Niemand hätte jemals geahnt wie der Wunsch seine Familie zu beschützen und der Galaxis, Frieden, Sicherheit und Stabilität wiederzugeben gerade den mächtigsten Jedi-Ritter seiner Zeit endgültig vom Weg der Jedi abbringen könnte und durch einen enormen Machtgewinn derart korrumpieren könnte, dass aus Jacen Solo nun der Sith-Lord Darth Caedus geworden ist.
Doch selbst seine Schwester Jaina und sein ehemaliger Schüler und Cousin Ben haben längst erkannt was für ein Monster aus Jacen geworden ist, so dass beide nun versuchen es auf ihre Art mit dem Möchtegerndiktator aufzunehmen. Jaina ist zwar immer noch seine Zwillingsschwester, doch hat er aufgrund seines langjährigen Trainings eindeutig einen Vorteil, also ist sie nun auf der Suche nach Möglichkeiten wieder mit Jacen gleichzuziehen zum Entschluss gelangt, dass ihr nur noch ein Mensch in der Galaxis helfen kann, es mit Jacen aufzunehmen und das ist kein geringerer als der Mandalore, Boba Fett. Anderenorts ist Ben Skywalker immer noch fieberhaft auf der Suche nach Beweisen für Jacens Mord an seiner Mutter Mara Jade. Zusammen mit dem GAG-Captain und vertrauenswerten Ex-Cop Lon Shevu macht er sich deshalb auf die Suche nach dem untrüglichen Beweis, um Luke und den Jedi-Rat endlich von Maßnahmen gegen ihn zu überzeugen.
Aber gerade der Joint Chief of State und Sith-Lord Colonel Jacen Solo hat bereits Pläne von enormer Tragweite geschmiedet, mit denen er hofft bald den Krieg gegen die Separatisten beenden zu können. Dazu strebt er eine Allianz mit dem Rest-Imperium an und bietet im Gegenzug für Waffenhilfe gleich zwei sehr wertvolle Planeten an...
Wie kann das alles noch gut ausgehen, ist genau die Frage die man sich nach der Lektüre des vorletzten Bandes von Legacy of the Force stellen wird. Und um ehrlich zu sein, es sieht fast so aus als könnte es gar kein Happy End mehr für die Reihe geben, aber das will nichts heißen. Gerade der Titel von Revelation hätte auch auf andere Bände der Reihe gepasst, doch ist es in den Maßstäben von Legacy of the Force eine wahre Offenbarung, zumindest an die Charaktere welche endlich erkennen dass es an der Zeit wäre gegen Jacen Solo einzuschreiten. Gerade für die Fans des Imperiums interessant ist an Revelation sicher das Erstarken der Imperialen und ein Wiedersehen mit Admiral Daala.
Sehr interessant und vielleicht sogar brisant sind dabei einige der Hintergründe von Jacens Herrschaft, die endlich vermehrt angesprochen werden, wie seine Reputation als Held der Galaktischen Allianz für die Bürger Coruscants, welche noch immer unter dem Schock der Yuuzhan Vong-Invasion leiden und sich weit weg von der Front befinden, weshalb sie gerade Jacens Vorgehen mit der GAG welche ihnen ein Ende des Terrors und wieder "Sicherheit" beschert hat gut heißen. Insgesamt ist Revelation jedoch mehr von persönlichen Konflikten und einer für Karen Traviss fast schon typischen Vergangenheitsbewältigung Boba Fetts gezeichnet. Dennoch das Buch ist sehr spannend, vielleicht auch weil Traviss einen sehr guten Stil entwickelt hat, der auch trotz der Mandalorianer diesmal zum Tragen kommt, da es auch ihr letzter Legacy of the Force-Band ist und sie wohl noch einmal alles gegeben hat.
Fazit:
Solide Unterhaltung, wichtige letzte Handlungswendungen und ein Vorgeschmack auf das große Finale.