Rebellenspion Wyl Tarson will nicht mehr und versucht seinem Auftraggeber, dem Verbrecherfürsten Raze zu entkommen. Doch der Gangsterboss hätte in seinem Chef nie so lange überlebt, hätte er nicht Erfahrung im Umgang mit Verrätern, so stoppt ein Implantant in Tarsons Kopf seine Flucht und zwingt ihn zur Kooperation, ansonsten droht Raze ihm damit die ebenfalls in seinen Kopf implantierte Bombe zu zünden. Für eine letzte Mission, die gleichzeitig ein Himmelfahrtskommando sein sollte, muss Tarson ein Team zusammenstellen, falls er überlebt darf er seine Freiheit behalten, falls nicht ist ihm der Tod gewiss, wie auch bei weiteren Fluchtversuchen.
Mit Raze Lieutenant Laynara bricht Tarson nach Ahakista auf. Doch zunächst gelingt es ihnen den Einbrecherexperten Baco Par und den ehemaligen Söldner Darca Nyl für die Mission zu gewinnen. Auf Ahakista bahnt sich unterdessen ein Bürgerkrieg an, der von Rebellenführer Dunlan angeführt wird. Anschläge gegen die imperialen Besatzer und ihre Kollaborateure sind längst an der Tagesordnung, als die Gegenmaßnahmen verschärft werden und Darth Vader die Bühne betritt, um den Aufstand im Keim zu ersticken, denn Ahakista mag abgelegen sein, aber für das Imperium besitzt der Planet einen enormen Wert...
Der zweite Sammelband der Rebellion-Serie steht ganz im Zeichen eigentlicher Nebencharaktere, die in Empire meist nur beiläufig oder in One Shots vorgekommen sind. So auch Rasha Bex, die den Schmuggler BoShek an das Imperium verraten hat. Anders als in Empire haben diese Nebencharaktere aber im Rampenlicht erstmals eine mehrteilige Geschichte alleine durchzustehen. Grundsätzlich ist das eine begrüßenswerte Idee, die dem Expanded Universe immer schon frisches Blut und neue Ideen zugeführt hat, aber sie ist auch etwas ungewohnt, denn diesmal verläuft die Grenze zwischen Gut und Böse nicht so einfach, viele Helden handeln aus Zwang und nicht heldenhaften Motiven, das Imperium verkörpert durch Darth Vader ist grausam und brutal, aber zumindest eine einheitliche Front, bis auf wenige Abtrünnige. Die Rebellen hingegen sind ein Haufen, der sich aus unterschiedlichen Gründen dem Imperium wiedersetzt und vor allem die Zusammenarbeit mit Verbrechern wie Raze scheint so manchen korrumpiert zu haben.
Nichtsdestoweniger hat Ahakista Gambit mit einigen Problemen zu kämpfen. Die Illustrationen sind allerdings gut gelungen, auch wenn sie mir vielleicht etwas arm an Emotionen vorkommen. Viel verstörender ist da schon die streckenweise Spannungslosigkeit und das Problem sich nur kurz vorgestellten völlig neuen Charakteren gegenüber zu sehen.
Fazit:
Ambitioniertes Experiment mäßig ausgeführt.