Als Deena Shan nach den Ereignissen um den Verrat Jorin Sols der Rebellion adieu sagen will und auch Luke sie nicht umstimmen kann, fällt die schwer angeschlagene Rebell 1 weit hinter den feindlichen Linien aus dem Hyperraum. Der Hyperraum ist nicht mehr flott zu kriegen und das Schiff ist zu schwer beschädigt, um noch ein Gefecht durchzustehen, dennoch bietet sich der Allianz eine Chance, dem Imperium einen verheerenden Schlag zu versetzen, denn vor ihnen liegt die Bannistar Station, das größte imperiale Treibstoffdepot im Mittleren Rand. Doch auch wenn die Rebellen glauben ihr Himmelfahrtskommando könnte sich der Anlage unbemerkt nähern, man hat sie längst entdeckt...
Sieht man von Vector Part 7 und 8 ab, ist Small Victories der letzte Handlungsbogen von Rebellion, das zu Gunsten von The Clone Wars und Invasion eingestellt wurde. So kommt es das viele Handlungsstränge nicht abgeschlossen werden können und das endgültige Schicksal eines Wyl Tarson, Janek Sunber oder einer Rasha Bex vorerst im Dunkeln bleiben, sofern manche der Autoren hinter Invasion nicht doch ein schlechtes Gewissen bekommen und ein spätes Wiedersehen ermöglichen.
Dabei hätte sich Rebellion gerade sehr interessant entwickelt, nachdem die Reihe viele lose Handlungsstränge von Empire übernahm, das entgegen der Namensgebung trotzdem immer wieder in die Perspektive der Rebellen verfiel. So gelang es den Rebellen wie auf Kalist VI schwere Schläge gegen das Imperium auszuführen, während auch immer wieder Bezüge zu Ereignissen aus den Klonkriegen eine Rolle spielten, als bekanntestes sei die Schlacht um Jabiim genannt. Die besondere Leistung der Reihe ist dabei vor allem die Verknüpfung der Rebellion mit den Resten separatistischer Widerstandsgruppen, weshalb ein modifizierter Zerstörer/Träger der Providence Klasse als Rebell 1 Prinzessin Leia gegenwärtig als Flaggschiff dient. Neben über 20 Jahren alten Kriegsschiffen finden sich im Bestand der Allianz allerdings auch B-Wing Prototypen, die in Small Victories erstmals zum Einsatz kommen.
Als dritter und letzter Rebellion-Sammelband ist Small Victories durchaus gelungen, bietet sich den seit Jorin Sols Verrat angeschlagenen Rebellen doch eine Chance zum Gegenschlag, die so gar nicht nach einem kleinen Sieg aussehen würde, geht es doch um eines der größten imperialen Treibstoffdepots. Aber der Erfolg der Mission hängt von Deena Shan ab, die aufgrund vergangener Ereignisse arge Selbstzweifel entwickelt hat und keine ausgebildete Kommandosoldatin ist. Damit liegt der erzählerische Fokus vor allem auf ihr, die sie über sich hinauswachsen und ihren Befürchtungen stellen muss.
Fazit:
Ein würdiges Ende für Rebellion.