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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Und so begannen die Dark Times,
Von Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 50 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Star Wars Klonkriege Sonderband 8: Der unsichtbare Feind (Broschiert)
Als mit der Ausführung der Order 66 das Ende der Jedi und der galaktischen Republik besiegelte konnte Darth Sidious endlich als Imperator Palpatine die Herrschaft über die Galaxis erringen, doch selbst in dieser dunklen Stunde war das Licht der Hoffnung nicht erloschen. Einige Jedi haben überlebt und sehen sich nun der Verfolgung durch das Imperiums und allem voran Darth Vaders ausgeliefert. In den drei in diesem Sonderband zusammengeführten Stories erfährt man nun endlich wie die große Jedi-Säuberung ihren Anfang nahm und damit die neue Comic-Reihe Dark Times beginnt, welche genau jene ersten Tage des Imperiums und einer aufkeimenden Rebellion behandelt.Bereits in der ersten Story (Republic 79-80: Into the Unknown) wird man Zeuge wie einige Jedi in verschiedenen Winkeln der Galaxis die Ausführung der Order 66 mit- und überleben. Während einige zu den ersten Opfern des Imperiums werden, gelingt es anderen zu fliehen, doch zunächst sind die Überlebenden noch unschlüssig was sie jetzt tun sollen. Mancher geht in den Untergrund und kämpft ganz plötzlich zusammen mit einstigen Feinden gegen das Imperium, andere entscheiden sich im Angesicht der Verfolgung dafür ihre Existenz als Jedi aufzugeben und von nun an ein neues "machtfreies" Leben zu beginnen... Im zweiten Teil des Sonderbands (Republic 80-82: The Hidden Enemy) kehren wir direkt zurück in die Ereignisse von Episode III als sich Truppen der Galaktischen Republik und der Konföderation Unabhängiger Systeme auf Kashyyk in einer monströsen Schlacht gegenüberstehen. Unter dem Kommando von Meister Yoda, Luminara Undili und Quinlan Vos kämpfen die Klontruppen Seite an Seite mit einheimischen Wookies gegen trandoshanische Sklavenhändler und die Droidenarmeen der Separatisten. Als Quinlan und seine Truppen in eine Falle geraten erhalten sie unerwartete Hilfe von einem alten Bekannten und seinem Schiff, der Inferno. Wieder vereint mit Vilmarh Grahrk, der nun für die Wookies schmuggelt, muss Quinlan erleben wie die Republik trotz des Sieges über die Separatisten untergeht und das neue Imperium die Verfolgung der Jedi aufnimmt. Schwer verwundet und von seinen eigenen Truppen verfolgt ist Quinlan auch noch den Gefahren des Dschungels ausgesetzt, doch in der besonderen Atmosphäre Kashkyyks beginnt Quinlan plötzlich sich wieder an seine verlorene Vergangenheit zu erinnern, aber damit eben auch Quins dunkle Seite... Im abschließenden Finale (Purge) des Sonderbands hat sich eine Gruppe überlebender Jedi versammelt, um Darth Vader eine Falle zu stellen. Da sich Obi-Wan Kenobi unter ihnen befinden soll, macht sich Vader gleich unverzüglich auf, um seinen alten Meister zu vernichten, doch die Jedi sind eindeutig in der Überzahl. Auf sich allein gestellt scheint Vader selbst trotz seines enormen Hasses auf die Jedi und seiner Fähigkeiten als dunkler Lord der Sith an seine Grenzen zu stoßen... Nachdem "Waffenbrüder" bereits direkt in die Ereignisse von Episode III überführte geht "Der unsichtbare Feind" sogar schon über diese hinaus. Während Into the Unknown fast einen Tie-in zu Dark Times darstellt, versucht The Hidden Enemy lose Enden zu verknüpfen und schließt zumindest vorerst das Kapitel Quinlan Vos. Es ist das Finale, Quins letzte Konfrontation nachdem man in "Waffenbrüder" schon dachte seine Erlebnisse auf Saleucami wären das Ende. Doch nun geht es um mehr als "bloß" die dunkle Seite in Quin, sondern das Überleben seiner Familie. Dagegen stellt Purge als One-Shot (der 2010 übrigens eine Art Fortsetzung erhält) das letzte Aufbegehren einiger kleinerer Charaktere der Republic-Comics dar, welche nun sich nun gegen Darth Vader stellen wollen. Gemeinsam haben alle drei Comics eine sehr düstere und traurige Atmosphäre, die Republic-Comics und damit die Geschichte der alten Republik ist vorbei. Die heldenhaften Jedi müssen neue Wege finden um zu überleben und können dabei ihre einstigen Ideale nicht immer hoch halten. Insgesamt ist "Der unsichtbare Feind" gerade aufgrund der Spaltung zwischen den drei zusammenhanglosen Geschichten schwächer als "Waffenbrüder" und viele der vorigen Klonkriegs-Sonderbände. Doch jeder der drei Comics hat etwas für sich. Into the Unknown zeigt in schnell aufeinander folgenden Szenen ein Mosaik des Untergangs der Jedi. Dabei wird bereits angedeutet in welche Richtung Dark Times gehen wird. The Hidden Enemy hingegen steht ganz klar im Zeichen Quinlan Vos, des zweiten Finales. Vos Story hätte genauso gut in Dark Times gepasst, aber gerade aufgrund der Bindungen von Vos Erfinder John Ostrander an die Republic-Comics (Ostrander ist statt an Dark Times an Legacy beteiligt) findet Quinlan Vos-Dark Times-Story noch in den letzten drei Republic Comics statt. Ein tragischer Ausklang, mit einem vagen Hoffnungsschimmer am Schluss, doch genau das erwartet man sich von einer Quinlan Vos-Geschichte. Purge wiederum ist ein einmaliges Erlebnis gewesen. Nicht Republic, nicht Dark Times. Purge zeigt losgelöst von der Dark Times-Handlung das Aufbegehren der letzten Jedi und dass diese durchaus daran gedacht haben Palpatine und seinen Schlächter zu stürzen, anstatt in ihren Verstärken auf die Rache der Sith zu warten. Das Handeln der Jedi ist schlüssig, doch auch vergebens und das macht den Reiz von Purge aus. Fazit: Eindeutig der düsterste Sonderband und schon alleine aufgrund der Illustrationen ein gelungener Abschluss der Klonkriege. 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