Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Yodas Rendezvous mit der Dunkelheit, 17. Mai 2006
Als der schwer verwundete Jedi Meister Jai Maruk auf Coruscant eintrifft, ahnt noch niemand welch Geheimnis er aufgedeckt hat, als er einem Separatistenkonvoi bis nach Vjun gefolgt ist und sich dort einem Duell mit Asajj Ventress stellen musste. Auf Dookus Wunsch wurde Maruk verschont, um Meister Yoda höchstpersönlich eine Botschaft zu übermitteln, die das Ende der Klonkriege besiegeln könnte. Zusammen mit den Jedi Meistern Jai Maruk und Maks Leem, den Padawanen Tallisibeth Enwandung-Esterhazy, genannt Scout und Whie Malreaux begibt sich Yoda als Astromech-Droide verkleidet auf die Reise nach Vjun, wo ihn sein ehemaliger Schüler erwartet...
Ursprünglich als Ersatz für das gecancelte "Escape from Dagu" gedacht wurde "Yoda - Pfad der Dunkelheit" zu einem der Geheimtipps in Sachen Klonkriege. Ein klug inszeniertes Wechselspiel zwischen den sehr gegensätzlichen Charakteren und eine nähere Betrachtung Yodas und Dookus zeichnen das Werk aus. Währenddessen wird am Beispiel der beiden Padawane Whie und Scout indirekt das Wesen Anakin Skywalkers durch zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten und Jedi-Typen beleuchtet. Fast nebenher nimmt die Reise Yodas und seiner Begleiter auch fast die epischen Ausmaße einer Odyssee an, wodurch der Roman noch zusätzlich an Tiefe gewinnt. Durch den von Visionen geplagten Whie wird zudem ein Vorschau auf Episode 3 erlaubt, was durch die Endzeit-Atmosphäre mancher Passagen noch verstärkt wird, wenn Stewart etwa bereits anfangs schreibt "Der lange Tag der Republik war zu Ende. Auf Coruscant herrschte Finsternis."
Im großen und ganzen sehr gelungen, auch wenn sich der Autor mehr an der klassischen Trilogie orientiert zu haben scheint, als an den Prequels. So ist der konkret als Großmeister benannte Yoda nicht so sehr der fast schon zögerliche ernsthafte alte Weise sondern wieder das kauzige irgendwie schrullige und vor allem humorvolle Wesen, dass in den Sümpfen Dagobahs sein Unwesen treiben wird. Ein paar problematische Formulierungen und Fehler haben sich natürlich eingeschlichen, wie wenn bei einer Zeitrückblende von 36 statt 63 Jahren die Rede ist (womit der Padawan Dooku zu diesem Zeitpunkt 47 statt 20 wäre). Aber wenn man über diese wie auch andere Fehler stilistischer Natur hinwegsehen kann, offenbart sich ein sehr interessanter Roman, in dessen Zentrum der wohl mächtigste Jedi Meister des alten Ordens und sein gefallener Schüler stehen. Das Cover verspricht hier nicht zuviel.
Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker kommen erst viel später und eher als Nebencharaktere vor, ohne jedoch die in Büchern mit ihnen immer wieder zum Tragen kommende Thematik zu vernachlässigen. Auf sehr ungewohnte Weise verwirklicht Sean Stewart diese durch zwei andere Padawan. Auf der einen Seite der seit seiner Kindheit von Visionen geplagte, hoch talentierte Whie, der neben Anakin einer der talentiertesten jungen Jedi ist, allerdings mit seinen Gaben weit besser zu Recht kommt und viel mehr den Jedi-Idealen entspricht. Auf der anderen Seite Scout, die ihren Mangel an Macht-Talent und eine nur gelegentlich funktionierende Fähigkeit zur Vorahnung durch hartes Training und Einfallsreichtum ausgleichen muss. Den Scouts des Ordens regelrecht augedrängt, hegt sie Zweifel vielleicht nur deshalb als Jedi angenommen worden zu sein, weil ihre bitterarmen Eltern sich somit eine bessere Zukunft für ihr Kind erhofften. Gegenwärtig muss sie deshalb mit Ängsten fertig werden, nach dem Tod ihres Meisters ins AgriKorps gesteckt zu werden. Auf gewisse Weise stellen beide Aspekte Anakin Skywalkers dar, ohne ihm jedoch spürbar ähnlich zu sein.
Mit der Fokussierung auf Dooku hat Sean Stewart allerdings ein bemerkenswertes Werk vollbracht. Der dunkle Lord und Graf von Serenno, der den Orden verlassen und sich von der korrupten Republik abgewandt hat, gehört mitunter zu den faszinierendsten Persönlichkeiten des Erweiterten Star Wars-Universums, obwohl er wie Darth Maul in den Filmen auf schlichte Attribute reduziert zum Bösen gemacht wurde. "Pfad der Dunkelheit" verschafft dem Grafen erstmals mehr Kontur und lässt obwohl es eine Falle ist, wie Yoda sagt, mehr in seiner Botschaft erkennen, als er beabsichtigt hat. So erfahren wir von einer gewissen Sentimentalität des einstigen Jedi Meisters als er das Lichtschwert einer gefallenen Kameradin von Ventress ausgehändigt bekommt und fühlt sich in jene Szene zurückversetzt, wo er in Open Seasons 10 Jahre vor Kriegsbeginn der Gefallenen von Galidraan gedenkt. Innerlich ist selbst Darth Tyranus noch nicht völlig korrumpiert, was auch zu seiner Unfähigkeit beiträgt den womöglich gleich altrigen oder sogar jüngeren Darth Sidious zu stürzen. Dazu müsste er sich jedoch Asajj Ventress bedienen, die darauf brennt sich als Dookus Sith-Schülerin zu beweisen, jedoch wegen der Regel der Zwei und aufgrund von Dookus Vorbehalten gegenüber ihrer jugendlichen Ungestümtheit als dunkle Jedi ihr Dasein fristen muss.
Bei all den wundervollen Charakterisierungen und Dialogen ist die Handlung fast schon zweitrangig und doch ist sie nicht ganz uninteressant, vor allem was das ein wenig an die Jugendbuchreihe Jedi Padawan erinnernde Turnier der Schüler betrifft.
Fazit:
Trotz kleiner Mängel eine klare Empfehlung für erzählerisch anspruchsvolle Star Wars-Fans.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Autor hat zu wenig Ahnung für einen StarWars-Roman, 23. Februar 2007
Ich muss hier vielen wiedersprechen. Gerade Yoda ist in diesem Buch fürchterlich falsch getroffen ..oder eher ... er ist so wie er in der klassischen Trilogie (also 20 jahre später) ist, nicht so wie er zu dieser Zeit sein sollte. Das Buch liest sich eher wie eine Mischung aus Harry Potter (Padawane, die sich in einem Turnier messen? - lol) und einem Abenteuerroman. Es gibt Dinge die kein Star Wars autor tun sollte. Die Beschreibung von "Raumhafentoiletten" gehört dazu, vor allem da diese doch sehr stark an die diesweltigen erinnern. Die Idee zudem, dass ein Großmeister wie Yoda von 4 Raumjägern eskortiert wird, die zu völlig unterschiedlichen Zeitpunkten in den Realraum zurückkehren ... aber völlig für einen Star Wars Fan unmöglich macht es die Stelle in der beschrieben wird, dass die Ithorianer zur Abschreckung in ihrem System Monde zu Verteidigungsanlagen ausgebaut haben. Da flog das Buch in die Ecke - achja und ein zweites Mal als Obi-Wan vor lauter Frust sich am liebsten betrinken wollte.
Die Macht an sich, die Philosophie, das Epos kommt bei mir zu keiner Zeit auf. 2 Sterne weil es sich um eine gute Idee handelt - der Kampf Doku gg. Yoda musste endlich mal mehr beleuchtet werden. Aber so? Nur was für die hartgesottenen, die über grobe Schnitzer wegsehen.
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniale Charakterisierung, 27. Mai 2006
Als erstes sollte ich wohl anmerken, dass ich mich bei meiner Rezension auf die englische Version des Buches beziehe, die schon vor etwa zwei Jahren erschienen ist. Nun hat, wenn auch etwas verspätet, anscheinend auch Blanvalet eingesehen, dass Yoda - Dark Rendezvous (Englischer Titel) zu den besseren Star Wars-Büchern gehört und dass auch Deutschleser Interesse daran zeigen es zu lesen.
Zur Story lässt sich nur wenig sagen, denn diese ist nicht mehr als ein Umhang, dessen einziger Sinn es ist, die Entwicklung der Figuren voranzubringen. Hier noch einmal eine kurze Inhaltsangabe: Yoda bekommt von Count Dooku eine Nachricht, in der Dooku ein Treffen zwischen denn beiden verlangt um über Friedensverhandlungen zu sprechen. Obwohl Yoda eine Falle seines einstigen Schülers befürchtet macht er sich zusammen mit zwei weiteren Jedi-Rittern und deren Padawanen zum Treffpunkt auf.
Klingt nach keiner besonders originellen Story und originell ist sie auch nicht. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn man bekommt etwas ebenso interessantes, wenn nicht sogar interessanteres geboten: Einige der besten Charakterisierungen, die es in Star Wars-Büchern je gegeben hat. Hohe Anerkennung verdient dies unter anderem auch, weil Sean Stewart mit Yoda und Dooku zwei nicht sehr einfache Figuren in die Hand gedrückt bekommen hat. Fehler hat er sich dabei nur wenig erlaubt. Zu kritisieren wäre höchsten, dass Yoda an einigen Stellen vielleicht etwas zu albern wirkt. Wirklich relevant ist das aber nicht. Dooku ist besonders gut getroffen. Er kommt nicht so häufig vor, aber wenn er vorkommt ist es eigentlich immer interessant. Auch sein Lauffräulein Asajj Ventress ist mit dabei. Wobei ich, als ich davon erfuhr, erst einmal schockiert war. Sie war mir nur aus der TV-Serie Clone Wars bekannt und so ging ich davon aus, dass man sie mit der Qualität der Serie gleichsetzen konnte. Aber ich hatte in meinen Überlegungen Stewart vergessen. Er macht Ventress zu einer ebenso interessanten Figur wie die übrigen Personen.
Meine jetzige Aussage wird wohl einige verwundern: Dooku, Yoda und Ventress sind fantastisch beschrieben im Vergleich mit Whie und Scout sind sie jedoch Mittelmaß. Whie, Scout, wer sind die? Zwei etwa 13 Jährige Jedi-Padawane und die Hauptpersonen von Yoda - Dark Rendezvous. Mehr will ich nicht über die beiden verraten. Denn manchmal sind Bücher einfach interessanter, wenn man nicht so viel im Voraus weiß. Etwas werde ich aber doch noch sagen. Die Sachen, die man über Dooku erfährt, erfährt man nicht unbedingt durch ihn.
Auch Anakin und Obi-Wan haben in YDR ihre Auftritte. Wen das abschrecken sollte, den kann ich entwarnen. Sie kommen nur ganz selten vor und wirken nicht deplaziert. Und sie werden innerhalb einiger Sätze besser beschrieben als in den ganzen anderen Pre-Revenge Of The Sith- Büchern. (Da ich Die Feuertaufe und Labirinth Des Bösen nicht kenne, kann man durch meine Aussage natürlich nicht auf diese beiden Bücher schließen).
Eine weitere Stärke Stewart ist die Beschreibung von Action-Szenen. Normalerweise mag ich Action eher weniger bei YDR hätte ich nur ungern darauf verzichtet. Denn die Action-Szenen sind Gedanken-, Gefühls- und Situationsbeschreibungen in einem, ohne dass man das Gefühlt hätte, sie würden nicht zusammenpassen. Da könnten einige Schriftsteller viel bei Stewart lernen.
Ich kann Yoda - Dark Rendezvous nur uneingeschränkt weiterempfehlen. Nach Stover gibt es mit Stewart nun einen weitern Star Wars-Schriftsteller, dessen Werke über gehobene Unterhaltungsliteratur hinausgehen. Einzig die Übersetzung könnte noch einiges vermasseln. Da der Übersetzer mir völlig unbekannt ist, habe ich dazu allerdings noch keine Erwartungen.
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