Nach dem Überfall auf die Sluis Van Schiffswerften in Erben des Imperiums wirkt Großadmiral Thrawns Plan seine Flotte zu erweitern als gescheitert. Doch noch immer geht von diesem strategischen Genie, der das zerfallende Imperium wieder zu einen vermag, eine immense Bedrohung aus, denn für Thrawn ist das Debakel nur ein Grund seine Pläne entsprechend anzupassen. Dank der Geheimnisse von Mount Tantiss und der Unterstützung des dunklen Jedi-Meisters C'baoth sind Schiffe mittlerweile das einzige was Thrawn fehlt um die Neue Republik in ihre Schranken zu weisen.
Infolge der Intrigen von Ratsmitglied Borks Fey'lya wurde der Kriegsheld und Oberkommandierende der Neuen Republik Admiral Ackbar wegen Hochverrats angeklagt und vorerst unter Hausarrest gestellt. Auf Coruscant sucht Luke Skywalker mittlerweile alle möglichen Quellen nach Hinweisen auf den Jedi-Meister Jorus C'baoth ab. Doch die Informationen sind nicht sehr aussagekräftig, weshalb Luke beschließt selbst nach Jormark zu reisen, wo sich der Meister aufhalten soll. Auch Leia steht kurz vor dem Aufbruch in womöglich große Gefahr, hat sie doch dem Noghri Khabarakh ein Versprechen gegeben und um dieses einzuhalten, muss sie sich im geheimen mit ihm treffen. Doch schon bald entdecken Thrawn wie auch Han und Lando einen verlorenen "Schatz", der den Konflikt für eine Seite entscheiden könnte. Die zu Zeiten der Republik verschollene Katana-Flotte, bestehend aus 200 Dreadnaughts, wurde schon vor langem wiederentdeckt, doch wurde dieses Geheimnis von allen Mitwissern bisher streng geheim gehalten...
Thrawns Plan scheint klar, er will die Neue Republik vernichten, doch wie er das vor hat und ob ihm die Rebellen nicht doch noch irgendwie das Wasser reichen können ist unklar. Mit der Ausschaltung von Admiral Ackbar ist die Republik geschwächt, während ein Wettrennen um die Katana-Flotte beginnt und Luke in die Fänge des dunklen Jedi-Meisters Joruus C'baoth gerät. Kein sehr guter Ausgangspunkt für die kommenden Ereignisse, auch wenn die Vertreter der hellen Seite unerwartete Schützenhilfe bekommen und sich selbst die Schmuggler-Allianz nicht mehr lange auf ihre Neutralität stützen kann. Für Luke umso problematischer will ihn seine mysteriöse machtbegabte Lebensretterin Mara Jade ja eigentlich töten, um eine offene Rechnung zu begleichen. Es bleibt also spannend im Konflikt mit Großadmiral Thrawn.
Timothy Zahn nutzt den ihm zugestandenen Spielraum einer Trilogie sehr geschickt, so ist der Rückschlag von Sluis Van nicht das Ende für die Ambitionen seines genialen Schurken und Masterminds Thrawn, sondern lediglich eine erzwungene Planänderung. Wie schon in Erben des Imperiums ist es der geniale Plot, der mit Wendungen um Wendungen überrascht und bereits erahnen lässt, dass sich der Autor sehr gut mit seinem Protagonisten Thrawn identifizieren kann. Zahn ist Thrawn und hat damit alle Vorteile auf seiner Seite. Thrawn ist kein brutaler Meuchelmörder wie Darth Vader, er ist Taktiker und analysiert seine Gegner präzise, oft anhand ihrer Kultur und Künste. Als Kommandeur bestraft er zwar unfähige, doch belohnt auch Kompetenz und innovative Herangehensweisen. Doch seiner Perfektion gegenüber steht beispielsweise ein zweifellos wahnsinniger dunkler Jedi, dessen Machtfähigkeiten Thrawn dank der Yslamiri zwar in Grenzen halten kann, aber für die Vollendung seiner Pläne unbedingt braucht. Auf Seiten der Rebellen gesellen sich zu den klassischen Helden Han Solo, Chewbacca, Lando Calrissian, Luke Skywalker, Leia Organa und Wedge Antilles nun mit Talon Karrde, Mara Jade und Garm Bel Iblis auch neue.
Fazit:
Als Fortsetzung mehr als gelungen treibt "Dark Force Rising" die Thrawn-Trilogie auf einen neuen Höhepunkt und beweist wie wendungsreich der Plot des mittleren Teils einer Trilogie gestaltet werden kann. Fronten ändern sich, neue Pläne werden geschmiedet und andere gehen auf.