Nachdem er in „Der Pfad der Erkenntnis" mit einem hinterhältigen Sklavenhändler konfrontiert wurde, muss sich Anakin Skywalker in „Tödliche Spiele" einem weiteren Teil seiner Vergangenheit stellen: dem Podrennen.
Ich persönlich fand das Podrennen in Episode 1 ziemlich cool, deshalb fand ich es toll, dass Jude Watson diesen Aspekt für die Jedi Quest-Serie noch einmal aufgegriffen hat.
Zur Story: Obi-Wan und Anakin werden zusammen mit zwei anderen Jedi-Teams (Siri und Ferus Olin sowie Ry-Gaul und Tru Veld) nach Euceron gesandt, wo dieses Jahr die Galaktischen Spiele stattfinden. Die Jedi sollen dafür sorgen, dass alles planmäßig verläuft. Doch schon bald müssen sie erkennen, dass die Spiele auch Schauplatz einer großen Intrige sind, mit der einige Senatoren diskreditiert werden sollen. Die Lösung dieses Problem erfordert äußerste Konzentration. Doch Anakin ist abgelenkt, denn er findet heraus, dass auch ein Podrennen stattfindet, und die Versuchung, daran teilzunehmen ist sehr groß. Der Konflikt mit Obi-Wan scheint vorprogrammiert...
Ich finde das Buch ziemlich gut. Man kann wieder Anakins Mangel an Beherrschung und seinen enormen Siegeswillen und Ehrgeiz erkennen. Auch die Frage, ob Obi-Wan ihm denn nun vertraut oder nicht, wird wieder kurz aufgegriffen.
Viele bekannte Charaktere aus den anderen Jedi Quest- bzw. Jedi-Padawan-Bänden tauchen wieder auf: neben oben aufgeführten Meister-Padawan-Teams noch Astri Oddo, Didi Oddo und Fligh. Und wo es um Podrennen geht dürfen auch Figuren wie Aldar Beedo, Gasgano und Sebulba nicht fehlen. Natürlich werden bei Anakin die alten Hassgefühle auf Sebulba wieder wach... wenn das mal gut geht!
Was Granta Omega angeht lässt Jude Watson den Leser noch schmoren. Aber das wird sich sicher bald ändern. Die zunehmenden Krisenherde in der Galaxis werden kurz angesprochen, eine gute Anspielung auf die bald auftretenden Separatisten.
Alles in allem ein ganz gutes Buch, leider nicht ganz so fesselnd wie der erste oder der dritte Teil der Serie. Und am Schluss... so viel sei gesagt: es gibt diesmal nicht wirklich ein Happy End.
4 Sterne. Weiter so!