Neben den sehr schönen Zeichnungen (das Cover verspricht nicht zu viel, die Bilder im Comic sind genau so gelungen!) ist es auch die Ära, in der diese Geschichte spielt, die mich für Dark Times begeistert haben. Darth Vader und der Imperator sind noch dabei ihr Reich zu organisieren, die verbliebenen Jedi aufzuspüren und die Herrschaft der Sith zu sichern. Vader stellt fest, dass sein Wunsch von absoluter Macht Opfer verlangt: er kann nicht schlafen, wird mit Sklavenhandel und anderen Abgründen konfrontiert. Der Imperator täuscht Mitgefühl vor und verspricht die Sklaverei zu gekommener Zeit abzuschaffen. Ein einsamer Anakin Skywalker schaut mit wehendem Umhang nachdenklich in den Himmel - nur eine der filmreifen Szenen dieses Comics!
Im Vordergrund steht in Dark Times aber nicht Vader, sondern der Jedi Dass Jennir, der einem Freund Bomo bei der Suche nach dessen Frau und Tochter hilft. Die Familie wurde als Sklaven verkauft. Das Finale der Geschichte ist ernst und bitter, so wie auch die gesamte Stimmung des Comics. Lediglich ein Goldhamster-ähnlicher Freund von Bomo sorgt für Drolligkeit. Ein Jar-Jar Binks bleibt den Lesern aber glücklicherweise erspart.
Die Familie von Anakin Skywalker wurde durch die Machtgier des jungen Jedi auseinandergerissen, in Dark Times wird eine weitere Familie geopfert, die Gegenüberstellung der Helden und des Schurken Darth Vader ist Zeichner Douglas Wheatley und den Autoren Welles Hartley und Mick Harrison gut gelungen!
124 Seiten, Softcover, Farbe, Übersetzung: Michael Nagula, Extras: Cover-Galerie, Lucas Books / Panini 2011