Während die Schlacht von Coruscant 19 Jahre vor Luke Skywalkers Aufbruch von Tatooine gerade tobt, erhalten Tobb Jadak und sein Co-Pilot einen geheimnisvollen Auftrag. Mit der Stellar Envoy sollen sie nach Toprawa aufbrechen, um einem Mitglied der loyalistischen Republic Group das Schiff zu übergeben, damit die Ehre der Republik wiederhergestellt werden kann. Doch es kommt für die Crew des Frachters mit der Kennung YT 492727ZED völlig anders, als sie angegriffen werden und nach einem misglückten Hyperraumsprung mit einem anderen Schiff kollidieren.
Jahrzehnte sind vergangen und mit dem Ende des Zweiten Galaktischen Bürgerkriegs ist auch Möchtegernimperator Darth Caedus gestürzt worden. Seit dem Tod Jacen Solos reisen Han und Leia mit ihrer Enkelin Allana durch die Galaxis, wobei sie die Tochter Jacens und Tenel Kas als ihre Adoptivtochter Amelia ausgeben, um sie vor den Intrigen des hapanischen Adels zu bewahren. Bei Reparaturarbeiten am Falken entdeckt Allana jedoch einen alten Empfänger, den selbst Han noch nie gesehen hat. Auf der Suche nach dem Besitzer des Empfängers verstricken sich die Solos zugleich in eine Reise in die Vergangenheit, in deren Verlauf sie den früheren Besitzern des Millenium Falcon nachspüren und überraschende Entdeckungen machen...
Stellenweise klingt der Plot von Millenium Falcon durchaus spannend, er hält jedoch nur bedingt was er verspricht. Die abenteuerliche Suche nach den früheren Besitzern des Millenium Falcons und des Geheimnisses das er seit dem Ende der Klonkriege bewahrt hat, ist nur wenig mehr als eine aufgebauschte Kurzgeschichte, die kaum über den Spannungsgehalt der meisten Tales-Bände hinauskommt. Action, Spannung, Dramatik und unerwartete Handlungswendungen findet man zwar noch in den ersten Kapiteln, aber dann geht James Luceno überraschend die Luft aus.
Man hätte wirklich mehr draus machen können und erst recht sollen, denn auch Millenium Falcon verkommt so zum typischen Post-NJO-Roman, wie schon die Dark Nest-Trilogie, nur dass Lucenos Stroy nicht dermaßen auf 3 Bände aufgeblasen wurde (Dafür ist das Buch halt als fast dreimal so teures Hardcover erschienen). Aber das heisst längst nicht, dass man nach Fate of the Jedi nicht wieder auf eine Lückenfüller-Trilogie zurückgreifen will. Der einzige Wert hinter dem hohen Preis sind kurze Momentaufnahmen, von Landos Sohn Chance etwa oder eben auch Allana. Für den Kanon ist das Buch aufgrund der immens begrenzten Ereignisse kaum wichtig und der Bezug auf Fate of the Jedi, die nachfolgende Legacy-Buchreihe, beschränkt sich auf einige Randbemerkungen.
Fazit:
Dank Autor James Luceno und etwas Millenium Falcon-Nostalgik, gelingt es zumindest teilweise an die Abenteuer des jungen Han Solo im Corporations Sektor anzuknüpfen, doch unterm Strich bleibt ein weiterer sinnentleerter Versuch die Legacy-Ära durch Bezug auf die Prequels und frühere Werke des Expanded Universe verstärkt zu kanonisieren.