Nach den Vorfällen auf Hapes treten Staatschef Cal Omas und die Oberbefehlshaberin Cha Niathal an Luke Skywalker heran, um ihn zu bitten Jacen Solo zu einem Jedi-Meister zu erheben, doch Luke lehnt ab, denn Jedi-Rat und Jedi-Orden wollen nicht als politische Instrumente missbraucht werden. Zudem ist Jacen momentan ein Sorgenbringer für den Großmeister des Jedi-Ordens, zwar weiß Luke nicht, dass Jacen unter dem Deckmantel seines angeblich erweiterten Verständnisses der Macht bereits auf der dunklen Seite steht, doch kritisiert er sehr wohl sein Vorgehen als Befehlshaber der GAG, der neu gegründeten Galactic Alliance Guard, einer schlagkräftigen Sicherheitstruppe, deren Loyalität allein der Galaktischen Allianz und der öffentlichen Sicherheit gilt. Auch Jacens Einfluss auf Lukes und Maras Sohn Ben, begrüßen die beiden nicht länger.
Anderenorts trifft sich Jacen erneut mit der dunklen Lady der Sith, Lumiya, welche ihm nun erklärt es sei an der Zeit den Weg der Sith weiter zu beschreiten und wenn er ihn nun als Schüler annehmen wolle, Ben Skywalker auf seine Eignung als Schüler des nächsten dunklen Lords zu prüfen. Daraufhin erhält Ben eine geheime Nachricht von Jacen, der ihn unter dem Deckmantel einer verdeckten Operation der GAG anweist nach Almania zu reisen, wo er das sogenannte Amulett von Kalaria sicherstellen soll. Dabei handelt es sich um ein sehr mächtiges altes Artefakt der Sith, mit welchen sich ein Machtbenutzer seine Präsenz in der Macht vor anderen verbergen kann, jedoch durchaus seine Kräfte einsetzen kann. Schnell wird Ben jedoch feststellen, dass das Amulett gestohlen wurde und der Dieb nach Ziost geflohen ist (eine ehemalige Heimatwelt der Sith).
Auf Coruscant erhalten und Luke und Mara Besuch von Jagged Fel, der noch immer nach der dunklen Jedi Alema Rar sucht. Da Jag es nicht alleine mit Alema aufnehmen kann erklärt Luke sich bereit ihn zu unterstützen und erhebt seine Suche zu einer Angelegenheit des Jedi-Ordens. Er stellt ihm Jaina und Zekk zur Seite, was Jag widerwillig annimmt.
An Bord der Errant Venture finden sich schließlich eine Reihe alter Bekannter um Han Solo, Wedge Antilles und Lando Calrissian wieder ein. Zusammen mit Booster Terrik beschließen die Solos, Horns, Wege und Lando wieder nach Corellia aufzubrechen, um Informationen zu sammeln. Gemeinsam vertreten sie nämlich die Auffassung dass der Bürgerkrieg von einem geheimen Drahtzieher entfesselt wurde und dessen Entlarvung den Krieg auch wieder beenden kann.
Da sich bereits mehrere Welten, darunter Commenor und Bothawui, Corellias Widerstand gegen die Galaktische Allianz angeschlossen haben, beschließt man nun offiziell eine Konföderation ins Leben zu rufen. Das Schicksal nimmt also seinen Lauf...
Zum Inhalt:
Die Parallelen zwischen Jacen Solo und seinem Großvater Anakin Skywalker sind nun kaum noch übersehbar - die Gründung einer neuen Konföderation unabhängiger Systeme verstärkt die Erinnerung an den Beginn der Klonkriege noch weiter, denn wie einst Anakin zieht Jacen in einen Krieg, der hinter den Kulissen von den Sith inszeniert wurde und einzig dem Ziel dient, einen Sith wieder an die Herrschaft über die Republik bzw. die nunmehrige Galaktische Allianz zu bringen. Wie einst Anakin fühlt sich Jacen seiner Sache und seinen Idealen von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit mittlerweile derart verpflichtet dass er einen Tunnelblick für die Gefahren seines Weges entwickelt. Anders als sein Großvater ist Jacen jedoch nicht auf jemanden wie Palpatine angewiesen, er geht seinen Weg bereits alleine und lässt sich von Lumiya nur noch beraten, da sie ja keine echte Sith ist, nimmt er sie auch nicht als Bedrohung war und baut seinen Einfluss immer weiter aus, Jacen scheint die Macht für sich ganz alleine einnehmen zu wollen und dazu dürfte ihm schon bald jedes Mittel recht sein. Anderenorts entsteht jedoch bereits eine Rebellion gegen Jacen, den sein eigener Onkel, Luke Skywalker, der Großmeister des Jedi-Ordens wurde einer Vision des kommenden Unheils über Jacen Wechsel auf die dunkle Seite gewarnt. Noch weiß er zwar nicht dass Jacen sich zu einem Sith entwickelt hat, doch seine Zweifel und die Angst er könnte seinen Sohn auf die schiefe Bahn geraten lassen, zwingen ihn dazu Jacens Absichten zu misstrauen.
Es ist ehrlich gesagt ein bisschen schade, derart an die Klonkriege erinnern zu müssen, um Jacens Weg erklären zu können. Viel interessanter wäre es gewesen ihn seinen eigenen Weg auf die dunkle Seite finden zu lassen, gerade weil er ein derart erweitertes Verständnis der Macht als Ganzes erreicht hat, wirken seine tölpelhaften Schritte in Richtung Dunkelheit gerade so, als leide er an Selbstverleugnung oder der Geist Darth Vaders hätte von ihm Besitz ergriffen. Es wirkt einfach nicht mehr glaubwürdig, ebenso wie die Kriegsbemühungen, welchen oft genug die Gründe und Rechtfertigungen fehlen, womit man sich etwas zu sehr in die Realität verirrt haben könnte. Legacy of the Force hätte eine Serie mit großen Potential werden können, doch leider scheint man diese Chance nicht nutzen zu können und stattdessen einen schwachen Abklatsch der Klonkriege zu liefern. Es scheitert sicher nicht am Konzept, sondern eher an der Umsetzung, des einst so hoffnungsvoll angepriesenen finalen Kapitels der Saga. Es bleibt wirklich zu hoffen, dass man das Ruder nach diesem Band und damit der Transformation Jacen Solos zu einem dunklen Lord der Sith noch herumreißen oder zumindest anderweitig Spannung aufbauen kann.
Trotzdem, die Darstellung Ben Skywalkers ist wirklich gelungen und es ist erfreulich den Sohn Luke Skywalkers endlich in Aktion erleben zu dürfen. Wie schon in Allstons ersten Legacy-of-the-Force-Band, der bisher mit Abstand der Beste der ganzen Reihe ist, schafft es Allston dem Konzept von Legacy Leben einzuhauchen und durch Ben endlich die neue Generation zum Zug kommen zu lassen. Er vereint die Einflüsse des erweiterten Universums und führt uns in weit weit entferntes Universum, welches nicht neu geschaffen wurde, sondern sich weiterentwickelt hat und in dem nun ein Generationswechsel, wie er in New Jedi Order" und Dark Nest" zwar bereits hätte erfolgen können, bevorsteht.
Fazit:
Leider keines der besten Bücher Aaron Allstons, doch immer noch einer der besten Bände von Legacy of the Force. Es bleibt wirklich zu hoffen, dass die kommenden Bände eine lesbare Verbesserung der Reihe bewirken und nicht länger einfach die Klonkriege kopiert werden.