13 Jahre sind seit Wedge Antilles Angriff auf den ersten Todesstern vergangen und mittlerweile ist er General, wogegen er sich jahrelang gesträubt hat. Als er sich gerade von seiner Freundin, der Wissenschaftlerin Qui Xux getrennt hat und in wohlverdienten Urlaub aufbrechen will, bekommt er Besuch von Geheimdienstchef Airen Cracken. Airen bittet Wedge darum seinen Urlaub noch ein wenig aufzuschieben und stattdessen an einer diplomatischen Mission nach Adumar teilzunehmen, einen Planeten der vor 10.000 Jahren in Vergessenheit geraten ist und gerade von der Neuen Republik wiederentdeckt wurde. Wedge ist zuerst misstrauisch, doch als er erfährt dass auf Adumar Raumjäger und vor allem Protonentorpedos hergestellt werden, welche der Republik zum endgültigen Sieg über das Rest-Imperium verhelfen könnten ändert er seine Meinung, vor allem weil die Adumari Piloten verehren.
Mit Tycho Celchu, Wes Janson und Derek 'Hobbie' Klivian landet Wedge auf Adumar und wird imposant empfangen. In der jubelnden Menschenmenge entdeckt Wedge zu seiner Überraschung auch Iella Wessiri, doch die Freude währt nicht lange als er den imperialen General Turr Phennir unter den geladenen Gästen ausmacht. Die Adumari haben sowohl Piloten des Imperium, als auch der Republik eingeladen, um ihr Können zu beweisen. Die Sieger erhalten exklusiv die Unterstützung Adumars...
Ein typischer Allston möchte man meinen, doch bereits an der Seitenanzahl merkt man dass "Starfighters of Adumar" sich doch von seinen Vorgängern unterscheidet. Nicht nur dass es kürzer ist, es ist auch ein Stand-alone-Titel, der zu keiner Serie innerhalb der Reihe gezählt werden kann und zudem den Abschluss des X-Wing-Zyklus darstellen soll. Natürlich treten Wedge und Konsorten auch in späteren Konflikten wie der Invasion der Yuuzhan Vong, der Killik-Krise und dem zweiten Galaktischen Bürgerkrieg in Aktion, aber bereits weit seltener und meist nur noch für 2 Bände (wobei in The New Jedi Order Michael Stackpole und Aaron Allston je eine Duologie mit "ihren" Charakteren einbauen durften).
Starfighters of Adumar profitiert nicht mehr ganz vom Glanz der X-Wing-Serie, die großen Schlachten sind vorbei und das Universum steuert nur noch auf große Krisen zu, die bis zur Invasion der Yuuzhan Vong im letzten Moment noch abgewendet werden können. X-Wing 9 verkörpert diese Grundstimmung perfekt, der klassische Kampf Imperium vs. Rebellen ist vorbei, was bleibt sind Bürgerkriege und Scheingefechte. Bereits auf Adumar treffen Imperiale und Rebellen in einer künstlich erzeugten Situation aufeinander, die sich in Dramatik und Action kaum noch mit dem klassischen Stil der Reihe messen kann, auch wenn es viele Charaktere und Elemente der Serie bietet. Irgendetwas fehlt, ob es die restlichen 8 Piloten der Staffel sind, welche hingegen für den Abschuss freigegeben ist? Oder liegt es daran, dass die Rogues schon fast zu zivil geworden sind? Fakt ist, X-Wing 9 ist ein relativ unbefriedigendes Ende der kultigen Reihe, nachdem die Geschichte um die Wraith Squadron nach 3 Bänden zu früh und die Thrawn-Trilogie direkt durch "Isards Revenge" fortgesetzt wurde.
Fazit:
Leider kein explosives Finale einer Kult-Reihe im Expanded Universe, das sich viel zu sehr auf einen sentimentalen Ausklang versteift hat.