Mit der Imperium-Comicreihe wurde ein gewagtes Projekt in Angriff genommen, nämlich den galaktischen Bürgerkrieg einmal aus einer anderen Perspektive darzustellen die bisher eher vernachlässigt wurde. Zwar gelingt es nicht allen Bänden der Reihe diesem Anspruch zu entsprechen, doch zumindest der erste tut dies in jeder Hinsicht. Ein Muss für jeden Fan des Imperiums.
Während der Todesstern gebaut wird und immer neue Rebellenzellen sich zu einer Allianz gegen die imperiale Herrschaft formieren hat Palpatine nicht nur mit abtrünnigen Welten und treuen Anhängern der untergegangenen Republik zu kämpfen, sondern auch mit einer Reihe von Verrätern in den eigenen Reihen, nur weiß er das eben noch nicht, ebenso wenig wie seine rechte Hand Darth Vader, denn unter der Führung von Großmoff Trachta hat sich eine kleine Gruppe von einflussreichen Verschwörern formiert, die nichts lieber sehen würden, als Ende der Herrschaft durch die Sith und ihre Theokratie. Anstelle Palpatines planen sie schlussendlich ein Mitglied aus den eigenen Reihen an die Spitze des Staates zu bringen, doch zunächst gilt es die beiden Männer aus dem Weg zu schaffen, die das verhasste System verkörpern. Mit einem geheimen nur Trachta gegenüber loyalen Sturmtruppenkontingent sollen die beiden Sith zeitgleich vernichtet werden. Doch als die Ausführung des Plans beginnt und die Herrschaft in greifbare Nähe rückt verstärkt sich auch das gegenseitige Misstrauen der Verräter und jeder beansprucht die totale Macht für sich...
Eine Rebellion die sich explizit gegen die Theokratie der Sith richtet, das nenne ich mal eine gute Idee, die wirklich Potential für mehr gehabt hätte, aber vielleicht auch gut so dass sie nicht so ausgeschlachtet wurde. Die Handlung selbst ist wie in der Zusammenfassung schnell erklärt, dass Ende überrascht trotzdem immer wieder aufs Neue. Zwar bleiben einige Fragen offen, doch hauptsächlich weil die Geschichte verhältnismäßig kurz gehalten wurde und alle Charaktere ziemlich neu sind. Auch der Zeichenstil hebt sich etwas von den anderen Star Wars-Comics ab, auch wenn er es vielleicht nicht vergleichbaren Bänden von Republic aufnehmen kann. Einziger und doch markanter Nachteil des Bandes, die Charaktere kommen nicht wirklich zur Geltung und bleiben daher zumindest für meinen Geschmack zu flach.
Fazit:
Eine erfrischende Abwechslung vom Kampf zwischen Rebellen und dem Imperium.