Im zweiten Young Jedi Knights Sammelband sind nun auch die Bände 4-6 und somit die finalen Auseinandersetzungen mit dem Zweiten Imperium, der Schattenakademie und der dunklen Seite zusammengefasst. Was in den ersten 3 Bänden begann wird hier (zumindest größtenteils) sein Ende finden.
Wie jede Jedi-Generation so muss nun auch die der Solo-Zwillinge einem Konflikt der dunklen Seite ins Auge blicken und sich entsprechend rüsten. Auf Anweisung Luke Skywalkers fertigen die jungen Jedi deshalb ihre ersten Lichtschwerter, wobei es zu einem Unfall kommt der Tenel Ka ihrem linken Arm kostet. Als ihre Freunde erst nach Wochen mit ihr in Kontakt treten und sie auf ihrem Heimatplaneten besuchen dürfen, geraten sie auch schon mitten in einen mörderischen Komplott. Auch die dunklen Jedi der Schattenakademie haben ihre ersten Lichtschwerter erhalten und der Freund der Zwillinge, Zekk entwickelt sich immer mehr zum besten Schüler Brakiss, der ihn in einem Kampf auf Leben und Tod gegen einen erbitterten Konkurrenten seiner Feuerprobe unterzieht.
Von Hapan gelangen die jungen Jedi schließlich nach Kashyyyk, wo Lowbacca versucht eine verschollene Freundin wiederzufinden, wobei sie mitten in einen weiteren Angriff des Zweiten Imperiums geraten, der Yavin 4 als finales Ziel erweisen könnte. Nach einer Reihe von Schlachten könnte die Entscheidung genau dort stattfinden, wo die Auseinandersetzung mit der Ausbildung des dunklen Jedi-Meisters Brakiss begonnen hat...
Insgesamt ist Young Jedi Knights eine gut umgesetzte Jugendbuchreihe, die es auch schafft schon etwas ältere Star Wars Fan in ihren Bann zu ziehen. Doch wie bei Jugendbuchreihen und Buchserien so üblich krankt auch Young Jedi Knights an typischen Symptomen wie flachen Charakteren, unglaubwürdigen Plots und überraschenderweise sogar einigen Widersprüchen zum restlichen "Expanded Universe". Doch ungeachtet dessen ist die Reihe maßgebend für eine ganze Reihe von Büchern danach, die allesamt auf den hier begonnenen Entwicklungen in der einen oder anderen Weise aufbauen. Somit sollte sich kein Fan, der noch nichts von The New Jedi Order gelesen hat, diese Bücher entgehen lassen, denn auch wenn dies eine Jugendbuchserie ist, so werden viele Elemente gerade wie der Plot um Intrigen im hapanischen Königshaus gerne wiederverwendet.
Ein einfaches Urteil über die erste Star Wars-Jugendbuchserie lässt sich zwar treffen, würde aber bestimmte Faktoren, besonders den Vergleich mit dem was von Jude Watson unter dem Titel Star Wars aufgetischt wird, nicht entsprechend würdigen. So gelingt es Young Jedi Knights offensichtlich dank mehr Seiten die jeweiligen Plots weit besser darzustellen und selbst wenn die Charaktere sogar noch eine Spur flacher dargestellt werden als durch Jude Watson so erfährt man beispielsweise viel mehr über die Ausbildung der neuen Jedi-Generation als ein bloßes Herunterbeten des Jedi-Kodex. Die Abenteuer der neuen Jedi-Gernation sind nicht zuletzt auch spannender als die ewig wechselnden planetaren Konflikte von Jedi Apprentice und Jedi Quest, zumal Kevin J. Anderson eine funktionierende geschaffen hat, die sich in jedem Band weiterentwickelt.
Die neue Jedi-Generation im Kampf gegen die erstarkenden Überreste des Imperiums - ein gelungener Sammelband, der trotz kleinerer Schwächen eine spannende und actionreiche Story präsentiert.