Im ganzen erweiterten Star Wars-Universum gibt es keine zweite Geschichte die sich als derart maßgebend erwiesen hat, wie Shadows of the Empire , das als Konsolen- und PC-Spiel, Comic und Roman nicht nur die Lücke zwischen Episode V und VI geschlossen sondern auch eine ganze Fan-Generation hervorgebracht hat.
Obwohl Han Solo von Boba Fett in Karbonid eingefroren wurde, lässt sich der berühmteste aller Kopfgeldjäger sehr viel Zeit ihn in Jabbas Palast auf Tatooine abzuliefern und so haben auch Hans Freunde die Hoffnung noch nicht aufgegeben, ihn aus den Händen Fetts wieder zu befreien. Während Luke in der alten Hütte Obi-Wan Kenobis ein neues Lichtschwert konstruiert, um seine Jedi-Ausbildung abzuschließen, wird Boba Fett vom Schmuggler Dash Rendar in der Nähe von Gall gesichtet. Rendar selbst ist von einem tiefen Groll gegen das Imperium beseelt, das auch seine Familie zerstört hat und arbeitet kurz entschlossen gegen Bezahlung mit der Allianz zusammen. Die Sonderstaffel unter Wedge Antilles greift natürlich sofort ein, doch Fett entkommt zunächst.
Im imperialen Palast kämpfen mittlerweile Darth Vader und der Verbrecherfürst Prinz Xizor um die Gunst des Imperators, wobei beide bereit sind den anderen gnadenlos zu bekämpfen und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu vernichten. Als Xizor erfährt dass Luke Skywalker der Sohn Vaders ist sieht er seine Chance gekommen und setzt alle Hebel in Bewegung um Luke zu töten...
Anders als man annehmen könnte, führt Shadows of the Empire nicht in eine gewaltige Schlacht des galaktischen Bürgerkrieges, sondern in einen erheblich stilleren und heimtückischeren Kampf zwischen der rechten Hand des Imperators Darth Vader und dem Herrn über die mächtige Verbrecherorganisation Black Sun Prinz Xizor, dessen Transportunternehmen zudem maßgeblich am Bau des zweiten Todessterns beteiligt ist. Doch auch die Rebellen haben einen Platz in diesem Konflikt im Schatten des Imperiums, da sich Xizors Zorn auch gegen einen der ihren richtet, keinen geringeren als Jedi-Schüler Luke Skywalker, der anderenseits auch von Darth Vader gejagt wird, der ihn aber unbedingt lebend gefangen nehmen will.
Mit Dash Rendar wurde unter anderem ein interessanter Charakter geschaffen, der im EU mit Shadows of the Empire nur leider einen sehr kurzen Auftritt feiern darf. Maßgeblich für das Expanded Universe ist hingegen die Einführung der Black Sun als intergalaktische Verbrecherorganisation, die es sogar mit den Syndikaten der Hutts aufnehmen kann. Ohnediens weicht Shadows of the Empire etwas von der Norm ab und verliert sich weder in philosophischen Eskapaden um die Macht, noch in überzogenen Liebesbezeugungen Prinzessin Leias, die Handlung verfügt nämlich über ein stabiles Maß an Spannung, mit zahlreichen Actionszenen und Wendungen, die Schatten des Imperiums geradezu für eine Verfilmung prädestinieren würden.
Fazit:
Schade dass man das Buch nicht für eine Verfilmung in Betracht gezogen hat, denn es bietet alles was man sich als Star Wars-Fan nur wünschen kann, Action, Spannung und fremde Welten.