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Star Wars: Knight Errant (Star Wars (Del Rey))
 
 
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Star Wars: Knight Errant (Star Wars (Del Rey)) [Taschenbuch]

John Jackson Miller
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

An original adventure featuring Jedi Kerra Holt—star of the hot new Dark Horse Knight Errant comic series
 
A thousand years before Luke Skywalker, a generation before Darth Bane, in a galaxy far, far away . . .
 

The Republic is in crisis. The Sith roam unchecked, vying with one another to dominate the galaxy. But one lone Jedi, Kerra Holt, is determined to take down the Dark Lords. Her enemies are strange and many: Lord Daiman, who imagines himself the creator of the universe; Lord Odion, who intends to be its destroyer; the curious siblings Quillan and Dromika; the enigmatic Arkadia. So many warring Sith weaving a patchwork of brutality—with only Kerra Holt to defend the innocents caught underfoot.

Sensing a sinister pattern in the chaos, Kerra embarks on a journey that will take her into fierce battles against even fiercer enemies. With one against so many, her only chance of success lies with forging alliances among those who serve her enemies—including a mysterious Sith spy and a clever mercenary general. But will they be her adversaries or her salvation?
 
Includes a special, full-color excerpt from the Dark Horse comic Star Wars: Knight Errant

Über den Autor

Game designer John Jackson Miller is also the author of nine Star Wars: Knights of the Old Republic graphic novels, as well as the Star Wars: Lost Tribe of the Sith eBook series. His comics work includes writing for Iron Man, Mass Effect, Bart Simpson, and Indiana Jones. John Jackson Miller lives in Wisconsin with his wife, two children, and far too many comic books.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Endlich die Rückkehr zur Essenz des Kriegs der Sterne!, 17. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Knight Errant (Star Wars (Del Rey)) (Taschenbuch)
Mein erster Krieg-der-Sterne-Roman war Das letzte Kommando. Mal davon abgesehen, dass der dritte Teil einer Trilogie ein etwas unpraktischer Einstand ist, war ich begeistert. In den folgenden Monaten besorgte ich mir weite Teile der Bantam-Romane, um alles zu verschlingen, auf dem das Star-Wars-Logo prankte. Einige dieser Romane waren solide, einige wenige äußerst unterhaltsam, viele waren schwacher Durchschnitt und einige unterirdischer Schrott.

Del Rey war offenbar der gleichen Meinung, als dort die Entscheidung fiel, mit der New Jedi Order neues Leben und neuen Tod in den Krieg der Sterne zu pumpen. Die Folgen waren jedenfalls dramatisch, wurde mit der New Jedi Order doch das gesamte Krieg-der-Sterne-Weltbild ordentlich durchgerüttelt und später nur noch teilweise wieder zusammengefügt. Den handelnden Figuren scheint das nicht viel getan zu haben, sie rennen noch im Rentenalter durch die Galaxis, um den nächsten Krieg zu führen, die nächste Katastrophe wegzustecken und den nächsten Freund unter seltsamsten und unnötigsten Umständen zu verlieren. Das Romanuniversum kam nicht ganz so ungeschoren davon: Bis heute steigert sich jede neue Reihe, jeder neue Einzelroman weiter in den Blutrausch hinein, den die New Jedi Order einst auslöste. Krankeste Gewaltorgien sind alltäglich geworden, widerlichste Schurken tarnen sich als missverstandende Opfern mit schwerer Kindheit und absurd menschenverachtende Kriegerkulte sind die nachahmungswürdisten Helden überhaupt. Wäre das Romanuniversum ein Mensch, man könnte glauben es mit einem Amokläufer mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma zu tun zu haben.

Ich für meinen Teil hatte jedenfalls schon vor Jahren jede Hoffnung aufgegeben, noch einmal einen Krieg-der-Sterne-Roman lesen zu dürfen, der sich nicht im Dreck suhlt, um die niedersten menschlichen Instinkte anzusprechen.

Und dann kam Knight Errant. Meine Erwartungen waren sehr gering: Zu oft schon hatten Romane auf ganzer Linie zu enttäuschen gewusst. Doch schon nach den ersten paar Seiten war klar, dass Knight Errant anders ist. Große galaktische Kriege gibt es hier nur weit im Hintergrund, im Vordergrund stehen Abenteuer, Spionagethriller und die spannende Frage, wieso es eigentlich zur verfahrenen Situation im Sith-Gebiet kommen konnte. Wieso tobt dort ständig Krieg? Wer sind diese zahllosen "Sith-Lords" überhaupt? Was ist da los?

Im Mittelpunkt des Romans - und der dazugehörigen Comics - steht Kerra Holt, eine Muster-Jedi, die trotzdem schlicht und ergreifend überfordert ist: Zum einen wegen ihres Alters - sie ist ihrem Padawanzöpfchen kaum entwachsen -, zum anderen, weil sie allein gegen endlose Sith-Miniimperien steht. Über die sie noch dazu nicht besonders viel weiß. Kerras größtes Problem besteht allerdings darin, dass sie zwar das Richtige tun will - also jeden Sith zu lynchen -, die Konsequenzen aber als Kämpferin für das Gute nicht einfach abnicken kann. Soll sie sich im Kampf gegen einen Sith-Lord opfern, wenn es noch hundert andere gibt, die auch nicht besser sind? Soll sie es riskieren, einen Sith-Lord zu stürzen, wenn dies nur zur Folge hätte, dass zwei oder drei andere raubend und mordend in sein Territorium einbrechen?

Kerra Holt kämpft nicht für die Republik und nicht für die Jedi, sondern - und das macht sie trotz ihrer Sturheit, ihrer Planungsbesessenheit und einiger seltsamer Entscheidungen so sympathisch - sie kämpft für das Volk. Genauer gesagt für alle Völker, die unter der Herrschaft der Sith - die erstmals seit langem nicht als fehlgeleitete Idealisten dargestellt werden, sondern als die machthungrigen, brutalen, abgrundtief bösen Egomanen, die sie sind - dahindarben und für die es schon einen Hoffnungsschimmer darstellt, wenn ihre Kinder oder deren Kinder eines fernen Tages auch nur einen Hauch von Freiheit genießen können.

Kerras Kampf um diesen Hauch von Freiheit führt dabei in drei Sith-Reiche, deren unterschiedliche Herrscher und Herrschaftsideologien John Jackson Miller wundervoll ersonnen und ausgestaltet hat. Nur eines haben diese Sith gemein: Sie sind jeweils von einem Gedanken, einem Plan, einem Weg zur absoluten Macht besessen - was für den einen die Selbststilisierung zum Schöpfer des Universums ist, ist für den nächsten die Überzeugung, das Universum vernichten zu müssen, jedes Lebewesen zum Teil seinerselbst werden zu lassen oder das Chaos zum Mittel einer galaktischen Ordnung zu erheben. Durch ihre bewusst ausgelebte Farbenblindheit sind Millers Sith-Lords wundervoll einseitige Geschöpfe, Comicschurken in bester Vader-Tradition, gegen die man jeden Held gerne ins Feld ziehen sieht. Und als wäre dieser Abenteuergeist, diese Rückkehr zur Urtradition des Kriegs der Sterne, nicht schon Grund zur Freude genug, hat Miller seine Welt ins finsterste Mittelalter gestürzt. Drachen tauchen zwar nicht auf, davon mal abgesehen ist das dunkle Zeitalter aber allgegenwärtig: Alte Technik versagt, neu ist nur, was wiederentdeckt wird, absurdester Aberglaube hat um sich gegriffen, und aus einem vielbefahrenen Sternenmeer ist ein stiller Ozean geworden, aus dem die einzelnen Sith-Reiche wie Inseln herausragen. Wann seit 1977 hatte ein Held im Sternenkrieg eine so märchenhafte Welt zu durchwandern?

Um es kurz zu machen: Knight Errant ist - anders kann ich es nicht sagen - ein kleines Meisterwerk, mit einer faszinierenden Welt, sympathischen Helden und Schurken und einem großen Mysterium, das einen Seite für Seite gespannt verschlingen lässt. Die begleitende Comicreihe kann also kommen, aber auch und gerade ein Fortsetzungsroman wäre unbedingt wünschenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine Jedi allein gegen die dunklen Lords der Sith, 16. Februar 2011
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Knight Errant (Star Wars (Del Rey)) (Taschenbuch)
Eine Generation vor dem Aufstieg Darth Banes und der Gründung der Bruderschaft der Dunkelheit durch Lord Kaan ist das Imperium der Sith in einen Zustand permanenter Bürgerkriege zerfallen und außerstande den Krieg gegen die Republik fortzuführen. Selbst ein Opfer der letzten Raubzüge der Sith, die ihre Heimatwelt verwüstet und sie zur Waisin gemacht haben wurde Kerra Holt gerade von Vannar Treece ausgebildet, einem Jedi Meister und Abenteurer, der immer wieder Angriffe auf das Sith-Territorium organisiert hat. Nach einem solchen Angriff ist Kerra nun hinter den feindlichen Linien gestrandet und hat nach der Chelloa Affäre zunächst nur eines im Sinn, den selbsternannten Schöpfer des Universums und Herrn des Daimanates, Lord Daiman zu töten. Zunächst hat Kerra es aber auf Daimans wichtigste Forschungseinrichtung auf Darkknell abgesehen, um nicht auch noch einem potentiellen Nachfolger direkt in die Hände zu spielen. Doch Kerra ist nicht die einzige die ein professionelles Interesse an Daimans Waffenforschung hegt, auch der Spion Narsk hat die Anlage infiltriert, jedoch aus genau dem entgegen gesetzten Grund, soll er Daimans Forschungen doch an dessen Bruder Lord Odion weiterleiten.

Einmal mehr findet sich Kerra daraufhin zwischen den Fronten im Krieg der beiden Brüder wieder und kann sich nur mit der nicht ganz freiwilligen Hilfe des Söldnerhauptmanns Brigadier Jarrow Rusher, der bis dahin in Diensten Daimans stand, samt einiger Unschuldiger aus der Gefahrenzone retten. Doch wohin mit den Flüchtlingen, wenn es im gesamten Territorium der Sith doch kaum so etwas wie einen sicheren Ort gibt? Eine Odyssee nimmt ihren Anfang, die Kerra schließlich auch hinter die Kulissen der internen Konflikte der Sith blicken lässt. Doch zunächst tritt die Jedi einen Streifzug durch die diversen Sith Reiche und stößt dabei auf Gestalten wie den jugendlichen Propheten Quillan, der allerdings nur durch seine Schwester Dromika mit der Außenwelt kommunizieren kann oder auch die durchaus vernünftige Sith Lady Arkadia...


Gedacht ist John Jackson Millers Knight Errant Roman als eine Art Begleitlektüre zur Comicreihe, in der die Ereignisse des Romans wohl nur peripher eine Rolle spielen dürften. Nach dem ersten Handlungsbogen Aflame angesetzt ist KNIGHT ERRANT nur eine Art Intermezzo in dem wohl einige der künftigen Gegenspieler Kerra Holts vorgestellt werden. Die zunächst als Entscheidungsschlacht präsentiere Konfrontation Odions und Daimans wird sich daher wohl als Randnotiz im weiterhin andauernden Krieg der beiden Brüder entpuppen. Die entscheidenden Informationen betreffend der Charge Matrica oder der Vorgeschichte der einzelnen Sith Lords lässt sich zudem auch längst auf Wookiepedia nachlesen, der Roman zur Comicreihe ist also vor allem etwas für Fans des neuesten John Jackson Miller-Projektes. Für interessierte ist übrigens eine 14seitige Leseprobe des ersten Aflame-Comics.

Einen gewissen Wert hat KNIGHT ERRANT allerdings auch weil der Roman John Jackson Miller die Möglichkeit eröffnet hat seinen Charakteren zusätzlich Leben einzuhauchen und in einem Stück ein Panorama dieser neuen Welt zu vermitteln, die er in seinen Knight Errant Comics zu schaffen gedenkt. Darf man Miller glauben hat er das Konzept der Reihe und wie er sie entwickeln kann bereits im Kopf, allerdings bleibt wie immer die Frage offen wie lange ihm die Möglichkeit seine Vorstellungen zu verwirklichen auch gewährt wird. Bewusst hat Miller seinen Roman auch genau so in Kapitel unterteilt, dass jedes im Grunde ein neues Reich der Sith behandelt, so kommt man vom Daimante in die Dyarchy oder auch das Arkadiante.

Durchaus gelungen ist Miller auf jeden Fall seine Charakterzeichnung. Mit dem Spion und Doppelagenten Narsk hat er einen Charakter geschaffen, dessen Loyalitäten lange Grund zum Grübeln geben. Neben Narsk schickt sich auch Brigadier Jarrow Rusher an Kerra Holt zeitweise die Show zu stehlen. Nicht weil die Rollen der beiden so groß sind, sondern weil sich John Jackson Miller auch fern seines angestammten Mediums sehr gut darauf versteht Charaktere durch Innenansichten lebendig zu gestalten. Zwar wendet Miller dieses Talent auch auf Kerra an, doch wäre in ihrem Fall wohl weit mehr nötig, vor allem da sie eben die Heldin und eigentlich alleinige Protagonistin ist. Von Kerra erfährt man im Grunde nur dass was man wohl aus den Comics erfahren dürfte. Mit kaum 18 zur Jedi-Ritterin geschlagen, Schülerin des passionierten Sith-Jägers und Organisators einschlägiger Evakuierungskampagnen ist sie nun als einsame Ritterin dort verblieben um die Sith zu studieren und zu schwächen wo es ihr möglich ist, zugleich sucht sie aber auch nach Möglichkeiten das Los der im Sith-Raum verbliebenen Bevölkerung zu erleichtern, wenn ihr nicht gar einen Weg auf republikanisches Territorium zu bahnen. Generell wirkt Kerra etwas kühl, was wohl an ihrer sehr professionellen Einstellung dürfte, sie hat halt auch so ihre Ecken und Kanten.

Dafür erhält man ein paar amüsante und durchaus interessante ergänzende Eindrücke der Sith, wie Lord Daiman, der ja glaubt das Universum erschaffen zu haben und von Rusher kurzerhand überzeugt werden muss dass er ihn, den eigenwilligen Brigadier eben als Söldner und damit nicht bedingungslos loyalen Anhänger "erschaffen" hat. So sehr Daiman auch von seinem eigenen Mythos angetan und überzeugt sein mag, ein stiller Zweifel nagt doch an ihm, wenn er etwa feststellt dass er durch die Macht zwar den Willen anderer manipulieren aber nicht direkt steuern kann, also immer noch nicht göttliche Kräfte verfügt. Kein Wunder dass gerade Karness Muur sein großes Vorbild ist. Während der verschlagene Daiman aus der Überzeugung heraus handelt die Welt und alles in ihr erschaffen zu haben, will sein großer Bruder Odion genau das alles ruinieren und sieht seine Lebensaufgabe die Galaxis zu vernichten, vorerst einmal den kleinen Bruder, in dessen Fallen er aber regelmäßig zu treten scheint. Denn wo Daiman galant und klug wirkt, wirkt Odion wie ein barbarischer Berserker, weshalb seine Anhänger auch einem Todeskult huldigen.

Ideologie und Diversität unter den Sith Lords ist Knight Errants Markenzeichen. Und so gibt es neben den beiden durchgeknallten Irren Odion und Daiman auch vernunftbegabtere Vertreter der dunklen Seite, die sich wo es ihnen an ideologischen Rüstzeug fehlt mit außergewöhnlichen Machtfähigkeiten aufwarten können, so die Geschwister Dromika und Quillan. Während der in sich gekehrte Quillan vor allem aufgrund seiner seherischen Gaben (Knights of the Old Republic lässt grüßen) einen Aktivposten darstellt ist seine Schwester Dromika die einzige die mit ihrem Bruder kommunizieren kann, besitzt aber zugleich den ultimativ übersteigerten Macht-Geistestrick (hypnotische Machtkommandos) mit dem sie sogar Machtbenutzer ihrem Willen unterwerfen kann. Die geheimnisvolle Arkadia wiederum zieht es vor im Hintergrund zu bleiben und ist das attraktive Gegenstück zu so manch verwilderten Sith Lords. Abgesehen von ihrer Großmutter ist sie wohl die Sith die Darth Sidious am ähnlichsten wäre.

Gerade weil JJM schon mit KotOR eine recht erfolgreiche Comicreihe vorgelegt hat drängt sich natürlich auch die Frage auf, KNIGHT ERRANT als Roman mit weiter in der Vergangenheit angesiedelten Ereignissen und Werken verbunden ist? Tatsächlich ja, denn vor allem der in Militärgeschichte bewanderte Jarrow Rusher lässt sich gerne zu einem kurzen Geschichtsexkurs hinreißen und natürlich fallen in einem Roman mit derart vielen Sith die Namen Darth Revan (bezug nehmend auf die Schlacht um Cathar und wohl auch eine ganz bestimmte Szene mit dem Revanchisten) und Exar Kun (der nach Rushers Ansicht die Galaxis erobert hätte wenn er den Wert guter Artillerie begriffen hätte, wie Rusher sie eben zur Verfügung stellt).

Fazit:
Als ergänzende Lektüre zur Comicreihe durchaus empfehlenswert, werden doch einige Hintergründe beleuchtet. Der Roman an sich verfolgt zwar keine spezielle Story außer der Reise durch das Sith-Territorium, wobei Kerra auf sehr unterschiedliche Lords trifft, zeichnet sich aber durch eine zumindest bei den Nebencharakteren solide Charakterdarstellung aus.
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