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0-0-0: das sind die Raumkoordinaten für Coruscant, Juwel der Galaxis, Hauptwelt der Republik. Dort spielt denn auch der Großteil der Handlung von TRIPLE ZERO. Separatistische Terroristen haben mehrere Anschläge auf militärische Einrichtungen (Kasernen hauptsächlich) verübt, denen hauptsächlich Klone zum Opfer gefallen sind. Kal Skirata, mandalorianischer Söldner, einer von 100 von Jango Fett angeheuerten Klonkommando-Ausbildern und seit Beginn des Krieges Berater der Armeeführung, will dem ein Ende bereiten. Zusammen mit einem weiteren Mandalorianer, acht Kommandotruppen (Gruppe Delta, aus dem Spiel, und Gruppe Omega, aus HARD CONTACT), zwei leicht durchgedrehten Superklonen und zwei desillusionierten Jedi leitet er eine hochgradig illegale aber von oben geduldete Aktion, das Terroristennetzwerk auffliegen zu lassen und Rache zu nehmen.
Handwerklich gibt es an TRIPLE ZERO für einen Unterhaltungsroman nichts zu beanstanden. Die Charaktere sind glaubwürdig - auch in ihren scheinbaren Widersprüchen -, die Handlung ist spannend, abwechslungs- und temporeich. Die beiden "Lehrmeister", Kal Skirata und Walon Vau, sind in dreifacher Hinsicht besonders interessant: für sich selbst gesehen, wie sie aufeinander reagieren und wie ihr jeweiliger Charakter auf andere Figuren ausstrahlt. Sowohl die Omega-Klone als auch die beiden Jedi lassen sich fast besser im Hinblick auf ihre Beziehung zu Skirata charakterisieren als für sich alleine.
Wie schon in HARD CONTACT vertieft Traviss auch diesmal das Verständnis des Lesers für die Klone. Das sind keine organischen Droiden, auch keine reinen Befehlsempfänger. Das sind Menschen, die einen Gemeinschaftssinn haben, trauern und lieben können und lieber mit Namen als mit Nummern angesprochen werden wollen. Es ist bemerkenswert, wie gut sie die mandalorianische Kultur, die ihnen von ihren Mentoren vermittelt wurde, angenommen und für ihre Bedürfnisse adaptiert haben.
Was Karen Traviss mit den Mandalorianern gemacht hat, verdient ohnehin einen eigenen Absatz. Sie hat die erste vollständige Star-Wars-Kunstsprache erfunden: Mando'a. In TRIPLE ZERO und anderswo (beispielsweise in zwei Artikeln des offiziellen amerikanischen Star-Wars-Magazins) hat sie die Mando-Kultur, von der bisher nicht allzuviel bekannt war, glaubwürdig ausgebaut und verständlich gemacht.
Allerdings, und das wäre dann auch mein einziger großer Kritikpunkt, geht sie mir manchmal zu unkritisch damit um. Dass Skirata und Vau sich um die Gesetze der Republik nicht scheren und über Leichen gehen, um ihren Jungs weitere Anschläge zu ersparen, das ist - im Rahmen der Innenwelt dieser Figuren - akzeptabel. Dass die Klone ihnen folgen sowieso. Aber dass beide Jedi diese vielleicht notwendige aber moralisch verdammungswürdige Aktion nicht nur tolerieren, sondern auch noch aktiv daran teilnehmen, das ist nicht in Ordnung, zumal an keinem Punkt im Roman ein Charakter der "mandalorianischen Methode" Paroli bietet (was dazu verleiten könnte, zu sagen, dass die Autorin damit einverstanden ist).
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