Nachdem Commander Soresh bei seinem Auftrag Luke und seine Freunde auszuschalten gründlich gescheitert ist, gilt er als Staatsfeind und ist auf der Flucht vor dem Zorn Darth Vaders. Doch trotz allem hat Soresh die Hoffnung nicht aufgeben seinen Platz an der Seite des Imperators zurückzuerobern und Vader wie auch Luke zu vernichten. Als Luke, Han und Leia mit knapper Not einem Umsturz Imperialer auf einem ehemals mit den Rebellen sympathisierenden Planeten Nyemari entkommen, erreicht Luke eine Botschaft Soreshs. Will er eine entführte Siedlergruppe retten, muss er sich Soresh stellen. Doch auch wenn die Rebellen Soresh zunächst austricksen können und einen Befreiungsversuch unternehmen, wird Luke entführt. Währenddessen haben Ferus und Div auf Yavin 4 ihre Hände voll damit zu tun, mehr über eine geheime und höchst kritische Mission der Rebellen herauszufinden, von der Ferus annimmt dass sie eine tödliche Falle für die ganze Allianz darstellen könnte...
Als nach REBEL FORCE 5: TRAPPED bekanntgegeben wurde dass die Reihe mit Band 6 enden würde, sah die Inhaltsangabe von UPRISING noch anders aus und passte eher zum Titel, als das was draus geworden ist, nachdem der Band zum Reihenfinale umgebaut werden musste. Dabei hatte das ursprüngliche UPRISING einen sehr interessanten Plot, der durchaus ein wenig an die Jedi Padawan-Bände Jude Watsons erinnerte. Ein mit den Rebellen sympathisierender Planet gerät in den Griff imperialer Jugendliche und Luke, Han und Leia müssen sie überzeugen, dass das nicht der richtige Weg ist. Eine etwas andere Konstellation als man sie von früheren Jugendbüchern gewohnt ist, als die "böse" alte Garde von jugendlichen Idealisten mit Hilfe der Helden gestürzt wurde, aber Alex Wheeler eben nicht Jude Watson und geht eigene Wege bzw. wäre eigene Wege mit diesem Plot gegangen, wenn er umgesetzt worden wäre. Stattdessen wurde quasi der Epilog des ursprünglichen Plots genommen und zum Prolog von UPRISING.
Das vorgezogene Finale hat auch einige Konsequenzen für die Entwicklung der Charaktere, denn Div, der erst in FIREFIGHT eingeführt wurde muss sich nun an der Seite Ferus Olins bereits seinem Schicksal stellen und man merkt dem Band durchaus die Überstürztheit mancher Entwicklungen an. Dennoch gelingt es Alex Wheeler für das Finale von Rebel Force noch einmal alle Register zu ziehen. Das obligatorische Aufeinandertreffen Vaders und Ferus steht ins Haus, ebenso Rezi Soreshs letzter großer Trumpf. Ganz in der Tradition größenwahnsinniger imperialer Commander stellt sich Soresh jedoch am Ende gegen alles und jeden, doch nicht um selbst Imperator zu werden, sondern Vader von seinem Podest zu stoßen und seinen rechtmäßigen Platz an Palpatines Seite "wieder" einzunehmen. Dabei überschätzt sich Soresh natürlich ein wenig, denn wie wir aus TRAPPED bereits wissen, residierte er lange Zeit in einem Bürogebäude für drittklassige Offiziere. Aber Palpatine hätte Soresh wohl kaum mit der Jagd auf Luke beauftragt, wäre der Commander nicht auf seine Art und Weise fähig und nicht bloß irgendein wegen des Todes seiner Angehörigen auf dem Todesstern verbitterter Offizier. Soresh ist der Idealtyp eines imperialen Offiziers, für das Imperium ist er bereit zu foltern und zu töten, er hat seelenlose Agenten geschaffen, die jedoch nur ihm treu ergeben sind, damit er seinen Wert für den Imperator behalten kann, doch er kennt seinen Platz und der ist nicht auf sondern neben dem Thron, als treuer Vasall Palpatines. Nun versucht er sich zu rehabilitieren, indem er einerseits seinen Gegenspieler Vader ausschaltet, den größten Helden der Rebellion zu einem seiner Agenten macht und zugleich die Rebellion in die Knie zwingt. Es könnte ihm sogar gelingen, denn er hat sich Zugriff auf eine höchst wirkungsvolle Waffe aus dem Schlundzentrum besorgt, die dort noch in Auftrag Grand Moff Tarkins geschaffen wurde. Übrigens eines der vielen Beispiele dafür, wie Rebel Force mit dem Kanon des EU verbunden wurde.
Schon TRAPPED verdeutlichte, dass Alex Wheeler in Sachen Dramatik andere Wege verfolgt, als Vorgängerin Jude Watson. So war Agent X-7 am Ende nicht zu bekehren und Rezi Soresh weigert sich einfach davon zu laufen, nur weil seine Pläne gescheitert sind und Vader jagt auf ihn macht. Unbelehrbare Überzeugungstäter, die eben nicht einfach böse sind, sondern trotz obligater sadistischer Veranlagungen Gründe haben gerade so zu handeln. Im Fall von X-7 weil er zu dieser Killermaschine geformt wurde, im Fall von Rezi Soresh weil all seine Zweifel spätestens mit der Vernichtung des Todessterns hinweggefegt wurden. Und dann ist da noch diese ironische Spur Realismus, die sich auch darin äußert dass Ex-Gärtner Ferus Olin und Söldner Div keineswegs von den Rebellen derart willkommen geheißen werden, dass sie auch gleich in den engsten Kreis von General Dodonnas Beratern aufgerückt sind, sondern Hausmeisterarbeiten wie das zusammensetzen von Erfrischungszellen zu erledigen haben.
Das Ende ist wie für REBEL FORCE absehbar vor allem konsequent. Die offenen Handlungsstränge werden abgeschlossen und nachdem die Reihe schon zu Beginn mit Thrawn und Crix Madine zwei hochkarätige Gastauftritte vorzuweisen hatte, gibt es zum Ende noch ein Cameo des Maw und Grand Moff Tarkins ultimativer Waffe. Und am Ende ist Luke seinem Schicksal als Jedi-Ritter einen wichtigen Schritt näher. Doch so ganz zu beeindrucken will dem Werk nicht gelingen, dafür erfolgt der Abschluss der Reihe zu rasch.
Fazit:
Zwar nicht das UPRISING das es hätte werden sollen, doch immerhin ein solides Reihenfinale.