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Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter, 15: Die Ruinen von Coruscant
 
 
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Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter, 15: Die Ruinen von Coruscant [Taschenbuch]

Sean Williams , Shane Dix , Regina Winter
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Star Wars ist kein Film - es ist Kult, Religion und Abenteuerspielplatz zugleich - es ist eine eigene Kultur." (Cinema )

Kurzbeschreibung

Der Krieg der Sterne geht weiter!

Der Ansturm der Yuuzhan Vong und die politischen Querelen im Inneren haben die Neue Republik untergehen lassen. Doch der Widerstand lebt. Während Han Solo und Leia neue Pakte schmieden, tritt Luke Skywalker eine Mission ins Unbekannte an: Irgendwo in den Weiten der Galaxis gibt es den Planeten Zonama Sekot – mit eigenem Bewusstsein! Er soll einst einen Angriff der Yuuzhan Vong erfolgreich zurückgeschlagen haben. Wenn es Luke gelingt, den Planeten zu finden und seine Hilfe zu erlangen, könnten die Invasoren vielleicht doch noch besiegt werden …

Die alten Favoriten der Fans, Luke Skywalker, Han Solo und Prinzessin Leia, unterwegs zu neuen Abenteuern!


Klappentext

"Star Wars ist kein Film - es ist Kult, Religion und Abenteuerspielplatz zugleich - es ist eine eigene Kultur."
Cinema

Über den Autor

Sean Williams, 1967 in Australien geboren, lebt in Adelaide. Er hat u. a. Musik studiert und bereits in frühen Jahren einen Komponistenwettbewerb gewonnen. Williams gilt als einer der aufregendsten jungen SF-Autoren der letzten Jahre; seine Romane sind in seinem Heimatland äußerst erfolgreich. Eine enge Freundschaft verbindet ihn mit Shane Dix, der ebenfalls in Adelaide lebt. Vor ihren ersten Romanen aus dem Star-Wars-Universum hatten die beiden Autoren bereits zwei SF-Trilogien gemeinsam verfasst.

Shane Dix, lebt in Adelaide, Australien. Vor ihren Romanen aus dem Star-Wars-Universum hatten Shane Dix und Sean Williams, die eine enge Freundschaft verbindet, bereits zwei SF-Trilogien gemeinsam verfasst.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Es gibt drei Wege, einen Feind zu besiegen. Der erste und offensichtlichste besteht darin, ihn bei einer Kraftprobe niederzuwerfen. Der beste Weg ist, dafür zu sorgen, dass er sich selbst zerstört … Der mittlere Weg vernichtet den Feind von innen her. Eine wohl überlegte Anwendung des mittleren Wegs wird die Schläge umso wirkungsvoller machen, wenn man sich später für den Weg der Kraft entscheidet. Und vom mittleren Weg aus ist es auch möglich, den Feind auf den Pfad zur Selbstzerstörung zu drängen. Prolog Als Saba Sebatyne aus dem Hyperraum kam, wusste sie sofort, dass Barab I brannte. Normalerweise zeigte der Planet ein wolkiges, graues Gesicht, beleuchtet von seiner Sonne, einem mürrischen Roten Zwerg, aber nun nahmen Sabas infrarotsensible Augen ein Inferno wahr. Rauch stieg hoch in die Atmosphäre des Planeten, und seine Oberfläche brodelte vor Empörung über die ihr kürzlich zugefügten Wunden. Saba wollte unbedingt das schlechte Vorgefühl, das sich ihr aufdrängte, unterdrücken, wollte leugnen, was sie sah, und raste mit ihrem X-Flügler im Sturzflug auf die Oberfläche zu, um besser sehen zu können, was geschehen war. Es war einfach unmöglich, sagte sie sich. Es musste dort drunten doch noch jemand am Leben sein! Aber ihre Schirme blieben leer. Es gab keine Schiffe im Orbit, keine Kommunikationsquellen, keine Lebenszeichen. »Hier spricht Saba Sebatyne«, sagte sie ins Kom. »Wenn jemand mich hören kann, antwortet bitte. Antwortet!« Schweigen war alles, was sie vernahm, durchzogen von Statik. Sie schüttelte den flachen, ledrigen Kopf und hoffte vergeblich, diesen Anblick, diese Gedanken, diese Wahrheit abschütteln zu können. So viele Planeten waren gefallen, seit die Yuuzhan Vong in die Galaxis eingedrungen waren – aber nicht Barab I. Ein Teil von ihr hatte immer gewusst, dass die Möglichkeit bestand, aber sie hatte sich nie vorstellen können, dass dies ihrem Heimatplaneten tatsächlich zustoßen würde. Sie versuchte es noch einmal mit dem Kom, nicht, weil sie ernsthaft eine Antwort erwartete, sondern weil es offenbar nichts anderes gab, was sie tun konnte. »Reswa?« Ihre Stimme brach bei dem Gedanken, dass ihre Brutgefährtin in diesen grausamen Feuern umgekommen sein könnte. Wegen Reswa war sie zu ihrem Heimatplaneten zurückgekehrt. Ihre Brutgefährtin hatte sich auf die rituelle Jagd nach einem Shenbit-Knochenbrecher begeben wollen, die Teil ihres Übergangs ins Erwachsenenleben war, und sie hatte Saba gebeten, dabei Zeugin zu sein. Es war eine Ehre, um so etwas gebeten zu werden, und eine Ablehnung der Einladung wäre als schwere Beleidigung aufgefasst worden – besonders wenn die Person, die sie gebeten hatte, ein Familienmitglied war. Familie … das Wort hatte nie einen so leeren Klang gehabt wie jetzt. Freunde, Verwandte – sie waren alle tot. Nichts hätte die Flammen überleben können, die nun Sabas Heimatplaneten verwüsteten. Und je näher sie der Planetenoberfläche kam, desto Entsetzlicheres sah sie. Der Raumhafen von Alater-ka war ein schwelender Krater, die Shenbit-Reservate nichts als brodelnde Lavaebenen, die Shaka-ka-Gedenkstätte glitt unaufhaltsam in ein dampfendes Meer … Sie lenkte ihren X-Flügler durch die oberen Schichten der Atmosphäre, und das Schiff wurde von den heißen Gasen, die aus den rauchenden Ruinen ihres Heimatplaneten aufstiegen, wild hin und her geschleudert. »Diese hier hätte da sein sollen«, flüsterte sie. Sie wusste, das war ein dummer Gedanke. Selbst wenn sie da gewesen wäre, hätte sie nichts daran ändern können, dass … Alle Gedanken setzten aus. Sie sah sie. Über dem Horizont des Planeten näherte sich ein kleines Kontingent von Korallenskippern – insgesamt vier –, die aus einer niedrigen Umlaufbahn kamen, wo Sabas Scanner sie zuvor nicht erfasst hatten. Sie eskortierten ein Schiff von einer Art, wie Saba es noch nie zuvor gesehen hatte: eine riesige, vage eiförmige Masse, die schwerfällig gegen die Anziehung des Planeten anmanövrierte. Es erinnerte die Barabel an einen aufgeblasenen Ballon, der kurz vor dem Platzen stand. Was immer dieses Schiff darstellen mochte, es und seine Eskorte waren alles, was nach dem Angriff, der Sabas Welt zerstört hatte, im System geblieben war. Vielleicht eine Aufräumeinheit. Was auch immer. Es war egal. Selbst wenn hundert Kampfkreuzer der Yuuzhan Vong dort draußen gewesen wären, hätte das nichts an ihrer Reaktion geändert … Sie ließ zu, dass ihre Trauer ungehindert aufstieg, und spürte, wie sie zu einem Zorn wuchs, der sich sehr angenehm anfühlte und sofort ihren emotionalen Schmerz linderte. Und sie wusste, dass sie noch mehr Linderung erfahren würde, wenn sie jetzt handelte. Sie biss die rasiermesserscharfen Zähne zusammen und brachte ihr Schiff auf einen Abfangkurs zu den Korallenskippern. Zunächst bemerkten die feindlichen Piloten sie nicht – sie gingen zweifellos davon aus, dass aller Widerstand erstickt war. Erst als Saba sich praktisch vor ihnen befand, brachen die Skips aus der Formation; drei lösten sich und gingen auf Abfangkurs. Für das Skip, das dem ballonartigen Schiff am nächsten war, war es bereits zu spät: Saba beschoss es mit ihren Lasern und schrie dabei vor Wut. Sie erwartete nicht wirklich, dass ein solch grobschlächtiger Angriff etwas erreichen würde, außer ihr die Aufmerksamkeit der Feinde zu sichern, also war sie überrascht, als der Korallenskipper in einem rot glühenden Blitz explodierte. Die Explosion hatte die unerwartete Auswirkung, dass Sabas Kopf klarer wurde. Der Dovin Basal des Skips musste im Kampf mit den Barabels bereits beschädigt worden sein. Solch ein schlichter Sieg so früh im Kampf verblüffte die Barabel. Vielleicht, dachte sie, gab es auch noch einen anderen Grund, weshalb sie nicht mit einem Sieg gerechnet hatte. Sie war einfach in den Kampf geflogen und hatte erwartet zu sterben – nein, sie hatte sterben wollen. Ihr Volk war vernichtet, und daher war sie tief drinnen zu dem Schluss gekommen, dass sie ebenfalls tot sein sollte. Nun steckte sie in einem Dilemma – und in einem, dem sie sich vielleicht nicht entziehen konnte. Zwei der verbliebenen Skips näherten sich von hinten und schleuderten Ströme von glühendem Plasma nach ihr. Ihr Todeswunsch war verschwunden, und sie reagierte entsprechend. Sie vermied das Schicksal der anderen Barabels, indem sie den X-Flügler nach unten kippte. Etwas von dem Plasma erreichte trotzdem sein Ziel und schwächte sofort ihre Schilde. Sie hatte keine Zeit zu überprüfen, ob das Skip hinter ihr geblieben war. Ihre R2-Einheit pfiff eine dringliche Warnung: Ein weiterer feindlicher Jäger kam rasch an Backbord näher. Sie riss ihr Schiff nach oben, und ihr Cockpit erbebte, als Plasmakugeln dicht vorbeirasten. Sie verzog das Gesicht. Das letzte Geschoss musste nur Millimeter an ihrem Flügel vorbeigegangen sein. Es blieb kaum Zeit, dem Droiden für die Warnung zu danken, bevor die ersten beiden Skips zu einem weiteren Angriff zurückkehrten. Es waren zu viele, das wusste sie; wenn sie weiterhin defensiv bliebe, würden sie sie früher oder später erwischen – und deckungslos, wie sie war, blieb ihr nichts anderes übrig, als defensiv zu sein. Mit diesem Gedanken brachte sie ihren X-Flügler näher an das größere Yuuzhan-Vong-Schiff heran. Sie flog präzise, kam dicht unter den massiven, knollenartigen Rumpf und spürte, wie Dovin Basale an ihren Schilden zogen. Sie schienen allerdings nicht so wirkungsvoll zu sein wie die Dovin Basale anderer Schiffe, denen sie schon gegenübergestanden hatte. Diese Geschöpfe dienten offenbar einem anderen Zweck; Saba wusste nur nicht, welchem. Sie schoss unter dem Bauch des Dings durch, überzeugt, jetzt zumindest von einer Seite gedeckt zu sein, und verfolgte das Skip, dessen Flügelmann sie bereits erwischt hatte. Es versuchte sie abzuschütteln, aber sie konnte lange genug hinter ihm bleiben, um seinen Dovin Basal ins Visier zu nehmen. Als die Zielvorrichtung aufleuchtete, schoss Saba einen ihrer Torpedos ab. Sie hatte so etwas oft genug getan, um zu spüren, wann es ein guter...

Auszug aus Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 15. Die Ruinen von Coruscant von Sean Williams, Shane Dix, Regina Winter. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Es gibt drei Wege, einen Feind zu besiegen. Der erste und offensichtlichste besteht darin, ihn bei einer Kraftprobe niederzuwerfen. Der beste Weg ist, dafür zu sorgen, dass er sich selbst zerstört ... Der mittlere Weg vernichtet den Feind von innen her. Eine wohl überlegte Anwendung des mittleren Wegs wird die Schläge umso wirkungsvoller machen, wenn man sich später für den Weg der Kraft entscheidet. Und vom mittleren Weg aus ist es auch möglich, den Feind auf den Pfad zur Selbstzerstörung zu drängen.

Prolog
Als Saba Sebatyne aus dem Hyperraum kam, wusste sie sofort, dass Barab I brannte. Normalerweise zeigte der Planet ein wolkiges, graues Gesicht, beleuchtet von seiner Sonne, einem mürrischen Roten Zwerg, aber nun nahmen Sabas infrarotsensible Augen ein Inferno wahr. Rauch stieg hoch in die Atmosphäre des Planeten, und seine Oberfläche brodelte vor Empörung über die ihr kürzlich zugefügten Wunden.
Saba wollte unbedingt das schlechte Vorgefühl, das sich ihr aufdrängte, unterdrücken, wollte leugnen, was sie sah, und raste mit ihrem X-Flügler im Sturzflug auf die Oberfläche zu, um besser sehen zu können, was geschehen war.
Es war einfach unmöglich, sagte sie sich. Es musste dort drunten doch noch jemand am Leben sein!
Aber ihre Schirme blieben leer. Es gab keine Schiffe im Orbit, keine Kommunikationsquellen, keine Lebenszeichen.
»Hier spricht Saba Sebatyne«, sagte sie ins Kom. »Wenn jemand mich hören kann, antwortet bitte. Antwortet!«
Schweigen war alles, was sie vernahm, durchzogen von Statik.
Sie schüttelte den flachen, ledrigen Kopf und hoffte vergeblich, diesen Anblick, diese Gedanken, diese Wahrheit abschütteln zu können. So viele Planeten waren gefallen, seit die Yuuzhan Vong in die Galaxis eingedrungen waren - aber nicht Barab I. Ein Teil von ihr hatte immer gewusst, dass die Möglichkeit bestand, aber sie hatte sich nie vorstellen können, dass dies ihrem Heimatplaneten tatsächlich zustoßen würde.
Sie versuchte es noch einmal mit dem Kom, nicht, weil sie ernsthaft eine Antwort erwartete, sondern weil es offenbar nichts anderes gab, was sie tun konnte.
»Reswa?« Ihre Stimme brach bei dem Gedanken, dass ihre Brutgefährtin in diesen grausamen Feuern umgekommen sein könnte. Wegen Reswa war sie zu ihrem Heimatplaneten zurückgekehrt. Ihre Brutgefährtin hatte sich auf die rituelle Jagd nach einem Shenbit-Knochenbrecher begeben wollen, die Teil ihres Übergangs ins Erwachsenenleben war, und sie hatte Saba gebeten, dabei Zeugin zu sein. Es war eine Ehre, um so etwas gebeten zu werden, und eine Ablehnung der Einladung wäre als schwere Beleidigung aufgefasst worden - besonders wenn die Person, die sie gebeten hatte, ein Familienmitglied war.
Familie ... das Wort hatte nie einen so leeren Klang gehabt wie jetzt. Freunde, Verwandte - sie waren alle tot. Nichts hätte die Flammen überleben können, die nun Sabas Heimatplaneten verwüsteten. Und je näher sie der Planetenoberfläche kam, desto Entsetzlicheres sah sie. Der Raumhafen von Alater-ka war ein schwelender Krater, die Shenbit-Reservate nichts als brodelnde Lavaebenen, die Shaka-ka-Gedenkstätte glitt unaufhaltsam in ein dampfendes Meer ...
Sie lenkte ihren X-Flügler durch die oberen Schichten der Atmosphäre, und das Schiff wurde von den heißen Gasen, die aus den rauchenden Ruinen ihres Heimatplaneten aufstiegen, wild hin und her geschleudert.
»Diese hier hätte da sein sollen«, flüsterte sie. Sie wusste, das war ein dummer Gedanke. Selbst wenn sie da gewesen wäre, hätte sie nichts daran ändern können, dass ...
Alle Gedanken setzten aus.
Sie sah sie.
Über dem Horizont des Planeten näherte sich ein kleines Kontingent von Korallenskippern - insgesamt vier -, die aus einer niedrigen Umlaufbahn kamen, wo Sabas Scanner sie zuvor nicht erfasst hatten. Sie eskortierten ein Schiff von einer Art, wie Saba es noch nie zuvor gesehen hatte: eine riesige, vage eiförmige Masse, die schwerfällig gegen die Anziehung des Planeten anmanövrierte. Es erinnerte die Barabel an einen aufgeblasenen Ballon, der kurz vor dem Platzen stand.
Was immer dieses Schiff darstellen mochte, es und seine Eskorte waren alles, was nach dem Angriff, der Sabas Welt zerstört hatte, im System geblieben war. Vielleicht eine Aufräumeinheit. Was auch immer. Es war egal. Selbst wenn hundert Kampfkreuzer der Yuuzhan Vong dort draußen gewesen wären, hätte das nichts an ihrer Reaktion geändert ...
Sie ließ zu, dass ihre Trauer ungehindert aufstieg, und spürte, wie sie zu einem Zorn wuchs, der sich sehr angenehm anfühlte und sofort ihren emotionalen Schmerz linderte. Und sie wusste, dass sie noch mehr Linderung erfahren würde, wenn sie jetzt handelte.
Sie biss die rasiermesserscharfen Zähne zusammen und brachte ihr Schiff auf einen Abfangkurs zu den Korallenskippern. Zunächst bemerkten die feindlichen Piloten sie nicht - sie gingen zweifellos davon aus, dass aller Widerstand erstickt war. Erst als Saba sich praktisch vor ihnen befand, brachen die Skips aus der Formation; drei lösten sich und gingen auf Abfangkurs. Für das Skip, das dem ballonartigen Schiff am nächsten war, war es bereits zu spät: Saba beschoss es mit ihren Lasern und schrie dabei vor Wut. Sie erwartete nicht wirklich, dass ein solch grobschlächtiger Angriff etwas erreichen würde, außer ihr die Aufmerksamkeit der Feinde zu sichern, also war sie überrascht, als der Korallenskipper in einem rot glühenden Blitz explodierte.
Die Explosion hatte die unerwartete Auswirkung, dass Sabas Kopf klarer wurde. Der Dovin Basal des Skips musste im Kampf mit den Barabels bereits beschädigt worden sein. Solch ein schlichter Sieg so früh im Kampf verblüffte die Barabel. Vielleicht, dachte sie, gab es auch noch einen anderen Grund, weshalb sie nicht mit einem Sieg gerechnet hatte. Sie war einfach in den Kampf geflogen und hatte erwartet zu sterben - nein, sie hatte sterben wollen. Ihr Volk war vernichtet, und daher war sie tief drinnen zu dem Schluss gekommen, dass sie ebenfalls tot sein sollte.
Nun steckte sie in einem Dilemma - und in einem, dem sie sich vielleicht nicht entziehen konnte. Zwei der verbliebenen Skips näherten sich von hinten und schleuderten Ströme von glühendem Plasma nach ihr. Ihr Todeswunsch war verschwunden, und sie reagierte entsprechend. Sie vermied das Schicksal der anderen Barabels, indem sie den X-Flügler nach unten kippte. Etwas von dem Plasma erreichte trotzdem sein Ziel und schwächte sofort ihre Schilde.
Sie hatte keine Zeit zu überprüfen, ob das Skip hinter ihr geblieben war. Ihre R2-Einheit pfiff eine dringliche Warnung: Ein weiterer feindlicher Jäger kam rasch an Backbord näher. Sie riss ihr Schiff nach oben, und ihr Cockpit erbebte, als Plasmakugeln dicht vorbeirasten. Sie verzog das Gesicht. Das letzte Geschoss musste nur Millimeter an ihrem Flügel vorbeigegangen sein.
Es blieb kaum Zeit, dem Droiden für die Warnung zu danken, bevor die ersten beiden Skips zu einem weiteren Angriff zurückkehrten. Es waren zu viele, das wusste sie; wenn sie weiterhin defensiv bliebe, würden sie sie früher oder später erwischen - und deckungslos, wie sie war, blieb ihr nichts anderes übrig, als defensiv zu sein.
Mit diesem Gedanken brachte sie ihren X-Flügler näher an das größere Yuuzhan-Vong-Schiff heran. Sie flog präzise, kam dicht unter den massiven, knollenartigen Rumpf und spürte, wie Dovin Basale an ihren Schilden zogen. Sie schienen allerdings nicht so wirkungsvoll zu sein wie die Dovin Basale anderer Schiffe, denen sie schon gegenübergestanden hatte. Diese Geschöpfe dienten offenbar einem anderen Zweck; Saba wusste nur nicht, welchem.
Sie schoss unter dem Bauch des Dings durch, überzeugt, jetzt zumindest von einer Seite gedeckt zu sein, und verfolgte das Skip, dessen Flügelmann sie bereits erwischt hatte. Es versuchte sie abzuschütteln, aber sie konnte lange genug hinter ihm bleiben, um seinen Dovin Basal ins Visier zu nehmen. Als die Zielvorrichtung aufleuchtete, schoss Saba einen ihrer Torpedos ab. Sie hatte so etwas oft genug getan, um zu spüren, wann es ein guter Schuss war, und sobald ihr Finger den Abzug berührte, wusste sie, dass sie das Schiff treffen würde. Der Torpedo explodierte im Ziel und überflutete die Verteidigung des Skips, was es Saba erlaubte, ihm mit einer Lasersalve ein Ende zu machen. Sie stieß einen erfreuten Ruf aus, als der Korallenskipper von mehreren Explosionen zerrissen wurde.
Dieses Gefühl des Triumphs verschwand allerdings schnell wieder, als sie den X-Flügler herumzog und erneut ihren Planeten brennen sah. Nein, an diesem Tag konnte es keine Freude geben, erinnerte sie sich.
Eine neue Warnung des Droiden erklang. Diesmal überprüfte sie nicht einmal, woher der Angriff kam, sondern rollte den X-Flügler einfach auf das Hauptschiff zu. Die Oberfläche des Dings schien sich auf seltsame, kaum wahrnehmbare Art zu wellen, als Saba vorbeikam, beinahe wie ein mit Wasser gefüllter Beutel, obwohl sie immer noch so rau aussah wie das Äußere der Korallenskipper. Sie bemerkte auch noch etwas anderes: riesige Tentakel, die vom Heck des Schiffs ausgingen und herumfuchtelten, als wollten sie nach Sabas Schiff greifen.
»Was ist daz?«, sagte sie laut und erwartete eigentlich keine Antwort. Dennoch begann die R2-Einheit hinter ihr zu pfeifen. Sie brauchte die Übersetzung nicht zu bemühen, um zu wissen, dass der Droide nicht über genügend Informationen verfügte, um ihr eine befriedigende Antwort zu geben.
Sie blieb weiterhin dicht an dem großen Schiff, zog den Jäger aber immer wieder zur Seite, um den Tentakeln zu entgehen. Erneut flog sie unter dem Schiff hindurch, als eines der Skips ihr zu nahe kam und ein paar schlecht gezielte Geschosse auf sie abfeuerte. Es fiel ihr nicht schwer, dem Angriff auszuweichen, und das Plasma verteilte sich im Raum. Die Skips würden nicht schießen, wenn sie sich zwischen ihnen und ihrem Schutzbefohlenen befand.
Aber was ist dieses Ding?, fragte sie sich erneut. Und warum waren die Skips in seiner Nähe so vorsichtig? Es schien keine Verteidigung zu haben, wenn man von dieser kleinen Eskorte von Korallenskippern einmal absah, und seine einzige Waffe waren offenbar diese Tentakel, die ununterbrochen nach ihr schlugen. Wenn es noch andere Verteidigungsmöglichkeiten gab, warum setzten sie sie dann nicht ein?
Es war jedoch unmöglich, weiter darüber nachzudenken. Ihre Zeit wurde knapp. Sie konnte nicht unendlich lange defensiv bleiben. Andere Angehörige der Yuuzhan-Vong-Flotte würden bald eintreffen, um ihren Kameraden zu helfen, da war sie sicher.
Wieder beschleunigte sie den X-Flügler und riss ihn hin und her, um den Tentakeln zu entgehen, während sie gleichzeitig eins der näher kommenden Skips mit Laserfeuer überzog. Die Schüsse wurden von dem Schwarzen Loch des Dovin Basals absorbiert, aber es genügte, um den Piloten zu einem Ausweichmanöver zu veranlassen. Das verschaffte Saba ein paar wertvolle Sekunden, um in eine bessere Position zu gelangen. Sie zog ihren Jäger in einen Rückwärtslooping, flog um die Oberseite des großen beutelartigen Schiffs und von oben auf das Skip zu.

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