Nachdem Zayne und seine Gefährten auf dem Bankplaneten Telerath ihre Verfolger kurzzeitig abschütteln konnten, trennen sich auf Ralltiir nun die Wege.
Während Jarael mit dem Droiden Elbeh einen ruhigen Ort sucht, an dem sich der alte Camper von den Strapazen erholen kann, sucht Gryph einen Weg das neu erworbene Geld zu investieren. Zu Zaynes Entsetzen entpuppt die Investition als ein gestohlenes Kantinenschiff der Republik, das von einem dusseligen Kopfgeldjäger namens Slyssk geflogen wird. Der will nun mehr Geld für seine Dienste sehen, weshalb Gryph kurzerhand "sein Leben rettet" und der Trandoshaner aufgrund der Lebensschuld seines Volkes umsonst für ihn arbeitet. Damit enden die Probleme nicht, denn kaum sind sie im Orbit, müssen sie sich der hier versammelten Republikflotte anschließen, die dabei ist ihren Sprung an die Front, zum Planeten Serroco zu vollziehen.
Dort laufen die Kantinengeschäfte zwar prächtig, aber eine grauenvolle Vision Zaynes, in der er die Städte des Planeten in Flammen aufgehen sieht, zwingt den jungen Jedi zum Handeln. Obwohl er immer noch offiziell als Mörder gesucht wird, fliegt er mithilfe des Piloten Carth Onasi zum Flaggschiff von Admiral Saul Karath, um ihn zu warnen. Dieser schenkt ihm keinen Glauben und als die mandalorianische Flotte aus dem Hyperraum fällt und mit Atomraketen das Feuer auf die republikanischen Schiffe eröffnet, scheint die Vision sich nicht zu bewahrheiten. Bis die Raketen ihren Kurs ändern und den Planeten ansteuern.
Auf der anderen Seite der Galaxis sieht sich Jarael gezwungen auf Arkania zu landen, um Camper, dessen Zustand sich rapide verschlechtert hat, medizinisch zu versorgen. Dabei gerät sie in die Fänge von Adascorp. Dem Unternehmen vor dem Camper sein halbes Leben geflohen ist.
Auch der dritte KOTOR-Sonderband "Tage der Furcht" knüpft sowohl inhaltlich als auch vom Spannungslevel her direkt an seinem Vorgänger an. Und nach und nach finden jetzt auch Figuren aus den Rollenspielen ihren Weg in die Comics. Von Zaynes Begegnung mit Carth Onasi, dem späteren Gefährten Revans, bis hin zum arroganten Admiral Saul Karath. Geübte Beobachter werden während der Zerstörung Serrocos sogar zwei alte Bekannte entdecken, denn bei dem vermummten Revanchisten und seinem Schüler Squint, handelt es sich wohl um niemand anderes als um die späteren Darth Revan und Darth Malak. Damit ist Anlass zur Hoffnung gegeben, dass in den Comics auch die Vergangenheit dieser Figuren näher beleuchtet wird.
Mit Lord Adasca, dem Besitzer des mächtigen Konzerns Adascorp, taucht zudem ein weiterer Charakter auf, über dessen Pläne und Intentionen wild spekuliert werden darf. Das offene Ende bietet jedenfalls Potenzial für eine packende Fortsetzung. Autor John Jackson Miller macht einen jetzt schon gewohnt guten Job, was durch die tollen Illustrationen von Brian Ching, Dustin Weaver und Harvey Tolibao noch unterstützt wird. Allerdings ist der dritte Band besonders gegen arg dialoglastig und verworren geraten, was den Lesespaß in dieser Passage etwas hemmt.
Insgesamt ist aber auch "Tage der Furcht" ein absolut lesenswerter Sonderband, der Star Wars Flair vom Feinsten bietet und das Warten auf Band vier unerträglich macht.