Im zweiten Band der Erzählung um Quinlan Vos, den Jedi-Ritter der sein Gedächtnis verloren hat, wird Quin auf seine erste Mission nach einer neuerlichen Unterweisung in den Künsten der Jedi entsandt.
Als der Planet Ova von einer Raumverzerrung verschlungen wird vermutet der Jedi-Rat hinter diesem gewaltigen Akt der Zerstörung die Hexen von Dathomir, welche sich der dunklen Seite verschrieben haben und daher eigentlich ins Exil verbannt wurden. Trotz Quinlans Nähe zur dunklen Seite wird er entsandt um den Vorgängen auf Dathomir nachzugehen und herauszufinden wie die Hexen zu einer derartigen Zerstörung in der Lage sein können. Da er nicht verraten darf dass er ein Jedi ist lässt sich Quin bereits kurz nach seiner Ankunft von den Hexen gefangen nehmen und wird quasi versklavt. Allmählich findet Quin heraus dass die Hexen die Kontrolle über das Portalsystem einer ausgestorbenen Rasse erlangt haben, dessen Benutzung jedoch neben anderen Planeten auch Dathomir zerstören könnte. Trotz aller Gefahren ist die Anführerin der Hexen davon überzeugt das System als Waffe nutzen und schon bald gegen Coruscant richten zu können, um sich grausam am Jedi-Orden zu rächen...
Grundsätzlich ist Das dunkle Portal ja eine mittelmäßige Geschichte, deren Höhepunkt darin liegt dass sich Quin dem feministischeren Äquivalent eines dunklen Jedi stellen muss, die männliche Sklaven halten, um sich entweder mit ihnen zu paaren oder sie als Zwangsarbeiter einzusetzen. Allerdings erfährt man wenig Neues über die Hexen oder auch Quinlans Entwicklung nach seiner Neuausbildung und insgesamt ist die Geschichte viel zu kurz. In Hinsicht auf die Bösewichte hat es Quinlan Vos diesmal sogar ziemlich leicht, denn obwohl sie im Umgang mit der Macht unterwiesen sind, scheinen sie trotzdem keine würdigen Gegner für einen vollausgebildeten Jedi-Ritter zu sein, ein Vorteil den Luke Skywalker Jahrzehnte später nicht mehr zu haben scheint (wie sich die Zeiten halt so ändern können). Zuguterletzt sollte man die Zeichnungen eindeutig nicht mit denen späterer Quinlan Vos-Comics vergleichen, was nämlich einen markanten Unterschied belegt und "Das dunkle Portal" nur weiter herabsetzt. Schlussendlich wird dem Band auch seine Kürze zum Verhängnis, denn kaum kommt etwas Spannung in die Handlung ist das Finale schon erreicht.
Fazit:
Ein Band auf den man auch als Star Wars-Fan gerne verzichten kann.