Selbst Soundtrack-Kenner können wohl mit dem Namen Ilan Eshkeri wenig anfangen. Das verwundert nicht, ist der Score zu "Stardust" neben dem bislang unveröffnetlichten "Hannibal Rising" doch eines der ersten Werke des jungen Komponisten. Und wie jeder Lehrling muss sich auch Eshkeri bei den Großen seiner Zunft orientieren.
Der Soundtrack zu "Der Sternenwanderer" ist deshalb ein gelungenes Potpourrie aus verschiedenen sehr populären Scores der Filmgeschichte. Ob nun Hans Zimmers Piraten-Scores, Howard Shores Mittelerde-Sinfonie oder sogar Woycek Kilars Dracula-Partitüre...irgendwie kommen dem Kenner viele Grundthemen und Stile bekannt vor, die Eshkeri in seinem Score nicht ohne Geschick zusammenfügt.
Dies ist allerdings keineswegs unpassend, stellt doch auch der Film eine gelungene Synthese aus diversen Genreeinflüssen dar. Bei allen Anleihen ist dieser Score stimmig und aus einem Guss und klingt durchgehend nach märchenhaftem, großen Abenteuer. Zu 5 Punkten reicht es freilich nicht, dazu fehlt noch etwas Eigenständigkeit und Innovation. Aber aller Anfang ist schwer...und doch wohnt ihm stets ein Zauber inne...