Ich kaufte mir dieses Buch auch in der Hoffnung endlich etwas über die geheimnisvolle Nova, die Hauptcharakter des nie vervollständigten "Starcraft: Ghost" darstellen sollte, zu erfahren. Meine Erwartungen an diese Geschichte waren allerdings nicht sehr hoch, da ich es zuerst als Vertröstung seitens Blizzard sah, weil es das Spiel dazu nie gab. Doch mich erwartete etwas ganz anderes: Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht keine ausgebildete, professionelle Ghost, sondern ein kleines Mädchen, das alles was es hatte und kannte verliert und sich in der übelsten Ecke der Hauptstadt der konföderierten Heimwelt Tarsonis durchschlagen muss. Was zu Beginn etwas langweilig erscheint, stellt sich schnell als liebevoll erzählte Geschichte heraus, die von tragischen Charakteren nur so bestückt ist und selbst einen sehr tragischen Stil über die ganze Zeit beibehält. So erfährt man die Hintergründe, wie aus der jungen, aus einer wohlhabenden Familie stammenden Nova Terra nach etlichen, teils grausamen Erfahrungen eine Ghost wird, womit sie mit ihrer Vergangenheit abschließen kann.
Es mag zwar sein, dass dieses Buch nicht jedermanns Geschmack trifft und wohlmöglich auch viele Erwartungen enttäuscht, da von der eigentlichen Handlung im Starcraft Universum nur wenig im Hintergrund erzählt wird. Allerdings hatten wir dies auch schon beim zweiten Band der Starcraft Reihe, welcher auch einen großartigen Roman darstellte.
Für Fans, die auf Starcraft wegen der unheimlichen Tiefe der Story und nicht ihrer Handlung allgemein stehen ist dies ein Pflichkauf und wirklich zu empfehlen! Wer wenig von Tragik hält oder nicht viel Wert auf die Geschehnisse in den terranischen Welten legt, sollte allerdings seine davon Finger lassen!