Jahrelang hat Darth Vader das Geheimnis um die Existenz des Muur-Talismans und Cleste Mornes geheim gehalten, doch nun könnte sich dieses Wissen noch als wertvoll erweisen, um die Rebellen eine tödliche Falle zu locken. Durch seinen neuen Agenten Wyl Tarson streut Vader Gerüchte über eine geheime Superwaffe, um Luke, Leia, ihr Sonderkommando und den Millenium Falcon in die Klauen Karness Muurs zu treiben. Während die meisten Rebellen sich nach einem Angriff der Rakghoul an Bord des Falcons verschanzen können, finden sich Luke und Leia jedoch alleine mit einer dem Wahnsinn nahen Celeste Morne konfrontiert...
Nach über 100 Jahren hat Celeste Mornes Odyssee ein vorläufiges Ende an Bord des Sternenzerstörers Iron Sun gefunden, der ein Jahrzehnt zuvor unter mysteriösen Umständen verschwunden" ist. Auf dem Weg nach Had Abbadon stolpern Cade und seine Crew wie durch Zufall über die einstige Jedi, den Muur-Talisman und eine Crew aus Rakghouls. Doch würde sich der Muur-Talisman nicht perfekt als Köder für Darth Krayt eignen?
Vector 2 ist im Gegensatz zum ersten Band des ultimativen Star Wars-Crossovers ein wahres Highlight, da einerseits das Finale von Rebellion und andererseits der vorläufige Höhe- und Wendepunkt in Legacy. Mit Jan Duursema und Dustin Weaver sind zudem auch zwei der besten Zeichner gewonnen wurden, um das düstere Vector-Finale abzubilden. Natürlich sind im Rebellion-Teil von Vector auch wieder bekannte Charaktere dabei, wie Wyl Tarson, Deena Shan, Basso oder Klon-Trooper Able, von denen einer allerdings zum Abschluss von Rebellion sein Leben lassen muss.
Neben der Konfrontation Mornes mit Luke und Cade steht jedoch ganz eindeutig der von Cade inszenierte Mega-Showdown mit Krayt und einem kleinen Kreis seiner engsten Vertrauten Sith-Akolythen im Mittelpunkt. Doch neben der obligatorischen Action kommen auch Inhalt und Charakterzeichnung diesmal nicht zu kurz. So ist Cade um sein Ziel zu erreichen bemüht durch Meditation seine Abhängigkeit von Todesstäbchen zu unterdrücken und beweist einmal mehr, dass er in ein schlichtes Schwarz-weiß-Schema einfach nicht einzuordnen ist. Möglich das er und nicht Anakin Skywalker der Auserwählte ist, denn seine Machtfähigkeiten übertreffen den Stammvater des Skywalker Geschlechts bei weitem.
Was fehlt ist nach wie vor eine Mentorfigur, die den widerwilligen Helden Cade in Richtung helle oder auch dunkle Seite leiten könnte. Auf sich alleine gestellt ist Cade tatsächlich grau" und geht seinen eigenen Weg, den des Davonlaufens und um das zu tun, ist er sogar bereit sich seinen Feinden zu stellen, um nur ja in Frieden gelassen zu werden. Die raue Schale Cades und die moralische Ungewissheit der gesamten Reihe mögen manchen Leser stören, doch Fans von Quinlan Vos erkennen in Cade einiges von ihrem Helden wieder und doch ist er gänzlich anders.
Welche Auswirkungen die Begegnung mit dem Muur-Talisman auf Shado Vao, der bisher noch einer der helleren Jedi-Charaktere gewesen ist, haben mag bleibt völlig offen, allerdings wird angedeutet dass auch Shado eine dunkle Seite besitzen dürfte. Skrupellos hingegen präsentiert sich Imperator Fel, der den Muur-Talisman ebenfalls für seine Zwecke benutzen möchte und damit einen Konflikt innerhalb seiner Imperialen Ritter hervorruft, der von Azlyn Rae, Ganner Krieg gegen Antares Draco ausgetragen wird. Fel will seinen Thron unter allen Umständen zurückerobern, doch wie weit würde er dafür gehen? Antares Dracos Loyalität steht außer Frage, er will Prinzessin Sia und benötigt unter allen Umständen Roan Fels Einwilligung in diese Verbindung. Anders jedoch Ganner Krieg und die ihm sehr nahe stehende Azlyn Rae. Während sich für Rae zwar weniger die Frage stellt, ob es richtig ist, andere Imperiale zu töten, welche die Befehle Imperator Krayts befolgen so wie sie es auch für Roan Fel getan hätten, konfrontiert sie Draco damit dass ihre Loyalität gegenüber dem Imperator nur so lange gilt, wie dieser auf der hellen Seite steht und die Macht verkörpert. Während Draco sich jedoch Amt und Person verpflichtet fühlt, bekräftigen Krieg und Rae beinahe unisono dass sie letztlich der Macht verpflichtet sind und einen Fel auf der dunklen Seite nicht dulden könnten.
Zugleich wird Krayts Sith-Orden einer Zerreißprobe unterzogen, in der seine Vision von einer geeinten Galaxis und eines geeinten Ordens den Ausschlag geben. Infolgedessen ist wie schon im vorigen Legacy-Band angedeutet eine Verschiebung des erzählerischen Fokus von Krayt auf seine rechte Hand Darth Wyyrlok III. zu erwarten, wodurch sich interessante neue Entwicklungen eröffnen dürften.
Fazit:
In seiner Gesamtheit in actiongeladenes wendungsreiches Spektakel, das Rebellion abschließt und Legacy in eine neue Richtung steuert.