Die Force Heretic Trilogie wird mit "Wider alle Hoffnung" (im englischen Original "Reunion" (Zusammenkunft)) seinem würdigen Ende zugeführt - endlich. Die Autoren Sean Williams ("The Force Unleashed", Force Heretic I und II) und Shane Dix (Force Heretic I und II) führen die in den beiden vorigen Bänden begonnenen Handlungsstränge konsequent weiter und bereiten den Leser jetzt endlich auf das große Finale vor. Dabei weicht auch "Wider alle Hoffnung" nur geringfügig vom zuvor kennengelernten Handlungsschema ab. Wieder wird es erst zum Ende hin richtig spannend und der aus "Die Ruinen von Coruscant" und "Der verschollene Planet" bekannte Erzählstil bleibt - verständlicherweise - auch der gleiche.
Die Jadeschatten und ihre imperiale Eskorte befinden sich immer noch auf der Suche nach dem legendären, lebenden Planeten Zonama Sekot. Nachdem Jacen in der Expeditionsbibliothek der Chiss eine Art Eingebung über den Standort des Planeten hatte, finden sie unter Mühen das Versteck des Planeten in den Unbekannten Regionen. Doch als sie ihn schließlich erreichen, müssen sie erkennen, dass der Planet gerade von den Yuuzhan Vong angegriffen wird. Und auch nach ihrer Landung erwartet sie alles andere als ein fröhlicher Empfang...
Der Falke, die Zwillingssonnen und die Pride of Selonia sind unterdessen ins Minos Cluster, zum Planeten Onadax weitergereist. Ihre Hoffnung ein weiteres Mitglied des Ryn-Netzes zu treffen, wird allerdings zunächst nicht erfüllt. Stattdessen brechen auf dem Planeten Unruhen aus und sie müssen fliehen. Ihr Weg führt sie schließlich nach Esfandia, wo sich eine Kommunikationsbasis der Galaktischen Allianz, die für die Kommunikation mit den Unbekannten Regionen zuständig ist, gerade einem Angriff der Yuuzhan Vong gegenübersieht. Zum Glück erhalten sie unerwatete Hilfe...
Unterdessen befindet sich Tahiri/Riina immer noch in einem komaähnlichen Zustand. Schließlich beschließt Jaina etwas zu unternehmen. Doch als sie sich mit Tahiri in der Macht verbindet wird sie in deren Welt gefangen und fällt ebenfalls ins Koma...
Auch Nom Anor macht währenddessen Fortschritte mit seiner Ketzerbewegung auf Yuuzhan tar. Trotzdem frustriert ihn, wie langsam es vorrangeht, obwohl er Spione in den obersten Kreisen des höchsten Oberlords Shimrra hat. Und schon bald sieht er sich selbst hintergangen...
Nach dem Ende der 445-ten und letzten Seite war ich als Leser ersteinmal froh das die Force Heretic Trilogie nun ihren - halbwegs gelungenen - Abschluss gefunden hat. "Wider alle Hoffnung" ist hierbei wohl der beste Band der Trilogie, wenngleich auch er im Mittelteil einige Längen aufzuweisen hat. Insgesamt fehlt das Besondere; das Buch ist spannend, aber nicht annähernt so fesselnd wie "Aufstand der Rebellen"; die Dialoge sind zweckdienlich, aber nicht halb so tiefsinnig wie die aus "Verräter"; Das Buch hat einige Tragweite, ist aber nicht so episch wie "Vereint durch die Macht"; und insgesamt fehlen diese grandiosen Momente an die man sich noch lange errinnert. Die Action ist wohldosiert, aber durchaus gelungen während der Humor fast vollstaöndig auf der Strecke bleibt.
Fazit:
Seis drum, das große, sehr zu empfehlende Finale ist endlich in Sicht. Das Ende ist relativ offen und für Fans der Reihe ist "Wider alle Hoffnug" sowieso Pflicht. Allen anderen, die auf den Geschmack der Reihe kommen wollen, empfehle ich aber eher ein anderes Buch.