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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mehr war nicht drin,
Von Chewie (Kashyyyk) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Wächter der Macht 7: Zorn (Taschenbuch)
Schon komisch. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen an diesem Punkt der Wächter der Macht-Reihe mal eine Art Exempel zu statuieren, mal so richtig über die dem Grundkonstrukt innewohnenden Schwächen herzuziehen... freilich, ich werde es trotzdem tun, doch an Aaron Allstons "Zorn" sind die Bemühungen eigentlich verschwendet. "Zorn" ist nämlich ein gutes Buch, ein spannendes und temporeiches, eines das uns dem schon jetzt ersehnten Ende wieder einen Schritt näher bringt... aber was soll's:Der Wächter der Macht-Plot ist, das wurde schnell deutlich, ein am Reißbrett entstandener, schon in seiner stumpfsinnig starren Einteilung unter den drei Autoren der Reihe, Allston, Traviss und Denning, missglückter Versuch, die Prequels und damit die Sith wieder auferstehen zu lassen, sie aber in den sehr von NJO (New Jedi Order = Erbe der Jedi-Ritter) geprägten Zeitgeist und die Nachwirkungen der Ereignisse rund ums Dunkle Nest mit einzuweben. Das Problem ist: Jacen, alias Caedus, ist weder Sidious noch Vader, bzw. Anakin, der zweite Galatische Bürgerkrieg ist qualitativ nicht das gleiche wie die Klonkriege, der neue Jedi-Orden hat nicht das Format des alten usw. usw. Der Krieg wird aus reiner Zweckmäßigkeit vom Zaun gebrochen, Jacen wendet sich der dunklen Seite zu, weil es eben so sein muss; aber glaubhafte Erklärungen sind rar. Die Next Generation der Jedi bleibt blass, Hauptprotagonisten des EU werden lieblos dahinge"Opfer"t, politische Zusammenhänge bleiben, wenn überhaupt, blass. Dem Konflikt fehlt jegliche Epik, sein Ende ist ohne Belang, denn wer gewinnt ist letztlich gehopst wie gesprungen: keine der beiden Kriegsparteien ist besser als die andere, denn die Konföderation (warum nicht gleich KUS nennen?) ist nicht wirklich "böse", eher gesichtslos und Senat der GA lässt sich aushebeln wie ein endorianisches Dorfparlament. Damit nicht genug, denn auch die Autoren bekleckern sich nicht mit Ruhm: -bislang sind wenigstens 4 von 7 Büchern zu lang... -...und dementsprechend zäh; -jeder muss unbedingt seinen eigenen Nebenplot durchboxen, weil... -..., ja warum eigentlich? Diese sind bestenfalls nebensächlich, schlimmstenfalls extrem nervig; -sie gehen nicht aufeinander ein... Das ganze ließe sich noch eine ganze Zeit fortsetzten, aber das spare ich mir für mein Abschlussfazit, wenn der "Sieg", von Troy Denning endlich in trockene Tücher gebracht wurde. Die Erinnerung mag nostalgisch verfärbt sein, aber mir scheint, man habe bei NJO so ziemlich alles besser gemacht. Allston gelingt es hier mit seinem Buch allerdings erstaunlich gut diese Klippen zu umschiffen. Teil 7 setzt da an, wo Denning aufgehört hat, "Inferno" klingt ab, Kashyyyk leckt seine Wunden. Während die Solos bei den Löscharbeiten helfen, erscheint im Falke plötzlich Alema wie aus dem Nichts. Zu allem Überfluss scheint sie ihre Deformationen losgeworden zu sein und verschwindet nach einem kurzen Kampf spurlos. Nachdem sich die Jedi nun endlich von der GA abgewandt haben, beziehen sie auf Endor Quartier. Luke hängt seinem Kampf mit Jacen und Bens Beharren diesen töten zu wollen nach, während Jacen, noch vom beinahe tödlichen Kampf geschwächt, neue - heimtückische - Pläne ersinnt, um die aus der GA ausgetretenen Hapaner ins Boot zurückzuholen. Unterdessen wird der Krieg immer erbitterter und schließlich entsinnen die Jedi einen Plan um Jacen, jetzt Caedus, aufzuhalten. Auch seinen Handlungsstrang um Wedge Antilles und die Corellianer setzt der Altmeister fort nachdem er ihn in "Exil" hatte ruhen lassen; er lässt Jaina auftauen, führt Troy Dennings Alema-Plot zu Ende... kurz: "Zorn" ist ein echter Allston. Zwar wird der Gesamtplot qualitativ nicht wirklich weiterentwickelt - es geschieht nichts, oder nicht viel Entscheidendes - , aber intensiv und ereignisreich, stellenweise fast atemlos, ist der siebte Wächter der Macht dennoch. Das Erzähltempo ist hoch, die Sprünge zwischen den diversen, wie immer gut miteinander verknüpften, Handlungssträngen häufig, die sprachliche Gestaltung zwar nicht spektakulär, aber handwerklich solide. Mit seinen für ein LotF-Buch recht durchschnittlichen 440 Seiten kommt "Zorn" zudem der gähnenden Langeweile eines typischen Traviss zuvor und bietet Allston dennoch genug Raum um wenigstens vier echte Spannungshöhepunkte zu konstruieren. Das es ihm gelingt diese Spannung zu erzeugen liegt nicht zuletzt daran, dass er sich hier wieder etwas mehr auf seine Stärken - heißt: augenzwinkernder Humor, epische Schlachten, jede Menge Sternjäger-Action etc. - besinnt und etwas mehr Abstand von den Spielereien mit Machtphilosophien etc. nimmt, von denen er, die Erfahrung hat's gezeigt, ebenso wenig versteht wie seine beiden Mitstreiter. Erwähnenswert - und lobenswert - ist außerdem sein Versuch auf die teils harsche Kritik vieler Fans scheinbar beiläufig einzugehen - so geschehen auf Seite 15: "Er hatte konspiriert, gefoltert, betrogen, gemordet, und das alles mit einer Überzeugung von der Richtigkeit seiner Sache, die der eines Geisteskranken gleichkam." Mein Reden! Eine bessere Beschreibung der Persönlichkeit Darth Caedus habe ich in dieser Reihe noch nicht gelesen. Auch sonst gelingt es Allston stellenweise ganz ordentlich die Blutleere vieler Protagonisten zumindest zu übertünchen oder diese sogar - wie im Fall der Jaina-Zekk-Jag-Konstellation geschehen - ein Stück weit zu beseitigen. "Stellenweise" und "ein Stück weit" wohl gemerkt, denn der Knackpunkt bleiben die Charakterisationen dennoch. Eben schon erwähnter Caedus kommt dabei in meinen Augen noch recht gut weg, lässt er doch die dämlichen Selbstzweifel und unglaubwürdigen Gewissenskonflikte endlich hinter sich und wird nunmehr zu einem zwar eindimensionalen aber immerhin nicht störenden Bösewicht wie es sie schon oft genug gab und immer wieder geben wird. Beliebiges Gequassel über das Wohl der Galaxis konnte man sich der Kontinuität innerhalb der Reihe zu liebe zwar wieder nicht vollends verkneifen, doch haben die meisten Charaktere jetzt scheinbar ihren Platz gefunden um nun endlich das Finale einläuten zu können: Die Jedi zeigen immerhin ein solides Grundmaß an Initiative, Luke und Ben knüpfen in etwa dort an wo wir sie in "Inferno" zurückgelassen hatten, Wedge und seine Tochter Syal werden wieder an Bord geholt und die Solos bleiben uns als nostalgische Dekoration erhalten. Nur die Alt-Rebellen fallen teilweise etwas aus der Rolle. Mir sprang da besonders Tycho ins Auge, der wie ein pflichtfanatischer Mitläufer seine besten Freunde ohne zu zögern und als hätte man ihm mit einer Gehirnwäsche die Erinnerung an seinen eigenen Kampf gegen den letzten Diktator ausgetrieben, dem Palpatine-Gedächtnis-Diktator ausliefert. Schlussendlich bleibt aber auch - vielleicht sogar vor allem - die beruhigende Erkenntnis: zwei Bücher noch, dann ist es geschafft und wir können auf die nächsten Projekte hoffen... und wer weiß, vielleicht bescheren uns Karen und /oder Troy ja auch noch eine positive Überraschung. Fazit: Eines der besseren, weil tempo -und actionreichereren Bücher der Reihe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es bleibt spannend,
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Wächter der Macht 7: Zorn (Taschenbuch)
Kashyyyk steht in Flammen, weil Jacen Solo alias Darth Caedus den Planeten bombardieren ließ, um die Wookies für ihren Verrat an der Galaktischen Allianz (GA) zu bestrafen. Von seinem ehemaligen Schüler Ben Skywalker endgültig verlassen und vom Zweikampf mit Luke Skywalker am Ende von "Inferno" schwer verwundet, schmiedet der Sith-Lord neue Pläne, wie er die bröckelnde GA unter seiner Herrschaft zusammenhalten kann. Auch seine heimliche Geliebte Tenel Ka, Herrscherin der Hapaner, hat sich von ihm losgesagt und ihm die Unterstützung der hapanischen Truppen entzogen. Doch Caedus hat einen Plan, wie er Tenel Ka wieder auf Linie bringen will: die Entführung ihrer gemeinsamen Tochter wird schon für eine Kooperation der Königin sorgen.Unterdessen verstecken sich die Jedi vorübergehend auf Endor, um über ihr weiteres Vorgehen zu beraten. Jaina, Zekk und Jag machen weiterhin Jagd auf die wahnsinnige Alema Rar, unterstützt von Han und Leia persönlich. Aaron Allston gehört zu meinen Lieblingsautoren im SW-Universum, und auch mit "Zorn" enttäuscht er meine Erwartungen nicht. Es gelingt ihm, eine mehr als durchwachsene Reihe weiter in Schwung zu halten, was keine gering zu schätzende Leistung darstellt. Auch wenn er die Hauptgeschichte nicht nennenswert vorantreibt, sorgt er für einige Spannungsmomente und beendet endlich eine Nebenhandlung, die von Anfang an nicht gerade überzeugend war. Manche Leser werfen Allston vor, er verstünde nicht allzu viel von den Jedi, oder was diese so umtreibt. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Zwar bleibt Luke über einen langen Teil des Buchs wieder inaktiv, doch ist das keineswegs ein neues Verhalten, wenn man beispielsweise an die ersten Bände der Reihe "Erbe der Jedi-Ritter" zurückdenkt. Dass auch die übrigen Jedi - außer Jaina und Zekk - ebenfalls in Passivität erstarren, mag manchem vielleicht nicht besonders schmecken, erscheint aber glaubhaft. Aufgrund seiner vergangenen Leistungen wird Luke zu seinen Lebzeiten stets der Über-Jedi sein, an dem sich alle anderen orientieren. Und wenn der Großmeister sich nicht zu einer Entscheidung durchringen kann, dann überrascht es kaum, dass es die anderen Jedi ebenfalls nicht können. Allstons Entscheidung, Luke von Ben aus seiner Lethargie befreien zu lassen, finde ich geglückt, ebenso wie die Art, wie die Jedi von da an gegen Caedus vorgehen. Am Ende einer weiteren Konfrontation mit seinem Neffen verhält sich Luke wie ein vorbildlicher Jedi. Dass in diesem neuen Bürgerkrieg irgendwie alles Grau ist, keine Seite eindeutig gut oder böse, finde ich ebenfalls stimmig. Doch aus diesem vielversprechenden Ansatz wird leider nicht viel gemacht. Syal Antilles hat ein paar Gewissensbisse, weil sie auf einmal auf ehemalige GA-Kameraden feuern muss, aber damit hat es sich auch schon. Während die rebellische Konföderation irgendwie gesichtslos bleibt, verdichtet Allston die politischen Winkelzüge innerhalb der GA auf Mit-Staatschefin Niathal, die anscheinend noch später als die ohnehin in diesem Punkt sehr begriffsstutzigen Jedi erkennt, dass Jacen außer Kontrolle geraten ist. Auch hier hätte man mehr machen können, keine Frage. Natürlich kann es Allston nicht lassen, einige seiner Lieblings-Charaktere in "Zorn" auftreten lassen, auch wenn es aus dramaturgischer Sicht nicht viel bringt. Andere Figuren werden dagegen an der kurzen Leine gehalten, obwohl ihr Potenzial noch nicht ausgereizt scheint. So warte ich zum Beispiel darauf, dass Kyp Durron endlich mal wieder in Aktion tritt oder Han und Leia wieder wichtigere Aufgaben übertragen bekommen als den Steigbügelhalter für andere Charaktere zu spielen. Fazit: Insgesamt gibt es jedenfalls genug spannende Momente, das ganze Geschehen wirkt nicht mehr so statisch wie in den ersten drei Bänden. Die Fronten sind größtenteils geklärt, jetzt geht es daran, die Konflikte auszutragen. Die Reihe krankt zwar daran, dass der zentrale Konflikt (Jacens Fall zur Dunklen Seite) erzwungen wirkt und die Autoren mehr damit beschäftigt sind, ihre eigenen Lieblingscharaktere durchzuboxen als sich auf eine gemeinsame Richtung abzustimmen, doch glücklicherweise scheint sich die Handlung seit Band 4 ("Exil") verselbständigt zu haben. Die Action kommt nicht zu kurz und manchmal würzt Allston seinen Roman mit einer Prise Ironie. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kampf um die Centerpointstation,
Von
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Wächter der Macht 7: Zorn (Taschenbuch)
Han Solo und Leia werden auf dem Falken von Alema Rar angegriffen, dieplötzlich aus dem Nichts auftaucht und körperlich völlig unversehrt erscheint. Und noch etwas ist merkwürdig, Leia kann sie nicht in der Macht spüren. Als Alema sich besiegt wähnt, verschwindet sie genauso plötzlich, wie sie gekommen war. Angriffe dieser Art wiederholen sich, und bald wird klar, daß es sich um Machtprojektionen handelt, einer alten, unbekannten Technik der Sith. Jacen Solo alias Darth Caedus erholt sich inzwischen von seinen Wunden, die er im Kampf gegen Luke erhalten hat, und faßt einen Plan, mit der Tenel Ka zumindest politisch wieder auf seine Seite ziehen will: Er entführt seine eigene Tochter und bringt sie auf die "Anakin Solo". Jaina und Zekk brechen zusammen mit Jagged Fell, der das Fehlen von Jedikräften mit seiner neuen mandalorianischen Rüstung kompensieren will, auf eine Mission auf, um endgültig Alema Rar zu eliminieren. Gleichzeitig kommt es zu einem Gefecht zwischen einer Allianzflotte und einigen Raumschiffen der Corellianer, die einen merkwürdig abgehalfterten Eindruck macht. Dabei schnappt die Falle der Corellianer zu: Die Centerpointstation, die offenbar wieder einsatzbereit ist, fegt beide Flotten aus dem All. Jacen Solo an Bord der "Anakin Solo" hat Glück, da er gerade aufgrund eines Angriffs einiger Jedi aus dem Verband herausgezogen wurde und überlebt den Hinterhalt. Ihm wird sofort klar, daß er die Station an sich bringen muß, da er damit den Krieg sofort zu seinen Gunsten beenden kann. Doch auch die Jedi wissen das und arbeiten einen raffinierten Plan aus, um nicht nur die Centerpointstation unbrauchbar zu machen, sondern gleichzeitig noch Allana aus den Klauen von Jacen zu befreien. Erneut kommt es zu eimem Showdown zwischen Luke und Ben mit Jacen. Immer mehr erinnert die Serie an den Kampf der Rebellen mit dem Imperium, vor allem, als Jacen einen seinen Offiziere vor versammelter Mannschaft mit der Macht die Luftröhre zerquetscht. Der große Unterschied jedoch war, daß es damals ein Gut und ein Böse gab, während man dies in diesem Kampf über die beteilgiten Partien - Allianz, Corellia und Jedi - nicht sagen kann, was das Gefecht sowohl für den Leser als auch für die Beteiligten sehr unübersichtlich macht. "Zorn" ist ein weiterer spannender Roman aus der "Wächter der Macht"-Reihe, der die vorhandenen Handlungsstränge logisch weiterführt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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