Wer großer Kopfgeldjägerfan ist, für den ist diese Trilogie notwendigerweise ein Schmaus und tatsächlich ja auch gut geschrieben. Wer allerdings wie ich mehr ein Fan des Starwars-Universums allgemein ist, der muß ein paar Abstriche machen. Für meinen Geschmack gibt es zu wenige Verweise auf die parallel ablaufenden Geschehnisse, die bereits in anderen Romanen beschrieben wurden. So fällt es etwas schwer, sich auf der Zeitachse zu orientieren. Aber das ist zu verschmerzen. Ärgerlicher finde ich die quasi Unverwundbarkeit Boba Fetts, die hier im zweiten Roman noch unrealistischer zu Tage tritt, auch wenn man bedenkt, daß es sich um Fiction handelt. Und ein paar logische Ungereimtheiten stoßen mir auf: In allen Romanen wird, zum Teil ausführlich, beschrieben, was für ein kompliziertes Unterfangen es ist, ein Raumschiff in den Hyperraum eintreten zu lassen. Für Boba Fetts Schiff "Slave 1" gilt das offensichtlich nicht. Das kann ganz nach Belieben springen, was wohl notwendig war, um die Überlegenheit des Kopfgeldjägers noch mehr herauszustellen. Mit gefällt das nicht. Ein spannender Roman ist es jedoch trotzdem, der ein paar Seiten des Starwars-Universums beleuchtet, die man bislang nicht kannte. Zu mehr als drei Sternen mag ich mich jedoch nicht durchringen.