52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein ungeschliffener Rohdiamant....dank Lucas Arts, 8. Oktober 2007
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Star Wars - Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords (Computerspiel)
Star Wars: Knights of the old Republic II - The Sith Lords
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Groß war die Freude als es 2004 hieß, Lucas Arts plane einen Nachfolger für das exzellente Rollenspiel KotoR. Einen Wermutstropfen gab es jedoch schon damals zu verzeichnen. Nachdem Bioware sich auf ihr damaliges Projekt "Jade Empire" konzentrieren wollte, erhielt das bis dato relativ unbekannte Studio Obsidian den Zuschlag für KotoR II. An sich haben sie wirklich einen prima Job gemacht, fielen jedoch der Habgier des Publishers zum Opfer, der es vorzug ein halbfertiges Spiel abzuliefern, aber noch groß im US-amerikanischen Weihnachtsgeschäft abzukassieren. Für Fans der Serie ist KotoR II eine zwiespältige Erfahrung, doch dazu später mehr.
Der letzte Jedi auf der Suche nach sich selbst
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Dass man in KotoR II nicht mehr Revan steuert, machte Sinn. Zu viele Spieler hatten sich aus der Figur ihren ganz persönlichen (Anti-)Helden gebastelt und auch wenn Revan im Star Wars-Canon als gut und männlich definiert wurde, wäre es für Obsidian einfach zu schwierig gewesen, eine komplette und glaubhafte Story aus den Zwängen zu basteln. Der Spieler steuert den 'Exile', den vermeintlich letzten Jedi der Galaxis, der in den Mandalorianischen Kriegen unter Revan als General gedient hatte und der für seine Verfehlungen vom Rat der Jedi von der Macht getrennt wurde. Zu Beginn des Spiels treibt er bewußtlos an Bord der Ebon Hawk und wird an Bord eines republikanischen Schiffes gebracht. Als der Exile schließlich auf der Minenkolonie Peragus in einem Bacta-Tank erwacht, muss er feststellen, dass die Kolonie wie ausgestorben ist. Offensichtlich sind die Droiden Amok gelaufen und der Spieler trifft schon sehr früh auf zwei seiner wieder insgesamt 9 Begleiter. Eine alte, undurchsichtige Jedi namens Kreia und der Gauner Atton stehen im bei der Suche nach seinem Schiff zur Seite.
Die Story in KotoR II ist eine Stärke des Spiels. Obwohl man auf eine simple Handlung, welche für Star Wars typisch wäre, verzichtet hat, schleicht sich das vertraute Gefühl des Vorgängers ein. Die Story schlägt einen sofort in den Bann (und das, obwohl der Einführungsplanet Peragus der Schwächste der gesamten Reihe ist). Immer wieder schlagen metaphysische und philosophische Dialoge mit Kreia, die sich immer mehr als Lehrmeisterin entpuppt, zu Buche. Durch das Schicksal des Exile entscheidet sich letztendlich auch das Schicksal der Galaxis und oftmals ist der gute Weg nicht ohne weiteres vom Weg der Sith zu unterscheiden. Der Spieler erlebt eine Gratwanderung auf beiden Extremen und Obsidian gelingt es, eine komplizierte Geschichte so fesselnd zu erzählen, dass der Spieler selbst bei seinen Gefährten nie weiß, ob er ihnen vertrauen kann und welche Motive sie antreiben, den Exile zu begleiten.
Die Begleiter - alte Bekannte und neue Gesichter
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An dem grundlegenden System der Party wurde nichts geändert. Wieder kann der Spieler zwei seiner Gefährten mitnehmen, während die anderen auf der Ebon Hawk verbleiben. KotoR-Spielern werden die beiden Droiden T3-M4 (der nun auch dank der Story und Dialogen als vollwertiges Mitglied zählen darf) und der sadistische Attentats-Droide HK-47 bekannt vorkommen, wobei HK-47 sehr zum Leidwesen des Spielers erst auf der Hälfte der Spielzeit verfügbar wird, wenn man alle Ersatzteile für ihn eingesammelt hat. Auch etwas Abwechslung tut gut, denn je nachdem, ob man männlich, weiblich, hell oder dunkel spielt, werden sich einem unterschiedliche Gefährten anschließen. Diener des Lichts dürfen sich auf die Kopfgeldjägerin Mira freuen (Sith erhalten den psychopathischen Wookie Hanharr), während Männer eine Echani-Kriegerin (Frauen den Jünger) in die Gruppe aufnehmen.
KotoR II wartet mit einer Neuerung auf: Das Einfluss-System. Endlich beeinflussen die Taten auch die Reaktionen und das Handeln der Begleiter. Ja sogar Dialog-Optionen bleiben einem versperrt, sollte man bis dato nicht genügend Einfluss durch das Spieler-Verhalten eingesammelt haben und zu guter letzt entwickeln sich die Begleiter allesamt in die Richtung, die der Spieler und Einfluss vorgeben. Helle Jedi ziehen Gefährten mit viel Einfluss auf die helle Seite der Macht, während ein niedriger Einfluss die Begleiter auf die entgegengesetzte Richtung treibt. Das Einfluss-System ist sehr gelungen und macht gerade im Hinblick auf die mysteriöse Story Sinn. Dem Spieler ist nie klar, wer mit offenen Karten spielt und das System macht es dem Spieler auch unmöglich, alles vom Spiel nach spätestens 2 Durchgängen aufzudecken.
Trotz des Einfluss-Systems bleiben die Figuren meist hinter denen aus Teil I zurück. Obwohl die Entwickler verschiedene und sehr gelungene Interaktionen und Dialoge zwischen den Gefährten eingebaut haben, die als Cut-Scenes auf der Ebon Hawk ablaufen und diese zur Spannung beitragen, hat es Obsidian nicht geschafft, die NPC's mit Leben einzuhauchen, obwohl einzelne Figuren wie die blinde Sith Visas oder Mandalore sehr zu gefallen wissen. Man hat auf eine persönliche Side-Quest verzichtet und auch das Ende der Figuren ist eine Enttäuschung, doch dazu später mehr..
Kaum Neuerungen, viel Bewährtes
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RPGs sind eine komplizierte Angelegenheit und ihre Entwicklung ist oftmals kostspielig und zeitaufwendig. Zeit ist etwas, was die Entwickler offensichtlich nicht hatten, denn bis auf das Einfluss-System, ein verbessertes Inventar-System und die Tatsache, dass man Upgrades für Waffen, Rüstungen oder Laserschwerter nun aus Gegenständen basteln kann, die man an Werkbänken zerlegt, fällt einem kaum eine nennenswerte Neuerung auf. Dies ist aber nicht unbedingt schlecht, denn der Vorgänger hat fast alles richtig gemacht. Wieder ist der Weg der Sith ausdrücklich erlaubt und wieder lassen sich die vielen Quests auf mindestens zwei Arten lösen. Erfreulich ist, dass in KotoR II nicht immer so klar zwischen heller und dunkler Seite unterschieden werden kann und das Spiel mit einige Quest-Pfaden aufwartet, deren Lösung wahrlich nicht offensichtlich ist und so auch noch beim 3. oder 4. Durchgang etwas Neues entdeckt wird.
Um die Charakterklassen etwas aufzupeppen hat man so genannte Prestige-Klassen eingebaut, die im Grunde nicht viel mehr als die Weiterführung der Grundklassen aus KotoR I sind. Bei 75%iger Ausrichtung zur hellen oder dunklen Seite und ab Stufe 15, kann man sich für die ultimative Klasse entscheiden, u.a.: Jedi-Meister, Sith-Lord, Jedi-Waffenmeister und Sith-Attentäter. Die Planeten-Architektur weist große Parallelen zum ersten Teil auf, wieder werden linear zwei Welten vorgegeben (die schwache Minenkolonie Peragus und Telos, die Heimatwelt von Carth Onasi), bevor sich der Spieler auf seiner Suche nach den letzten Jedi auf das urbane Schmugglerparadies Nar Shadaar, das Mandalorianer-Lager auf Dxun und nach Onderon begibt. Und auch Dantooine und Korriban sind wieder mit von der Partie, wobei Korriban, der vielleicht beste Planet des Vorgaängers im zweiten Teil leider zu einem 30 Minuten, Null-Quest-Durchlauf mutiert. Punkten kann KotoR II hingegen mit den Bösewichtern. War Darth Malak schon ein würdiger Rivale, wartet das Spiel, wie der Titel schon verspricht, mit 3 Sith-Lords auf, darunter Darth Nihilus, eine furchterregende und gigantische Gestalt, die kaum noch menschlich erscheint.
Technisches zu KotoR II - Ein unvollständiges Spiel
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Dass ein Nachfolger zum Teil schlechter aussieht, als der vor 1,5 Jahren erschienene Vorgänger, ist mir auch noch nicht oft untergekommen. Da die Zeit knapp war, übernahm Obsidian die Aurora-Engine, die auch schon beim Vorgänger und NWN zum Einsatz kam, von Bioware. Auch die Planeten-Architektur ist leider nicht ganz so gelungen. Dort, wo Taris und Manaan beim Vorgänger noch optische Ausrufezeichen setzten, riss die Grafik schon beim Release Anfang 2005 niemand mehr vom Hocker. Es sind auch keine neuen Animationen hinzugekommen. Alles in allem also eher eine Enttäuschung. Akustisch ist der Titel immer noch eine Hausnummer, auch wenn der Soundtrack nicht mehr ganz so überwältigend klingt. Auch die Synchronisation ist für ein PC-Spiel immer noch unglaublich und das ist doppelt wichtig, denn das Spiel zieht seine Anziehungskraft aus der Story und damit aus den Dialogen und Interaktionen und bei der Story möchte ich nochmal nachhaken:
Da Lucas Arts Druck machte, um das Spiel als Kassenschlager noch auf den lukrativen US-amerikanischen Weihnachtsmarkt zu bringen, sah sich Obsidian gezwungen, gerade am Ende am Inhalt des Spiels zu kürzen. Es fehlt massiv, es geht sogar soweit, dass die bis dahin überzeugende Story völlig den Boden unten den Füßen verliert. Nichts macht mehr Sinn und es bleiben nur noch Fragen übrig. Die letzten 5 Stunden des Spiels wirken stümperhaft zusammengeschustert und all die guten Ideen und all die guten Ansätze, die das Entwicklerteam für das Ende parat hatte und die die Figuren nochmas in ein großes Finale münden lassen sollten, verpuffen gnadenlos.
Doch es gibt noch Hoffnung: All der rasugeschnittene Content wird derzeit vom 'Team Gizka' in einen Patch gepackt. Zwar steht das Release-Datum noch nicht fest, dennoch...
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55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Lucasarts nimmt die Fans auf den Arm, 10. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Star Wars - Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords (Computerspiel)
Ich habe mir gleich zum Verkaufsstart Kotor 2 bei amazon vorbestellt und war dann auch super gespannt es durch zu zocken, zum Glück hatte ich ja schon Semesterferien. Doch der Spielspaß wurde mir von Anfang an durch extreme Komplettabstürze getrübt, obwohl ich einen High-End PC mein eigen nenne (AMD 3800+, GF 6800GT, 1GB Ram,...), dem keine aktuelles spiel in die Knie gezwungen hat..... bis auf Kotor 2. Total verbugt ausgeliefert, konnte ich das Spiel erst nach dem ersten Patch einigermaßen spielen (vorher alle 5 Minuten totaler Crash). Dafür schon mal 1 Stern Abzug.
Doch die größte Frechheit ist folgendes: Lucasarts hat das Entwickler Studio quasi dazu gedrängt innerhalb eines Jahres ein Spiel noch vor Weihnachten zu veröffentlichen, dem ein weiteres Jahr Entwicklung sehr gut getan hätte!!!!!! Schämt euch!!!!!
Diese Meinung vertrete nicht nur ich und in mehreren foren ist nach zu lesen, dass ganze Passagen der Story,
!!!!SPOILER!!!!! wie z.B. die erwähnte Kampfdroidenfabrik, die mehrmals im Game erwähnt wird und man denken könnte, dass man diese besucht und evtl. zerstört o.ä., aber nein, das wird einfach unter Teppich gekehrt. Oder was ist mit dem "Sith-Lord", der groß auf dem Cover zu sehen ist? Der kommt zwei mal kurz in Sequenzen vor, grunzt irgendwas und wird dann auf seinem Schiff von mir erschlagen...... und weiter gehts mit der verwirrenden Geschichte, kein wort darüber wer der Sith ist, wieso er da ist und was man sonst noch alles wissen möchte.. einfach lächerlich
!!!!! Spoiler Ende!!!!!!!
charaktere verschwinden nach Zwischensequenzen einfach und tauchen später wieder auf, als ob nicht passiert sei, Neben-Quests (sieh z.B. Droidenfabirk) können nicht gelöst werden, teils (nur sehr sehr selten) stimmt die Synchronisation nicht mit Text und Fragen überein.
Und das allerschärfste ist, dass das Spiel nicht fertig ist!!!!!! Ohne Witz!!!!! die entwickelr haben einfach aus Termindruck das Ende so beschnitten, dass es alles überhautp keinen sinn ergibt und die Kameraden und Helden einen sehr unwürdigen Abspann bekommen (Ebon Hawk fliegt weg,ende) ohne das die besten Storyelemente aufgelöst wurden. Den Beweis dafür kann man in den Sprachdateien des Spiels finde, in dem sich unbenutzte Daten befinden, die ein gänzlich anderes Ende des Spiels bedeuten würden, in dem alle Losen Stränge verknüpft und auch alle Neben-Quests (Droidenfabrik) hätten gelöst werden können.
Aber Lucasarts zog es eben vor, ein unfertiges Spiel zum weihnachtsgeschäft auf den Markt zu werfen.
es gibt schon einige Foren im Netz, die sich mit diesem Problem auseinander gesetzt haben und u.a. auch eine Online Petition ins Leben riefen, damit Lucasarts bzw. Obsidian Entertainment das Spiel mit einem (wahrscheinlich riesigen) Patch auf den Stand bringen, den es eigentlich hätte haben müssen: alle Quests sollen erfüllbar sein, die Story muss ein würdiges Ende haben und die verdammten Bugs beseitig sein!!!!!!!!!!!!!!!!!
Insgesamt hatte ich zwar einigen Spaß am Spielen, aber war dennoch herb enttäuscht von dem Spiel. Ich empfehle es erst dann zu kaufen, wenn die Fehler endlich behoben sind und das Spiel fertig gestellt wurde, da man bei Kotor 2 eher von einer Beta-Version sprechen kann und nicht vom Gold-Status... LEIDER nur 2 Sterne von mir (und ich habe Kotor 1 geliebt!!!)
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Teil 1 war besser!, 21. Februar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Star Wars - Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords (Computerspiel)
Lange habe ich auf KotOR 2 gewartet und war im Endeffekt leider etwas enttäuscht. KotOR 2 ist keinesfalls ein schlechtes Spiel, aber die Verbesserungen im Vergleich zu Teil 1 sind leider nur in sehr geringem Maß vorhanden. Das Spielprinzip und die Grafik sind weitgehend gleich geblieben. Aber ein entscheidender Punkt, an dem KotOR 1 deutlich besser war, ist die Story. Im zweiten Teil ist diese nur an manchen Stellen spannend und insgesamt sehr verwirrend. Am frustrierensten ist allerdings das Ende. Eine einigermaßen vernünftige Endsequenz wie in Teil 1 ist denke ich nicht zu viel verlangt.
Letztendlich hat KotOR 2 aber auch seine guten Seiten. Die extrem düstere und fesselnde Atmosphäre auf dem letzten Planeten (Malachor) übertrifft jeden Star Wars-Film und die insgesamt absolut überzeugende akustische Untermalung toppt sogar KotOR 1 (und da war der Soundtrack schon genial).
Die Vorteile und Nachteile zusammengefasst:
Vorteile:
- das nach wie vor geniale Spielprinzip
- Musik und Soundeffekte
- teilweise sehr spannende Abschnitte
- Atmosphäre auf dem Planeten Malachor
- Lichtschwertkämpfe
- Auftritte von bekannten Figuren aus Teil 1
Nachteile:
- Grafik nach heutigem Stand eher mittelmäßig
- insgesamt verwirrende Story
- enttäuschendes Ende
- einige kleinere Bugs
Fazit:
KotOR 2 ist im Gegensatz zum genialen KotOR 1 eher weniger überzeugend, ist aber trotzdem ein gutes Rollenspiel, dass mit dem richtigen Patch sicher auch noch von ein paar Fehlern / Nachteilen befreit werden kann.
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