...so sagt es zumindest ein altes Sprichwort. Ob das allerdings auch auf SGU zutrifft, wird wohl jeder für sich selbst beantworten müssen. Ich für meinen Teil finde es unheimlich schade das die Serie nach der zweiten Staffel abgesetzt wurde, denn all das hier, formte sich in Season 2 erst richtig zusammen.
KRITIK:
War die erste Staffel meiner Meinung nach nicht so der brüller, konnte sie mich dennoch irgendwie immer wieder begeistern und zum weiterschauen animieren. Vielleicht war es aufgrund der Einfachheit, welche diese Serie mit sich brachte. Ich glaube aber vielmehr das es an den Charakteren und ihren Zügen lag, warum ich persönlich so angetan war. Zugegeben, ich war nie ein großer Fan des Stargate-Universums - immer zuviel Klimbim, zuviel drumherum. Die Einfachheit, das Schiff und die starken Charaktere, das gefiel mir unheimlich gut an Stargate Universe.
Der Cast rund um Robert Carlyle lief in Season 2 so richtig zur Höchstform auf und alle Darsteller ließen ihre Charaktere endlich auftauen. Alles wirkte nun frischer, viele bekamen endlich richtige, glaubhafte Gesichter, rückten mehr in den Vordergrund, Humor trat hinzu, ja alle wuchsen zusammen und kreierten ein wirklich tolles Team mit dem man stellenweise schön mitfiebern konnte. Es entwickelten sich Freundschaften, Beziehungen, feste Strukturen innerhalb der Crew, Defiziete wurden beigelegt und durch Zusammenhalt ersetzt. Ja man schuf hier einfach eine Besatzung, die nun bereit für jedes Abenteuer gewesen wäre.
Die Story gewann zudem endlich an Geschwindigkeit und die Erzählstruktur ließ bei mir zumindest, keine unnötigen Längen mehr aufkommen. Hier wurde zudem viel mehr wert auf die Charaktere und deren Entwicklung gelegt, weshalb mir diese Staffel bzw. Serie auch so gut gefiel. Die Gespräche, die Entwicklungen rund um das Schiff und deren Ziele, Entscheidungen innerhalb der Crew, all das nahm endlich Formen an, ganz zu schweigen von einigen Folgen, welche wirklich wahnsinnig gut waren. Das Ende von Season 2 empfand ich übrigens als ein perfektes Staffelfinale. Doch leider ist das hier ja das Serienfinale. Es kann sich also jeder Zuschauer selber zusammenspinnen, wie es für die Crew weiter gegangen wäre. Eins steht jedoch fest, die Macher haben sich hier in jedem Fall ein Hintertürchen offen gehalten und ich hoffe und drücke die Daumen, das da noch was kommt.
Was mir in Season 2 dagegen wieder weniger gefiel waren zum einen die stellenweise unterirdischen Animationen, welche zwar aufgrund des Seltenheitsgrades kaum auffielen, aber eben doch da waren. Zum anderen störte mich die Verletzungspolitik in SGU, wenn man sie denn so nennen will, denn hier ist jeder Mensch leider nicht länger als eine Folge verletzt, egal ob Schusswunde oder Nierentransplantation. Das ist schade denn man tat solche Geschehnisse immer viel zu schnell ab bzw. verlief sich sowas einfach im Sande, während andere Geschehnisse dagegen bis zum erbrechen ausgeweitet wurden.
FAZIT:
Wer sich durch die erste Staffel gekämpft hat, wird mit der zweiten umso zufriedener sein, sofern man von der charakterlichen Gestaltung angetan ist, denn man wird auch hier nicht mit Action und Special Effects überhäuft. Nein vielmehr dient sie nur als kleine Auffrischung zwischen der Story welche erzählerisch toll strukturiert wurde, noch viel viel Potenzial bot und leider nicht das erhoffte Ende fand. Schade um das Schiff und die Crew.