Es war einmal in einer weit, weit entfernten Galaxis...
STAR WARS - THE CLONE WARS ist nunmehr der 7te Kinofilm der legänderen Sci-Fi-Fantasy-Reihe. Doch im Unterschied zu seinen 6 Vorgängern geht CLONE WARS ganz neue Wege.
CLONE WARS ist eine Animationsfilm (im Stil der TMNT) und zugleich eine Pilotfilm für die gleichnamige TV-Serie, die hierzulande ab Januar im Fernsehen zu sehen sein wird.
Im Vorfeld war die Skepsis was dieses Projekt anging sehr groß. Könnte man STAR WARS erfolgreich in das Animationsgenre transferieren? Würde der Film und die Serie eventuell zu kindisch werden und alte Fans verschrecken?
Wer sich den Spaß nicht verderben möchte, sollte ab jetzt nicht weiterlesen, nur so viel sei gesagt: Der Film hält was er verspricht. Es ist STAR WARS auf ganzer Linie, und er wird selbst die "älteren" Fans nicht enttäuschen.
Die Geschichte ist (wie vermutlich jedem bekannt) zwischen den Episoden II und III angesiedelt. Der Klonkrieg ist auf dem Höhepunkt. Die Republik und die Separatisten bekämpfen sich auf unzähligen Schlachtfeldern. Beide kämpfen allerdings auch auf diplomatischer Ebene um neue Alliierte. Die Hutts (allen voran Jabba) kontrollieren wichtige Hyperraumrouten, die beide Fraktionen für sich gewinnen wollen.
In diesem Moment wird Jabbas Sohn von unbekannten Söldern entführt. Jabba bittet die Jedi um Hilfe, ihn zu retten, und verspricht im Gegenzug die Routen für die Republik freizugeben. Doch auch Count Dooku bietet Jabba seine Hilfe an. Dooku der die ganze Sache eingefädelt hat, will Jabba manipulieren und so die Routen für sich gewinnen. Doch er hat seine Rechnung ohne Obi-Wan Kenobi, Anakin Skywalker und dessen neue Padawan-Schülerin Ahsoka Tano gemacht. Schon bald entbrennt ein erbitterter Kampf und Jabbas Sohn, und die Zukunft der Hutt-Allianz...
Vorweg: Der Film ist sehr gelungen. Es beginnt mit der Schlacht um Christophsis, die wesentlich mehr "Story" hat als die Schlachten der Episoden II und III, und endet mit dem Finale im Palast des allseits bekannten, schleimigen Verbrecherlords.
Die Animationen sind erstaunlich gut, und auch die kindischen Stellen beschränken sich auf den einen, oder anderen (zugegebenermaßen übertriebene) Spruch der Droiden. Den kleinen wird es gefallen, die großen werden schmunzeln, und dieses Mißgeschick mit der nächsten spektakulären Aktioneinlage wieder vergessen haben.
Einmal mehr beweißt ILM, diesmal in Zusammenarbeit mit der neu geggründeten LUCASFILM ANIMATION, dass sie ihr Handwerk verstehen. In eigen Sequenzen gelingt es dem Team dann tatsächlich den Zuschauer vergessen zu machen, dass man einen Animationsfilm anschaut!
Denn wenn der Film eines ist, dann spektakulär.
Es ist schwer vorzustellen, dass das was man auch der Leinwand sieht für den Bildschirm zu Hause konzipiert wurde (es wurde erst im nachhinein entschieden, dass der Film ins Kino kommt). Die Schlachten sind epochal.
Einmal mehr zeigt sich in STAR WARS, dass nichts ist, wie man es gedacht hat, als bespielsweise die schwerfälligen AT-TE Kampfläufer auf einmal eine Wand hinaufklettern (die wohl spektakulärste der vielen Schlachten dieses Films).
Fans werden sich über viele Insider-Szenen freuen (Obi-Wans und Anakins Rüstungen sind ein Vorläufer von Darth Vaders Rüstung, das Frachtschiff ist offensichtlich eine Vorläufer des B-Wings, und eines der LAATs ist mit dem Abbild einer bei den Fans sehr beliebten Twilek bemalt).
Sicherlich ist die Geschichte nicht besonders tiefgründig, doch das soll sie auch gar nicht sein. Der Film soll vor allem eines: Spaß machen.
Und wenn Klonkrieger zu dutzenden gegen ganze Armeen von Kampfdroiden kämpfen. Sternenkreuzer der Republik gegen feindliche Separatisten ausrücken, und die Jedi endlich wieder ihre Lichtschwerter auf der großen Leinwand schwingen, dann hat man eines: Spaß!
Ashoka als Neuzugang ist ein interessanter neuer Charakter, der Anakin Skywalker einen Spiegel vorhält. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, und man darf gespannt sein, wie sich die beiden als Lehrer und Schüler entwickeln.
Fazit: Für STAR WARS Fans ein Muß. Die Kinder werden ihn lieben, und der dem Popkornkino zugeneigte Zuschauer wird kurzweilig und bildgewaltig unterhalten.
Ein sehr gelungener Auftakt zur TV-Serie!