Die mandalorianischen Kriege sind mittlerweile vollends entfesselt und das Kriegsglück droht endgültig zu Gunsten der Mandalorianer zu kippen.
Admiral Karath' Flaggschiff ist in der Schlacht über Serroco zerstört worden und der Rest der republikanischen Flotte in Auflösung begriffen. Nur mithilfe von Zayne Carrick gelingt es Karath, Carth Onasi und einem kleinen Teil der Crew dem sicheren Tode zu entkommen. Schon bald erreicht das Rettungsboot ein Kommsignal. Lord Adasca, Kopf des Adascorp-Unternehmens, lädt sie zu einer Unterredung auf sein Schiff, die "Vermächtnis Arkanias" ein.
Dort angekommen feiern Zayne, Jarael und der Mandalorianer Rohlan ein freudiges Wiedersehen, das allerdings schnell ein jähes Ende findet, als Lord Adasca den Grund für seine Einladung erläutert. Jarael ist nichts weiter als eine Gefangene und Geisel, die der skrupellose Unternehmer als Druckmittel für den alten Camper benutzt. Mithilfe dessen technischer Fähigkeiten ist es Adasca gelungen, die Kontrolle über einen ganzen Schwarm riesiger Exorgothen zu gewinnen, die er nun als ultimative Waffe an die bestbietende Partei verschachern will. Auch der Jedi-Ritter Alek alias Squint, als Vertreter der "Revanchisten" geschickt, ist bei der Verhandlung zugegen, die mit der Ankunft einer weiteren Person einen kriegsentscheidenden Charakter gewinnt. Der Mandalore höchstpersönlich will die Waffe in Augenschein nehmen.
Nachdem der Sturm der Entrüstung auf Seiten der republikanischen Vertreter abgeebbt ist, diktiert Adasca seine so genannten Pläne für die Galaxis. Was niemand weiß: Auch der Jedi.Ritter Lucien Draay ist an Bord, verraten und betäubt von seinem alten Freund, dem Lord. Als er die Bewusstlosigkeit wiedererlangt findet er sich Rücken an Rücken gekettet mit Zayne Carrick wieder. Um den größenwahnsinnigen Adasca aufzuhalten, müssen die zwei Feinde einen Waffenstillstand schließen.
"Tage des Hasses" knüpft direkt an das Ende von "Tage der Furcht an" und führt die Gefährten, welche kurzzeitig eigene Wege gegangen sind, wieder zusammen. Gleichzeitig wird die Storyline um Lord Adasca zu Ende gebracht und zu einer neuen, der Schlacht um Taris übergeleitet. Hier, auf dem Stadtplaneten wo alles seinen Anfang nahm, gibt es ein Wiedersehen mit einigen Figuren aus dem ersten KOTOR-Spiel. Kleine Gastauftritte von Gadon Thek, Mission Vao, Brejik und Cassus Fett lassen nicht nur das altbekannte Spiel-Flair wieder aufleben, sondern verschaffen einstmaligen Nebenfiguren nun eine eigene Hintergrundgeschichte. Überhaupt ist es der Teil auf Taris, der mich am meisten gefesselt hat. Das liegt nicht nur an den anschaulicheren Illustrationen von Dustin Weaver, sondern allgemein am viel spannenderen Storyverlauf, der in einem großartig in Szene gesetzten Ende mündet.
Insgesamt hält auch "Tage des Hasses" das Niveau wieder auf oberstem Level und kreiert nebenbei noch dieses langvermisste Star Wars Flair, was so vielen anderen Comics abgeht. Ein großartiger Sonderband, der einige Geheimnisse lüftet und gleichzeitig neue Fragen (Was ist Jaraels Geheimnis?) aufwirft. Man kann nur hoffen, dass es in dieser Qualität weitergeht.