Nachdem ich am Donnerstagabend nach dem Testspiel 'Deutschland gegen Bosnien-Herzegowina' zum ersten Mal ein Lied von den Parlotones gehört hatte, nämlich 'Come back as heroes', bekam ich am Freitag zufällig mit, wie meine Friseurin sagte, sie hätte sich das neue Album der Parlotones bestellt. Und am Samstag stand ich dann zufällig vor einem Stapel neuer Cds, in dem sich auch 'Stardust Galaxies' von den Parlotones befand. Ich dachte mir, wem ich meine Haare (bzw. was von ihnen übrig geblieben ist) anvertraue, dem kann ich auch meine Ohren anvertrauen. Also nahm ich mir ein Herz und darauf die CD.
Nachdem ich sie nun einige Male gehört habe, will ich hier nun meine ersten Eindrücke beschreiben, zumal es bis jetzt noch kein anderer vor mir getan zu haben scheint. Und soviel will ich vorwegnehmen: Die CD hat es verdient, rezensiert zu werden.
Der Opener beginnt etwas zögerlich, aber entwickelt dann einen sehr eingängigen Refrain. Insgesamt ein guter Einstieg.
Der zweite Song 'Life design' besticht dann vor allem durch sein treibendes Riff, aber auch der Refrain kann sich im Ohr festsetzen. So kann es weiter gehen, denke ich. Nur tut es das nicht, denn beim dritten Song wartet man vergeblich auf einen Refrain. Ist es also schon vorbei mit der Herrlichkeit? Nein, denn an vierter Stelle kommt mit 'The stars fall down' mein persönlicher Favorit des Albums. Es handelt sich um einen zunächst sehr ruhigen Song, der sich schließlich zur Power-Ballade entwickelt. Klasse.
Mit dem nächsten recht munteren Song (We call this dancing) bleibt meine positive Grundstimmung. Fein.
Darauf folgt 'Fly to the moon', die zweite Ballade, die weniger Energie besitzt als 'The stars fall down', aber trotzdem (sehr) angenehm zu hören ist.
'Remember when' ist ein weiterer Höhepunkt des Albums. Wenig Instrumentierung, aber dafür umso mehr gute Laune.
Lied Nummer Acht heißt 'Welcome to the weekend'. Der Name lässt eigentlich einen weiteren Gute-Laune-Song vermuten, doch ist er sogar etwas düster, bevor er dann immer wieder geradezu explodiert. Sehr interessant.
Bei 'Brighter side of hell' gefällt mir nicht nur der ironische Titel (Was ist wohl mit 'hellerer Seite der Hölle' gemeint?), sondern auch die Melodie, die wieder recht fröhlich ist.
Die nächsten beiden Lieder sind etwas unauffälliger. Ganz nett halt.
Der eigentliche Abschluss ist die Ballade 'Stardust Galaxies', der auch der Titelsong ist. Dieses Stück, bei dem der mänliche Sänger von einer Frau unterstützt wird, ist schon etwas kitschig. Zum Glück ist es da ja noch der tolle Rausschmeißer 'Come back as heroes', der einem ein positives Fazit leicht macht:
Fast durchgängig gute bis sehr gute Songs einer südafrikanischen Band, die gitarrenlastigen, gut gesungenen, melodischen Rock macht.
Ich schwanke nun zwischen 4 und 5 Punkten, wobei ich die höchste Punktzahl auch nur für ein Optimum an Qualität vergeben möchte. Daher gibt es von mir gute 4 (eigentlich 4,5) Punkte.
Ich kann der Band nur wünschen, dass sie noch mehr Aufmerksamkeit bekommt, was durch die WM sicherlich erleichtert wird.
PS. Und die Friseurin muss ich auch nicht wechseln, denn wer solch guten Musik-Geschmack hat, den lasse ich gerne an meine Haare. :-)