass jedoch die Differenz aufgehoben wird. Ebenfalls aus der Ich-Perspektive schildert Mirjam Presslers Buch «Für Isabel war es Liebe» eine Art Selbst-Normalisierung. In der Rahmenerzählung verarbeitet die 22-jährige Isabel ihr Anderssein. Erzählend fügt sie einen Alltag zusammen, der vorher «in Stücke zerbrochen, in verschiedene Welten» geteilt war, die wie Eisschollen um sie herum schwammen und zwischen die sie zu stürzen drohte. Isabels Bericht geht fünf Jahre zurück. Als 17-Jährige hatte sie erstmals lesbische Liebe am eigenen Leib erlebt, gerade als ihre Mutter an Krebs erkrankte. Sensibel, erotisch, offen und stets abgewogen verbindet der Roman den Akt des assoziativen Erzählens und die erzählte Handlung. Diffizile Verständigung Eher dialogisch lotet «Gut geflunkert, Zilo!» des türkischen Autors Yasar Kemal die «Normalität» aus. Das Buch zeigt auf, dass diese auch eine Frage der Perspektive ist. In einer Mischung aus Interview und Erzählung berichtet ein erwachsenes Ich von einer angeblich 14- jährigen Jugendlichen, Zilo, von ihrem Leben in Armut und Ausgegrenztheit. Erschütternde Ereignisse stehen wie selbstverständlich neben rührenden oder gewöhnlichen. Indem der Erzähler Zilo stets mit Respekt gegenübertritt und weder ihre Lügen deckt noch ihre Geheimnisse preisgibt, ist das Buch ein äusserst geglückter Versuch einer diffizilen Verständigung. Wie unglücklich dagegen eine gewaltsame Normalisierung ausgehen kann, schildert kritisch – wenn auch zuweilen etwas pathetisch und überzogen – der Amerikaner Jerry Spinelli in «Stargirl» . Im Rückblick berichtet der Ich-Erzähler Leo von einem eigenartigen Mädchen, das sich nicht in die Uniformität einer High School fügen konnte. Nach einem Wechselbad von Skepsis, Bewunderung und Abstossung vertreiben die Mitschüler die Exotin schliesslich wieder und wahren ihren rigiden Normalismus. Im Nachhinein erkennt Leo wehmütig vage die verpasste Chance. Die Schüler haben sich für die Sicherheit, für die nüchterne Uniform entschieden und gegen die wilden, bunten Aufzüge, die lustvolle Originalität des Mädchens, das vermeintlich von einem fremden Stern kam. Im Gegensatz zu den drei anderen Büchern lässt Spinellis Roman wenig Spielraum unter der Gauss-Kurve.

Kurzbeschreibung

Stargirl heiát die neue Schlerin an der Mica Highschool in Arizona. Natrlich ist das nicht ihr richtiger Name, aber er passt zu ihr wie kein zweiter. Vom ersten Tag an ist sie Schulgespr„ch, ein exotisches Wesen zwischen ihren angepassten Mitschlern - und wie ein leuchtender Stern in Leos eint”nigem Alltag. Doch nach einer ersten Phase des Staunens und der Bewunderung wenden sich ihre Mitschler von ihr ab. Leo, in Stargirl verliebt, bleibt ihr einziger Freund, leidet aber zunehmend unter der Ausgrenzung durch die anderen. Und so begeht ein einen kapitalen Fehler.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ganz anders als die anderen 21. Februar 2002
Von Ein Kunde
Auf einmal ist sie an der Schule. Das Mädchen, das seine Namen immer dann ändert, wenn es sich danach fühlt, das sich an keine Konventionen hält und das alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ein spannender Roman mit einer originell dargesgestellten Hauptfigur. Es bietet Identifikationsmöglichkeit für Jungen und Mädchen und liefert so einige Anrgeungen auf dem Weg zur Selbstfindung.
Lisa. Soziologin.
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Von Ein Kunde
Auf einmal war es da, Stargirl, das Mädchen, dass ein langes Kleid trägt, eine Ratte bei sich hat und allen eine Freude machen möchte, das Dinge macht, bei denen andere Jugendliche rot anlaufen würden und das erstbeste Mausloch suchen würden, weil es dem "Normalverhalten" nicht entspricht, weil es nicht "cool" ist. Stargirl verliebt sich in den Erzähler und er in sie, aber weil das alles nicht ins Gruppenverhalten passt, werden sie geächtet. Stargirl würde das nichts machen, aber ihrem Freund macht es etwas aus und er versucht sie zu ändern, was misslingt. Stargirl gewinnt einen Sprechwettbewerb und denkt die ganze Schule würde sie wieder integrieren, aber Jugendliche sind grausam, eine schreckliche Niederlage.
Beim Abschlussball tritt Stargirl zum letzten Mal auf - und ist wieder der Star, doch sie zieht für immer weg und gibt ihrer Schule nie wieder die Chance sich zu revangieren.
Schnell zu lesen, aber trotzdem mit viel Charme. Leider muss man auch sagen, dass das Verhalten von Stargirl einzigartig und deshalb unrealistisch ist. Sie bricht alle Regeln, an die sich ein Jugendlicher hält, sie ist ein Mensch, der in der heutigen Schulwelt nie entstanden und nie durchgekommen wäre.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
herrlich eigenartig 13. März 2002
Von "javeha"
Stargirl. Ein Name, der genauso ungewöhnlich ist, wie das Mädchen, dass dahinter steckt. Aber "anders sein" kann man nicht. Jedenfalls nicht auf einer High School in einer amerikanischen Kleinstadt. Stargirl kriegt das zu spüren, lässt sich aber nicht unterkriegen. Fast nicht.
Ein Buch über Höhen und Tiefen, ein ungewöhnliches Mädchen, eine Liebe und die eigene Identität eines jeden.
Regt zum nachdenken an über die eigene Identität in einer immer gleicher werdenden Gesellschaft.
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