10 Jahre sind seit dem hart erkämpften Sieg gegen die Yuuzhan Vong (Das Erbe der Jedi-Ritter/New Jedi Order) vergangen und auch der Konflikt mit den Killiks (Dark Nest I-III) liegt bereits 5 Jahre zurück, als ein zunächst politischer Konflikt mit Corellia zu einem Unabhängigkeitskrieg auszuwachsen zu droht. Und genau hier beginnt die neue 9teilige Serie Legacy of the Force.
Kurze Inhaltsangabe:
Nach einem kurzen Zwischenspiel auf Adumar finden sich Jedi-Ritter Jacen Solo und sein Schüler Ben Skywalker auf Coruscant wieder, wo Jacen in einem vertraulichen Gespräch von seinem Onkel Luke erfährt, dass die Galaktische Allianz einen Militärschlag gegen Corellia plant. Da die Jedi als Beschützer der GA gewissermaßen dazu verpflichtet sind, an diesem Einsatz teilzunehmen, sollen Jacen und sein Cousin Ben in die Centerpoint Station eindringen, um eine erneute Inbetriebnahme der Station durch die Corellianer zu verhindern. Gleichzeitig sollen weitere Jedi-Teams auf Corellia die Regierungsmitglieder aus der Hauptstadt Coronet entführen. Als Admiral Matric Klauskin, der Kommandant der alliierten Streitkräfte, jedoch die Kontrolle über die Lage verliert müssen die Jedi-Teams notgedrungen evakuiert werden. Wenige Tage später sollen Friedensverhandlungen auf der Toryaz Station stattfinden, doch auch die Anwesenheit einer Reihe von Sicherheitsexperten und einer Gruppe von Jedi kann nicht verhindern, dass Attentäter die Verhandlungen zunichte machen. Durch ein mysteriöses Artefakt gelangen Jacen und Ben schließlich auf die Spur einer mysteriösen weiblichen Präsenz, während Luke Skywalker weiterhin von Visionen eines unheimlichen Mannes geplagt wird, der von der dunklen Seite der Macht durchdrungen ist...
Zum Buch:
Um diese neue Reihe verstehen zu können, ist es zwar nicht zwangsweise nötig die Dark Nest-Trilogie gelesen zu haben, doch Vorkenntnisse des erweitereten Universums und der New Jedi Order-Ära sind durchaus nötig, um sich im weit weit entfernten Universum noch zurechtzufinden. Was Dark Nest nebulös erahnen ließ, wird nun zur Gewissheit, die dunkle Seite regt sich wieder. Auch wenn man annahm die Sith wären mit dem Tod des Imperators gestorben, so scheint die Bedrohung durch sie selbst 36 Jahre nach Darth Sidious Tod nicht vergangen zu sein und wieder droht ein Skywalker der dunklen Seite zu verfallen, während die Galaxis einer Krise entgegensteuert. Doch das ist es, was diese neue Ära so besonders macht, die Vereinigung dieser dunklen Bedrohung mit dem erweiterten Universum. Viele Fans haben sich genau das gefragt, wie eine dritte Star Wars Trilogie aussehen würde und Legacy of the Force ist genau das, nur eben unverfilmt. Elemente aus allen Teilen des erweiterten Universums und auch den Filmen werden vereint und sollen aus dieser Ära so etwas wie den krönenden Abschluss der Saga machen. Mit 9 Teilen, die wahrscheinlich jeweils 3 eigene Trilogien ergeben werden, schließt Legacy of the Force endgültig die Ereignisse aus New Jedi Order und Planet der Verräter (Rouge Planet) ab, wodurch sich eine 28 Bücher umfassende eigene Saga ergibt.
Zur Reihe:
Was darf man also von dieser neuen Ära erwarten?
Allem voran, eine Rückkehr der Sith und den Tod einiger wichtiger Schlüsselcharaktere, sowie jemanden der das dunkle Erbe Anakin Skywalkers annimmt, um selbst der neue Darth Vader zu werden. Nachdem das Erbe der Jedi-Ritter/New Jedi Order stellenweise einfach zu lang war und viele Fans dadurch vergrault hat, dass es kaum noch Star Wars war, stellt Legacy of the Force nicht nur eine ganz neue Ära dar, sondern auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. Mit 3 im erweiterten Universum relativ bekannten Autoren dürfen wir uns also auf die Rückkehr zahlreicher alter Helden und Schurken wie Wedge Antilles, Boba Fett, Gillad Pellaeon, Tycho Celchu freuen. Im Rahmen dieses Vermächtnisses dürften, neben Ben Skywalker, Syal Antilles und Jacen Solos Tochter Allana, auch Boba Fetts Mandalorianer eine besonderes Erbe antreten.
Fazit:
Dem ersten Eindruck nach zu urteilen hat dieser neue Abschnitt im erweiterten Universum der Star Wars Saga ein enormes Potential, nicht zuletzt durch die unverkennbaren Parallelen zu Episode III, was bereits in Betrayal das altbekannte Star-Wars-Feeling aufkommen lässt. Es bleibt zu hoffen dass die beiden anderen Autoren dieser Reihe (Karen Traviss und Troy Denning) an Allstons gelungenen Einstieg anknöpfen können, denn die Latte wurde mit diesem ersten Band bereits sehr hoch gelegt.
5 Sterne für diesen grandiosen Beginn.