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Star Wars - Das Verhängnis der Jedi-Ritter 2: Omen
 
 
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Star Wars - Das Verhängnis der Jedi-Ritter 2: Omen [Taschenbuch]

Christie Golden , Andreas Kasprzak
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Star Wars ist kein Film – es ist Kult, Religion und Abenteuerspielplatz zugleich – es ist eine eigene Kultur." (Cinema )

Kurzbeschreibung

Ein ganzer Planet, bevölkert von Meistern der dunklen Seite der Macht

Die Verwandlung von Jacen Solo in den Sith-Lord Darth Caedus hat die Galaktische Allianz schwer erschüttert. Und als zwei weitere Jedi-Ritter allem Anschein nach vom Wahnsinn gepackt werden, droht Chaos auszubrechen. Weit entfernt vom Zentrum des Geschehens versucht Luke Skywalker mittlerweile herauszufinden, wie und warum Jacen auf so schreckliche Weise der dunklen Seite der Macht verfallen konnte …

Über den Autor

Christie Golden hat bereits mehr als dreißig Romane aus den Genres Fantasy, SF und Horror veröffentlicht und zahlreiche Preise erhalten. Sie gehört zu den Stammautoren von Star Trek und Warcraft.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Prolog
IM ORBIT ÜBER ZIOST ZWEI STANDARDJAHRE ZUVOR
Dician fühlte den Planeten bereits, noch bevor er überhaupt auf dem Hauptbrückenmonitor der Gijimond erschien. Sie spürte, dass er sie so gesehen hatte, wie sie ihn jetzt sah, diese scheinbar harmlose Welt aus Blau, Weiß und Grün, und sie lächelte sanft. Die blassen, abstrakten Tätowierungen auf ihrem Gesicht, die einen deutlichen Kontrast zu ihren dunklen Hauttönen bildeten, verzogen sich bei ihrem Lächeln. Dies hier war das Ziel, das sie vor Kurzem vor ihrem geistigen Auge erblickt hatte, die unausgesprochene Antwort auf die Frage, was sie hier zu finden hoffte. Sie hatte der Besatzung dieser Fregatte befohlen, auf maximale Geschwindigkeit zu gehen, und hoffte bloß, dass sie rechtzeitig da war.
Wo willst du hin, Anmutige?
Für ungeöffnete Augen und tote Sinne mochte dieser Planet wie so viele andere wirken: eine Welt mit Ozeanen und Landmassen, praktisch komplett von Wäldern bedeckt, mit zwei weißen, eisbedeckten Polen an beiden Enden. Weiße Wolken trieben träge darüber hinweg.
Doch dieser Planet war nicht wie irgendein anderer.
Das hier war Ziost. Die Heimatwelt der Sith.
Das, was vom Orden der Sith noch übrig war, verbarg sich jetzt im Stillen auf Korriban. Sie würde in Kürze dorthin zurückkehren, jedoch nicht ohne die Belohnung, die zu erlangen sie hergekommen war.
Dician wurde bewusst, dass sie sich vor Erwartung leicht vorbeugte, und lehnte sich in ihrem Kommandosessel zurück. Sie verdrängte ihre Aufregung, damit sie sie nicht bei ihrer Mission beeinträchtigte.
»Wayniss, bringen Sie uns in die Umlaufbahn!« In ihrer Rolle als Informationssammlerin verleitete der leichte, melodische Tonfall ihrer Stimme andere häufig dazu, sie für viel, viel ungefährlicher zu halten, als sie tatsächlich war. Ihre Mannschaft wusste es besser.
»Ja, Captain«, entgegnete der Chefpilot der Giftmond. Way- niss war ein lakonischer Mann, nicht im Mindesten machtsensitiv, vollkommen zufrieden damit, für die großzügige Bezahlung, die er erhielt, das zu tun, was man ihm auftrug. Auf seine eigene Art war der ergrauende ehemalige Pirat genauso fair, ehrbar und hart arbeitend, wie viele sogenannte aufrechte Bürger. Was Dician betraf, so hatte er sich auf dieser Mission bereits bewährt.
»Irgendwelche Spuren von der Meditationssphäre?«, fragte sie Ithila, ihre Sensoroffizierin. Ithila beugte sich vor. Ihr Gesicht, das auf klassische hapanische Weise schön gewesen wäre - wäre da nicht die entsetzliche Brandnarbe gewesen, die die rechte Seite entstellte -, zeigte ein konzentriertes Stirnrunzeln.
»Negativ«, erwiderte Ithila, als Ziost in den vorderen Sichtfenstern auftauchte und die Giftmond in den Orbit rings herum sank. »Keine Hinweise der Sphäre auf der Planetenoberfläche.« Sie wandte sich um und sah den Captain an. »Scheint, als wären wir zuerst hier.«
Dician lächelte wieder. Keine Fehler. Alles, was jetzt noch zu tun war, war, das kleine Gefährt selbst einzufangen.
Dician machte es sich bequem, um zu warten, ihre dunklen Augen auf den sich langsam drehenden Planeten vor sich gerichtet. Ziost hielt ihrem Blick stand, und sie spürte ein Ziehen in ihrem Herzen. Sie wollte mit der Giftmond landen, um Ziosts Wälder zu durchwandern, so, wie andere Sith es in vergangenen Zeitaltern getan hatten. Aber deshalb waren sie nicht hier. Sie musste das Wohl der Einen, des gesamten Ordens, über ihr eigenes Verlangen stellen. Vielleicht würde sie eines Tages auf dem Boden dieser Welt stehen. Heute jedoch war nicht dieser Tag.
Sie brauchten nicht lange zu warten. Nur wenige Sekunden später sagte Ithila: »Orte die Sphäre mit den Langstreckensensoren, Captain.«
Dician setzte sich in ihrem Sessel aufrechter hin. »Ihr habt alle gute und brillante Arbeit geleistet. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Geschäft zum Abschluss zu bringen, wie unser Schmugglerpilot vielleicht sagen würde.«
Die Zeit war gekommen, dass sie, Dician, mit Perfektion handelte. Sie konnte sich jetzt keinen Fehler erlauben.
Sie spürte sie bereits, als Ithila das Bild auf ihren persönlichen Sichtschirm übermittelte. Da war sie, die Sith-Meditati- onssphäre. Sie betrachtete sie einen Moment lang, nahm den Anblick in sich auf - die orange-gelb-rote Außenhülle, die von Zwillingspaaren fledermausartiger Schwingen flankierte, kugelrunde Form. Das Schiff erinnerte an ein riesiges Auge.
»Hallo, Anmutige«, sagte sie mit ihrer angenehmsten Stimme.
Schweigen von der Sphäre.
»Wie du siehst, haben wir deine Ankunft erwartet. Warum bist du nach Ziost gekommen?«
Zuhause.
Die Stimme ertönte in ihrem Kopf, maskulin und äußerst konzentriert. Ein kleiner Schauder des Hochgefühls durchfuhr Dician. Das hier war kein Haustier, dem man schmeichelte, sondern ein Reittier, das man brechen musste. Die Sphäre respektierte Stärke und Willen.
Von beidem besaß Dician eine Menge.
Es gibt einen besseren Ort für dich als eine verlassene Welt. Dician sprach die Worte nicht laut aus. Ihre melodische Stimme war bei dieser Verhandlung kein Aktivposten, die Konzentration und Kraft ihrer Gedanken hingegen schon.
Das Schiff setzte seinen Anflug auf Ziost fort, ohne im Mindesten vom Kurs abzukommen, doch Dician spürte, dass sie seine Aufmerksamkeit hatte. Die Sphäre würde ihr zuhören.
Du bist eine Sith-Meditationssphäre. Komm mit mir dorthin, wo die Sith jetzt sind. Diene uns, wie es dein natürlicher Zweck ist. Sie stellte sich Korriban vor: nicht bloß mit zwei Sith, sondern mit vielen, die eins waren, mit Schülern, die in den Wegen der Dunklen Seite ausgebildet und trainiert werden mussten, wenn sie den Ruhm und die Macht erlangen wollten, der ihnen rechtmäßig zustand.
»Die Sphäre verlangsamt ihren Anflug«, berichtete Ithila. »Jetzt ist sie vollends zum Stillstand gekommen.«
Dician machte sich nicht die Mühe, der Hapanerin zu sagen, dass sie das bereits wusste; dass sie unverzüglich eine Verbindung zu dieser Meditationssphäre hergestellt hatte, zu diesem _ Schiff.
Die Sphäre schien besonders an den Jüngsten interessiert zu sein, und sie begriff, dass das der Schwerpunkt bei ihrer Entwicklung gewesen war. Um Schüler zu beschützen und auszubilden. Um sie auf ihr Schicksal vorzubereiten.
Du wirst mit nach Korriban kommen. Du wirst mir, Dician, dienen, und du wirst die Jünglinge unterweisen. Du wirst den Zweck erfüllen, zu dem du geschaffen wurdest.
Dies war der Moment, von dem alles abhing. Sie spürte den prüfenden Blick des Gefährts. Dician schämte sich ihrer Kräfte nicht und zeigte sie der Sphäre freigiebig. Das Schiff fühlte ihren Willen, ihre Entschlossenheit, ihre Leidenschaft, ihr Verlangen nach Vollkommenheit.
Vollkommenheit. Schiff sann über das Wort nach.
Die Dunkle Seite verdient nichts Geringeres. Dician war voller Überzeugungskraft. Du wirst mir dabei helfen, für die Sith Vollkommenheit zu erlangen!
Vollkommenheit erlangt man nicht, indem man sich versteckt.
Dician blinzelte. Damit hatte sie nicht gerechnet. Das ist weise. So bleiben wirfür uns, abgeschieden, werden stark und beanspruchen dann, was uns gehört.
Schiff dachte darüber nach. Zweifel nagten wie ein Gizka an Dicians Verstand. Sie zerschmetterte sie zur Gänze, schonungslos, und legte ihren ganzen Willen in ihre Forderung.
Die Jedi sind stark und zahlreich geworden. Dies ist nicht die Zeit, sich zu verstecken. Ich werde nicht dienen. Ich werde einen besseren Zweckfinden.
In ihrem Bewusstsein spürte sie, wie sich die Sphäre abschottete, wie sie sich in etwas von ihr isolierte, das einer Zurückweisung gleichkam. Dician fühlte, wie ihre Wangen heiß wurden. Was fiel der Sphäre ein, sich ihr zu widersetzen?
»Captain«, sagte Ithila, »das Schiff nimmt wieder Kurs auf Ziost.«
»Das sehe ich selbst«, schnappte Dician, und Ithila starrte sie...
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