4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Enttäuschend!, 21. Februar 2002
Da das Buch als Hardcover erschienen war, habe ich eigentlich eine gute Story erwartet, aber die kam erst auf den letzten 50 Seiten. Auf den ersten 300 passiert fast nichts und das wird schnell langweilig. Schlimm genug, dass Leia sich mit den Flüchtlingen rumplagt, anstatt sich ein bißchen auf ihr Jedi-Erbe zu konzentrieren, nein, jetzt machen Han und Jacen auch das gleiche. Das schlimmste aber ist, dass es nur wie ein Vorwand erscheint um alle am gleichen Ort zu haben. Das Ziel ist verständlich, aber man hätte es bestimmt auch sinnvoller erreichen können.
Das positive ist, dass Kathy Tyers es wenigstens schafft alle Hauptcharaktere wichtig für die Story zu machen und nicht ihre eigenen Kreationen in die Story reinzwängt, wie das Stackpole zu tun pflegt.
Auch Leias Rolle am Ende, den Ausgang von Jacens Problem, sowie den Aufruf der Vong bezüglich der Jedi finde ich gelungen, aber leider reicht das nicht um das Buch wirklich zu retten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Verraten und verkauft, 10. Oktober 2007
Zusammen mit seinem neuen Gefährten Droma und dessen Familie, haben sich Han und sein Sohn Jacen in ein Flüchtlingslager nach Duro begeben, wo den Heimatlosen aus den von der Invasion überrannten Gebieten eine sichere Unterkunft gewährt werden soll. Unterstützt von der Handelsgesellschaft CorDuro versuchen die Flüchtlinge unter der Schirmherrschaft der Hilfsorganisation SELCORE den Planeten wieder bewohnbar zu machen, nachdem er durch allzu sorglosen Umgang mit der Umwelt beinahe unbewohnbar geworden ist. In den riesigen Biosphären wo neben den Flüchtlingen auch Forscher untergebracht sind, wird fieberhaft daran gearbeitet den Planeten zu retten und eine neue Heimat für die Vertriebenen zu erschaffen. Was die Solos nicht wissen, in einem benachbarten Dom, hat auch Leia Unterschlupf gefunden und sie wie Han versuchen alles die Zwistigkeiten zwischen den rivalisierenden Einrichtungen beizulegen. Nicht jeder ist jedoch auch wirklich daran interessiert den Planeten zu retten, denn unter den Forschern verbirgt sich ein nur zu bekannter Spion und Saboteur, aber auch von Seiten der Flüchtlingen droht den Solos Gefahr.
Auf Coruscant ist der Gründer des neuen Jedi-Ordens, Luke Skywalker erneut sehr besorgt um seine Frau Mara Jade, deren mysteriöse Erkrankung durch die heilenden Tränen Vergeres zwar gebremst, aber noch nicht geheilt wurde. Zudem stellt sich heraus, dass Mara schwanger ist, was die beiden aber vorerst möglichst niemanden verraten wollen, denn zuerst will Mara die Krankheit wirklich besiegen, die ja nun auch das Leben ihres ungeborenen Kindes bedroht. Von der Jedi-Ritterin Tresina Lobi erfahren sie jedoch dass ihre Padawan auf einer der orbitalen Städte von Duro verschwinden ist. Mit ihrem Neffen Anakin gehen Luke und Mara dem nach, doch die Suche führt zu einer schockierenden Entdeckung...
Immer wieder hat die Neue Republik versucht den Invasoren Einhalt zu gebieten, aber je näher die Yuuzhan Vong Coruscant kommen, desto weniger Verbündete bleiben übrig und so haben die schwer angeschlagenen Hapaner ebenso zur Sicherung ihres eigenen Reiches zurückgezogen, wie das Restimperium, das von der Invasion bisher kaum betroffen war (und wieso sollten die einstigen Erzfeinde für die Republik kämpfen, wenn sie sich in Sicherheit wiegen?). Die Neue Republik steht nach den bisherigen Verlusten relativ einsam da und das merkt man auch an der Handlung von Planet der Verlorenen, die sich hauptsächlich in den Flüchtlingslagern von Duro abspielt, wo die durch den Krieg zerstreuten Solos wieder einmal zusammenkommen. Man könnte behaupten das wäre ein Familientreffen der besonderen Art, der von Trauer zerrissene Han, die in einem verzweifelten Kampf gegen das Chaos in den Lagern stehende Leia, der an sich selbst und der Macht zweifelnde Jacen und die durch einen Unfall kurzfristig erblindete Jaina.
Im Gegensatz zu den vorangeganen Bänden von The New Jedi Order wird wieder mehr Wert auf die Darstellung der Charaktere und ihrer inneren Konflikte und Ängste gelegt, wie an Jacen Solo deutlich wird, der aufgrund einer Vision von einem Kippen des Gleichgewichts der Macht darauf verzichtet die Macht einzusetzen, weil er sich selbst für den Verursacher dieses Wandels hält. Auf einen völlig anderen Handlungsstrang müssen Luke und Mara erkennen, dass es selbst innerhalb der Neuen Republik Kollaborateure der Vong gibt, die getrieben von eigenen Interessen bereit sind alles und jeden zu opfern. Vom früheren Heldentum der Jedi keine Spur, die Galaxis hält sie für die Zerstörung Ithors verantwortlich und in einer Situation wachsenden Misstrauens nutzt auch der Kriegsmeister der Yuuzhan Vong diese Stimmung für sich aus. Tsavong Lah ist der neue Schurke im Krieg der Sterne und er sieht die Jedi als größte Bedrohung für seine Leute an, was dazu führt, dass er nur zu gerne bereit ist Kollaborateure zu unterstützen, die ihm diese Feinde ausliefern können. Anderenseits sind die Yuuzhan Vong auch keine sehr bündnistreuen Gesellen und üben oft genug blutigen Verrat an Alliierten.
Tsavong Lah ist nicht wirklich mit Großadmiral Thrawn zur vergleichen, auch wenn das anfangs nahe liegt, aber wie Thrawn, Gillad Pellaeon oder Admiral Daala ist er ein sehr fähiger Taktiker und wird das in kommenden Schlachten noch ausgiebig unter Beweis stellen. Richtungsweisend für kommende Bände ist selbstverständlich seine Einstellung zu den Jedi, die zu einem wahren Rundumschlag gegen den Orden führen wird.
"Balance Point" setzt die Tradition von "Hero's Trial" und "Jedi Eclipse" fort, wo ein wichtiger Teil der Handlung auch in Flüchtlingslagern angesiedelt war und der Krieg eher an der Handlung vorbeizog, wenn auch sehr geräuschvoll durch blutrünstige Angriffe auf die heimatlos gewordenen. Auch wenn die Space-Action eingeschränkt wird, so geht sie doch nicht ganz verloren, wie auch in den Angriff der Klonkrieger und Das Imperium schlägt zurück. Nur leider wirkt die anfangs noch erfrischend unkonventionelle Storyline mittlerweile etwas ausgelaugt, noch dazu weil viel mehr Handlung in den Flüchtlingslagern stattfindet als noch in den beiden vorigen Bänden.
Fazit:
Leider kein sehr actionreicher Band, der dennoch durch gut dargestellte Charaktere und eine spannende Handlung einiges von diesem Mangel wieder wett machen kann, aber eben Geschmackssache, denn wer sich nicht zu sehr mit der Thematik identifzieren kann, könnte den Band gut und gerne überspringen, ohne allzu viel zu verpassen.
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4.0 von 5 Sternen
Angekommen, 29. August 2002
Vorwarnung: Ich bin ein Fan, und ich habe noch nicht alle NJO-Bücher gelesen. Soviel dazu.
"Balance Point" dreht sich - wie schon seine Vorgänger - um die fortschreitende Invasion durch die Yuuzhan Vong, eine technikhassende Spezies mit einem Hang zur Selbstverstümmelung aus religiösen Gründen. Da die Yuuzhan Vong inzwischen eine große Anzahl der Neue-Republik-Welten erobert haben, entsteht dem Senat ein stetig anwachsendes Flüchtlingsproblem, das Leia und Han, beide auf ihre Weise, aber unabhängig voneinander (und trotzdem auf dem gleichen Planeten...) zu lösen versuchen. Dabei wird man einmal mehr Zeuge der politischen Grabenkämpfe im Senat, verschiedener Raumschlachten und Rettungsaktionen. Und zwischendurch erfahren wir, dass es wohl demnächst Skywalker-Nachwuchs geben wird...!
Ich will die Handlung nicht vorwegnehmen. Was ich besonders mochte an dem Buch war die Tatsache, dass man mal wieder die gesamte Solo-Skywalker-Familie zusammen agieren sieht. Leia und Han, deren Entfernung über Chewies Tod einen Höhepunkt erreicht hat, kommen sich wieder näher. Jacen wird endlich mal wieder aktiv. Und natürlich gibt es ausgesprochen humorvolle Szenen zwischen Luke, Mara und ihren Neffen und Nichten ("Sabber nicht auf den Teppich, Anakin!"). Das Buch konzentriert auf die Charaktere, aber seit "Der Pakt von Bakura" hat sich im Schreibstil von Kathy Tyers einiges geändert. Zum Positiven. Man könnte sagen, sie ist endgültig im Expanded Universe angekommen.
Einziger Nachteil: Jacen philosohiert immer noch viel zu viel. Ein Sternchen Abzug dafür.
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